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„Schöner Rasen“ zum Auftakt der Vortragssaison
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Unsere Rosengärten

Martha Benthin-Potrzebowski
Gartenparadies

Sieglinde Dorn
Mein Rosengarten

Heidelinde und Dr. Rolf Ehlert
Ein Stadtgarten

Anne und Eberhard
Hentschke

Rosen statt Rasen
Anne und Eberhard
Hentschke

Buchenbeet im Jahreslauf
Anne und Eberhard
Hentschke

Der wilde Garten
  Anne und Eberhard
Hentschke

Rosengarten am Waldrand
 
Elisabeth und Klaus Kasulke
Gartenhof als grünes Wohnzimmer

Margret Krömer
Hof Krömer

Brigitte und Dr. Jürgen Nebel
Neuer Weg 31

Renate und Hans Panskus
Rosen mit Stauden

Familie Peters
Formaler Garten am Stadtrand

UlrikeSchnabel
Naturnaher Rosengarten

Heidemarie und Siegfried Schrader
Ein Garten für die Sinne
Elvira und Fritz Schwipper
Momentaufnahme: Mein Garten im Juli 2017
Adelgunde Seidel
Geschichten um
´Alba Meidiland´
Der Garten von
Eilike und Herward Vemmer
Ruth und Jürgen Weiß
Reihenhausgarten in Kassel

Ulrike Westerhagen



Ein Gartenbesuch im Juni 2016: Einblicke in ein Gartenparadies

Einer Einladung folgend besuchten wir den Rosengarten Benthin-Potrzebowski. Schon von der Straße aus sahen wir große Rosenbüsche und wussten: Hier wohnen Rosenfreunde. Die Eingangspforte schmücken die Kletterrosen ´Laguna´ und ´Perennial Blue´.

Das etwa 1000 qm große Grundstück ist hauptsächlich mit Rosen bepflanzt. Historische Rosen, moderne Rosen, Kletterrosen, Rambler, Kleinstrauchrosen, große Strauchrosen, alles ist kombiniert mit Stauden und Gehölzen.

Der Boden ist für Rosen bestens geeignet. Man sieht es: Die Rosen wirken gesund und wuchsfreudig. Der Blütenreichtum ist überwältigend. Wir stellten wieder einmal fest: Auf gutem Boden zeigen Rosen so richtig, was in ihnen steckt und zu welch herrlichen Sträuchern sie wachsen können.

Bilder zeigen nur sehr unzureichend, wie schön Rosen sind. Und den wunderbaren Duft kann man nur erahnen. Wir danken der Rosenfreundin Martha Benthin-Potrzebowski, dass wir ihr Gartenparadies sehen durften.

Text: Anne Hentschke; Fotos: Eberhard Hentschke
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Gartenansicht


Mein Rosengarten

In meinem Garten spielen Rosen (über 400 Stück) und farblich dazu passende Begleiter, Bodendecker sowie auch große Prachtstauden und Clematis (über 100 Stück) eine wichtige Rolle.

Am Anfang habe ich seltene und so manche ausgefallenen Pflanzen gesammelt und auch wieder verloren, denn sie fühlten sich in meinem schweren, lehmigen Boden mit tonigem Untergrund nicht wohl.

Erst später, als die Kinder aus dem Haus und die Zeit nicht mehr so knapp war, habe ich angefangen, alles farblich aufeinander abzustimmen, nicht in scharf abgegrenzten Gartenräumen, sondern in lockeren Gruppen.

Außerdem ist es mir noch sehr wichtig, leckeres Obst und Gemüse in großer Vielfalt aus meinem eigenen Garten ohne irgendwelche Spritzmittel ernten zu können und allen nützlichen, fliegenden und kriechenden Gartenhelfern einen Lebensraum zu schaffen bzw. zu erhalten. Das ist auf einer Fläche von 5000 qm, mitten zwischen Wiesen und Feldern, 15 km vom Wohnhaus entfernt, eine arbeitsintensive Angelegenheit, die ich zum größten Teil alleine bewältige.

Viele Arbeiten, wie z. B. Schneiden und Gerüste bauen oder erneuern, mache ich im Winter, solange nicht hoher Schnee liegt.

Sieglinde Dorn
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Gartenansicht


Sommergarten


Ein Stadtgarten

Unser Stadtgrundstück mit Garten und Haus, das wir vor 23 Jahren anstelle eines abgerissenen Gebäudes errichten ließen, ist ca. 1.600 qm groß. Nach und nach haben wir die übernommene Bepflanzung verändert, aber die große Grünfläche (kein englischer Rasen!) ist erhalten geblieben. Wir brauchen sie für Feste und Spiele im Garten.

Vor 13 Jahren haben wir von einer Gartenreise nach England die Rose ´Blush Rambler´ mitgebracht. Sie überwuchert jetzt den alten Apfelbaum in der Mitte der gemähten Wiese. Uns sind der Duft und eine möglichst lang anhaltende Blüte von Rosen sehr wichtig. Deshalb haben wir nahe der Terrasse die englischen Rosen ´Graham Thomas´, ´Heritage´ und ´Gertrude Jekyll´, außerdem auch noch die ´Eden-Rose´ gepflanzt.

Angesichts der hiesigen Bodenverhältnisse (Sand, Bauschutt) wurden die Pflanzlöcher mit ca. 1 cbm großzügig bemessen. Die Rosen danken es uns mit Wuchshöhen über die Dachtraufe. Der größte Teil des Vorgartens wurde formal gestaltet mit einem Buchsparterre im art déco-Stil mit einer mittig gesetzten Halbstammrose ´Heidetraum´.

Heidelinde und Dr. Rolf Ehlert
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Gartenansicht



Rosen statt Rasen

Viele Jahre hatte uns die Rambler-Rose ´Bobbie James´ mit ihrer überwältigenden duftenden Blütenfülle erfreut. Sie hatte einen Mirabellenbaum etwa zehn Meter erklommen. Dann passierte es: Mitten in voller Rosenblüte und während eines starken Regens brach ein dicker Ast bei der Mirabelle ab, die Rose verlor ihren Halt und sackte insgesamt einen Meter zu Boden. Die Mirabelle war alt, die Äste waren wohl nicht mehr stark genug, die Rosenlast zu tragen. ´Bobbie James´ samt Baum mussten gerodet werden.

Es entstand eine kahle Fläche mitten im Rasen. Das war im Jahr 2008.

Bis 2011 lebten wir mit der Rasenfläche. Im Laufe der Zeit entwickelten sich Wünsche nach mehr Rosen. Strauchrosen sollten es sein. Da bot sich die Rasenfläche an. Der berühmte Staudenzüchter Karl Foerster hätte gesagt: „ Da ist noch viel zu viel Rasen!“ Also wurde der Rasen abgetragen, der Boden verbessert. Bodenverbesserung musste sein, denn wir haben nur armen Sandboden.

Im Herbst 2012 wurde gepflanzt. Mein Mann und ich entschieden uns für die folgenden Rosen: R. alba ´Mme. Plantier´, R. alba ´Belle Amour´, R. alba ´Felicité Parmentier´, R. cent. muscosa ´Henry Martin´, R. cent. muscosa ´Mme. Louis Léveque´, moderne Strauchrose ´Gertrud Fehrle´ Beetrose ´Alea´, Kleinstrauchrose ´Sächsisch Lichtenstein´, moderne Strauchrose ´Tornella´.

An zwei Obelisken wachsen die Staudenclematis ´Arabella´, und für den Frühling pflanzten wir eine weißblühende Spirea, dazu Astern, Salbei und Sedum telephium in Sorten und Gräser. Zwiebelblumen für den Frühling wurden auch gesteckt. Als Lückenfüller boten sich Einjährige an, das sind einjähriger Rittersporn, Schleifenblumen und Orlaya grandiflora, der Strahlen-Breitsame, der wunderbar zu Rosen passt.

Inzwischen ist alles so gut gewachsen, dass Pflanzen reduziert werden mussten. Das gilt besonders für die Astern und auch die Einjährigen. Schließlich sollen die Rosen luftig stehen und nicht von den Begleitern bedrängt werden.

Das Rasenstück in ein Rosen- und Staudenbeet umzugestalten, haben wir nicht bereut. Zwar macht dieses neue Beet mehr Arbeit, als wenn nur Rasen gemäht werden muss, aber wir haben auch mehr Freude daran, die Pflanzen wachsen und blühen zu sehen.

Auf unserem Sandboden müssen wir Geduld haben. Die Rosen brauchen etwas länger, um sich zu kräftigen Büschen zu entwickeln. Aber die gepflanzten Sorten machen gute Fortschritte. Ein positiver, aber wichtiger Nebeneffekt: Die Blütenfülle lockt vermehrt Insekten und Vögel an. Nachbars Honigbienen sind gern gesehene Gäste in unserem Garten.

Anne Hentschke im Juli 2017
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Mitte Juni 2017


Unser Buchenbeet im Jahreslauf

Am 17. Januar 2016 hat Anne Hentschke im Rosenfreundeskreis Hannover einen Kurzvortrag über Beobachtungen in ihrem Garten während des Jahres 2015 gehalten. Hier ist dieser Vortrag in Bildern und Worten dokumentiert.

Ein Zitat vorweg:

„Einmal in seinem Leben sollte ein Mensch sich mit seinem ganzen Wesen auf ein Stück vertrauter Erde konzentrieren. Er sollte sich einer Landschaft, die er kennt, ganz hingeben, sie aus so vielen Blickwinkeln betrachten, wie es ihm möglich ist, über sie staunen und bei ihr verweilen…“

So hat es N. Scott Momaday geschrieben, einer der bekanntesten indianischen Autoren. Und so hat es Anne Hentschke gemacht.

Anne Hentschke im Januar 2016 (Text oben: Hartmut Brinkmann)
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Der wilde Garten

Gedeihen Wildrosen und andere Früchte tragende Gehölze auch auf einem besonders mageren Sandboden am Waldrand? Welche Gehölze und Stauden muss man pflanzen, um viele Vögel, Insekten und Kleintiere wie z. B. Eidechsen, Blindschleichen, Ringelnattern, Kröten und Frösche in den Garten zu bekommen? Meine Frau und ich, wir stellten uns diese Fragen, nachdem ein Wirbelsturm am 29. Juni 1997 hinter unserem Grundstück alle Bäume auf einer Breite von 300 Metern und einer Tiefe von 200 Metern gefällt hatte. Wir pachteten 500 Quadratmeter der verwüsteten Fläche und schmiedeten eifrig Gestaltungspläne. Bei den Aufräumarbeiten blieben Strauchwerk und Astmaterial übrig, sodass wir uns zum Bau einer Benjeshecke entschlossen. Wir schichteten dicke und dünne Äste sowie Strauchmaterial an der Grundstücksgrenze entlang bis auf eine Höhe von 1,50 Meter. Vögel nisten sehr gerne in einer solchen Hecke, und auch andere Tiere suchen Unterschlupf. Samen der verschiedenen Gehölze und Stauden werden durch den Wind und Vögel in die Hecke getragen. Dadurch entwickeln sich im Laufe der Jahre Heckenpflanzen, und es entsteht eine neue lebende Hecke, die ökologisch wertvoll ist. Sie ist nach dem niedersächsischen Landschaftsgärtner Hermann Benjes benannt.
Vorher wurde zum Schutz vor Rehen und gefräßigen Wildschweinen ein 1,60 Meter hoher Wildzaun um das Pachtland gezogen. Ein Wildbienenhotel mit Igelwohnung im Untergeschoss entstand. Fledermaus- und Nistkästen wurden aufgehängt. Als Unterschlupf für diverse Tiere schichteten wir Äste zu einem Haufen auf.
Danach begannen die Pflanzarbeiten. Mit den großen Gehölzen wie Felsenbirnen, Ebereschen, Schneeball, Faulbaum, Pfaffenhütchen, Holunder, Wildkirsche, Eiben und Wacholder machten wir den Anfang. Viele Wildrosen sowie Stauden folgten. Ein kleiner Arbeitsplatz mit Regenwasser-Fässern, aufgeschichteten Mauersteinen und ein Komposthaufen entstanden. Vor dreizehn Jahren bekamen wir einen Mammutbaum von einem Freund aus Hannover geschenkt. Dieser Sämling stammt aus den Mammutbaumwäldern westlich von San Francisco. Heute nun im Jahr 2015 ist der Mammutbaum acht Meter hoch. Der gesamte Wildgarten hat sich sehr gut entwickelt.
Nicht nur in der Blütezeit, sondern auch mit Hagebuttenschmuck sind die schönsten Wildrosen bei uns: Rosa x ´Andersonii´, R. marginata, R. mollis, R. multiflora adenocheta, R. pendulina ´Bourgogne´, R. rubiginosa, R. glauca, R. gallica ´Splendens. Fingerhut, verschiedene Gräser, Waldaster, Walderdbeeren und Akeleien sind gute Begleiter der Rosen. Alles darf ungehindert wachsen. Wir greifen möglichst wenig pflegerisch ein. Auch die Tiere fühlen sich hier sehr wohl, denn das große Pflanzenangebot lockt.
Wir meinen: Ein wilder Garten ist eine Oase für Mensch und Tier.

Eberhard Hentschke im Februar 2015
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Eingang zum Wildrosengarten


Paul's Himalayan Musk Rambler


Ein Rosengarten am Waldrand

Wer sagt denn, dass auf Sandboden keine Rosen wachsen?

Unser Grundstück liegt im Urstromtal der Aller und ist mit Sandboden reich gesegnet.

Wir wollten es wissen und pflanzten vor ca. 30 Jahren die ersten Rosen. Es blieb nicht aus, dass wir Fehlkäufe tätigten, denn unser Wissen um die Rosen war sehr gering.
So waren die s. g. Englischen Rosen auch schon bald wieder aus unserem Garten verschwunden, weil sie mit unserem Boden nicht zufrieden waren und kalte Winter die schwächlichen Pflanzen eingehen ließen.
Ein Glücksfall war, dass wir die Rosenfreunde kennen lernten. Hier konnten wir unsere Kenntnisse erweitern.
Es dauerte einige Jahre, bis sich zeigte, welche Rosen auf Sandboden wachsen und welche nicht.
Eine unserer Hauptarbeiten war und ist die Bodenverbesserung. Also wird kompostiert und gemulcht. Bentonit-Zusätze sollen das Wasser und die Nährstoffe länger im Boden halten.

Nach und nach entstanden unterschiedliche Gartenbereiche. Im Sonnenbeet stehen Rosen, die spät anfangen zu blühen und auch im Spätsommer zur 2. Blüte viel Sonne brauchen. Die Begleitpflanzen sind auch alle sonnenhungrig.
 
Weiter hinten zum Wald wird es schattiger und für Rosen schwieriger. Die Alba-Rose ´Blush-Hip´ kommt hier noch gut zurecht.
Unter einer großen Rotbuche wachsen unterschiedliche Hostas, Farne, Helleborus und   Bodendecker.
Rasenflächen und -wege verbinden die Gartenräume.

Hinter dem eigentlichen Garten schließt sich unser Wildrosengarten an. Ca. 50 verschiedene Wildrosen und Wildrosenhybriden sowie andere Wildgehölze sind eine Oase für die Tierwelt. Die Hagebutten der Rosen und die Früchte der übrigen Gehölze werden von den Tieren gerne als Nahrungsquelle genutzt . Unser Bestreben ist es seit vielen Jahren, ohne chemische Spritzmittel den Garten gesund zu halten.

Viele der Alten Rosen haben sich bei uns bewährt. Und bei den neueren Züchtungen gibt es inzwischen  auch immer mehr gesunde Rosen.

Unser Experiment ist gelungen: Die richtigen Rosen wachsen auch auf Sandboden.

Anne und Eberhard Hentschke
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´Excelsa´ und ´Snowflake´


R.´californica plena´


Gartenhof als grünes Wohnzimmer

Wir wohnen am südwestlichen Stadtrand von Hannover. Unser Grundstück mit einem Gartenhofbungalow ist 279 Quadratmeter groß, 80 Quadratmeter entfallen auf den Innenhof und 30 Quadratmeter auf den Vorgarten.

Nachdem wir keine Sandkiste mehr benötigten und die 1971 gepflanzten Gehölze und Stauden vergreist waren, haben wir uns 1995 zu einer Umgestaltung des Gartens entschlossen. Anregungen bekamen wir durch Gartenbesuche im Rahmen der Offenen Pforte, durch Rosenfreunde und auch durch Veranstaltungen bei der Volkshochschule.

Weil der Gartenhof unser grünes Wohnzimmer ist, sollte zu jeder Jahreszeit etwas blühen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Begrünung des dunklen Holzzaunes mit Clematis viticella in unterschiedlichen Farben und verschiedenen Blütezeiten. Eine geschwungene Terrasse und geschwungene Beete heben die formale Strenge des Hauses auf.

Blaue, violette und rosa Farbtöne sind bei den Blüten vorrangig. Der Hausbaum, eine kugelförmige Catalpa, ist in die Diagonale gepflanzt, um eine optische Vergrößerung des Gartens zu erreichen. Formgebende Gehölze sind außerdem säulenförmig geschnittene Thujen in unterschiedlichen Höhen, Kugelbuchsbäume in verschiedenen Größen und eine kugelförmig geschnittene rotblättrige Berberitze.

Am Springbrunnen steht eine hochstämmige ´Super Excelsa´, als Pendant am Westgiebel im Innenhof eine ´Super Excelsa´ als Kletterrose mit Clematis viticella ´Etoile Violette´ kombiniert. Ab Anfang Juni sind vier Beetrosen ´Bonica 82´ mit einer Vorpflanzung von blau-violetten Salvia ´Ostfriesland´ und Geranium ´Ballerina´ ein Hingucker. Im Hintergrund am Zaun blühen hellblaue Clematis ´Perle d`Azur´ und ´Betty Corning´.

Die Blütezeit fängt im Januar mit der gelb blühenden Hamamelis und Schneeglöckchen an und endet im Dezember mit den letzten Rosendolden.


Elisabeth und Klaus Kasulke, Februar 2012
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´Super Excelsa´


´Cornus Kousa´


Hof Krömer 

Der Garten ist 5.000 Quadratmeter groß und umschließt ein niedersächsisches Bauernhaus mit einem Bachlauf und einem Teich. Ein Senkgarten und ein kleiner Wasserfall sind mit Sandstein gestaltet. Im Rosengarten sind mehr als 100 verschiedene Strauch- und Kletterrosen zu bewundern. Sie wachsen an Rosenbögen, an Bäumen und umranken Sitzplätze. Terrassen sind mit Aurikeln, Päonien, Allium und Hochstamm-Rosen bepflanzt.

Margret Krömer, November 2015

Besuch im Rosengarten in Nordsehl: Der Weg hat sich gelohnt…

Im Juni 2016 besuchten wir den Garten unserer Rosenfreundin Margret Krömer in 31717 Nordsehl. Schon am Eingang wurden wir von einer Blütenfülle empfangen. Rambler, die ganze Baumkronen bedecken, zogen unsere Blicke auf sich.

Der Garten ist riesig. Wege durchziehen das Gelände. Rechts und links stehen Rosensträucher, davon sehr viele Historische Rosen, alles unterpflanzt mit Stauden. Der Boden ist lehmig. Man sieht es den Rosen an, dass sie sich wohl fühlen. Ein großer Teich in einer Senke, umpflanzt mit Stauden und Gehölzen, bereichert den Garten. Ein Wasserfall plätschert und vermittelt bei großer Hitze ein Gefühl von Frische.

In diesem Garten möchte man Stunden verbringen. So viel gibt es zu sehen, und zwischendurch nimmt man Platz auf einer der vielen Sitzgelegenheiten.

Man kann Rosenfreunden nur empfehlen, beim jährlichen Tag der „Offenen Pforte“  diesen Garten zu besuchen. Danken möchten wir Margret Krömer, dass sie sich Zeit genommen hat, uns ihren Garten, der ihr sehr am Herzen liegt, ausgiebig zu zeigen.

Eberhard und Anne Hentschke, Juni 2016

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'Bajazzo'


Unser Rosengarten in Haldensleben, Neuer Weg 31

Die schwierige Ausgangssituation für unseren Hausgarten war ein durch Baufahrzeuge verfestigter Untergrund ohne Mutterboden. Mit Spitzhacke, Tiefenpflug und sogar Boschhammer musste der Untergrund gelockert werden, Schwerstarbeit für den Hausherren. Zwei große Kipper mit Bördeboden wurden aufgebracht. Nun konnte die Bepflanzung beginnen.

Die Gestaltungsidee für den Vorgarten ist ein Heidegarten ohne Heide. Hier wachsen sehr gesunde einfach blühende Strauchrosen wie ´Smarty´, ´Windrose´ und ´Angela´. Bärenfellschwingel, Blauschwingel, Silberwurz, Teppichschleierkraut und niedrige Glockenblumen bedecken den Boden. Zwei Findlinge, eine Säuleneibe (ersatzweise für Wachholder) sowie wenige höhere Stauden vervollständigen den Heidecharakter. Als Hausbaum wurde eine schwedische Mehlbeere gepflanzt. Die Kletterrose ´Bobbie James´ an der Hausfassade ergänzt das naturnahe Gartenbild.

Der anschließende Gartenbereich ist durch einen geschwungenen Rundweg gegliedert. Vom Vorgarten bis zu einem Rosenbogen über dem Rundweg stehen vorwiegend moderne, einfach blühende Strauchrosen wie zum Beispiel ´Pretty Snow´, ´Schubert´, ´Ghislaine de Féligonde´ und ´Celina´ in lockerer Verbindung mit Bodendeckern und Stauden. Salbei in verschiedenen Sorten ist meine liebste Begleitstaude für Rosen.

Hinter dem Rosenbogen, der mit der Rosensorte ´Manita´ bepflanzt ist, ändert sich der Charakter des Gartens. Nun folgen historische Rosen wie zum Beispiel Rosa gallica ´Versicolor´, ´Tuscany´ und ´Mme Hardy´. Eine Bank in dieser Gartenecke ist besonders während der Rosenblüte ein romantischer Sitzplatz. Eine weidenblättrige Birne hat sich in 15 Jahren zu einem charaktervollen Gehölz entwickelt. Sie verbreitet allerdings immer mehr Schatten, der meinen Rosen nicht gut tut.

Die Rabatte zwischen Weg und Gartengrenze ist mit Stauden und weiteren Rosen bepflanzt. Hier blühen an säulenförmigen Kletterhilfen auch die Kletterrosen ´Minnehaha´, ´Guirlande d’Amour´ und ´Sourire d’Orchidée´. Eiben und andere immergrüne Gehölze, sowie Blütensträucher sollten als frei wachsende Hecke das Grundstück begrenzen. Zurzeit wird die Bepflanzung jedoch nach und nach zu einer geschnittenen Hecke umgestaltet, weil die Wuchskraft der Gehölze falsch eingeschätzt wurde.

Der Mittelteil des Gartens ist ruhiger gestaltet. Auf Thymianflächen stehen einzelne Strauchrosen. Bei dieser Gestaltungsidee stand der Garten von Familie Vemmer Pate. Auf Rasen habe ich ganz verzichtet.

Eine erhöhte Ebene des Gartens ist die Terrasse, die sich über zwei Seiten des Hauses erstreckt. Um die Terrasse in den Garten einzubinden und den Eindruck eines Feldherrenhügels zu vermeiden, wurden als Begrenzung Pflanzflächen für größere Gehölze angelegt. Hier stehen Felsenbirne, Kurilenkirsche, Säulenwacholder und Bergkiefer. Kleinstrauchrosen, aufrecht stehend oder überhängend und die als Kletterrose aufgebundene Rose ´Heidekönigin´ vervollständigen die Pflanzung. Der Höhenunterschied zum Garten wird über stufenförmig gesetzte Trockenmauern aus rotem Sandstein abgefangen. So entstanden noch Pflanzplätze für Steingartenpflanzen und die bodendeckenden Kleinstrauchrosen ´Sternenflor´,´Heideröschen´ und ´Snow Carpet´.

Eine Buchenhecke schließt den Rosengarten ab. Dahinter befinden sich die notwendigen Wirtschaftsflächen.

Brigitte und Dr. Jürgen Nebel
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Gartenansicht


Im Frühling


Rose Westzeit


Garten Renate und Hans Panskus


Bei einem Besuch konnte ich diesen farbenprächtigen Garten bewundern. Weil fast keine Bäume das Sonnenlicht zurückhalten, gedeihen hier die Stauden und Rosen bestens. Die Gartenfreundin versteht es, die Stauden geschickt mit den Rosen zu kombinieren und auch die Farben gezielt einzusetzen. Sitzplätze laden zum gemütlichen Verweilen ein und manche liebevolle Dekoration macht den Garten wohnlich.

Anne Hentschke im Juni 2009
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´Herzogin Friderike´


Blick in den Garten


Gartenbeschreibung Familie Peters

Unser Grundstück, das wir vor fast 40 Jahren als Wiese gekauft haben, liegt am südöstlichen Stadtrand von Celle im Ortsteil Altencelle-Burg. Hinter uns gibt es nur noch Wiesen, Felder und kleine Wäldchen.

Anfangs hatten wir im Garten überwiegend Rasenflächen, einen kleinen Gemüsegarten und Rhododendren, denn die wachsen auf unserem sehr sandigen und leicht anmoorigen Boden sehr gut. Im Laufe der Jahre haben wir den Boden mit viel Kompost und Tonmineralien (mit Hilfe unserer Katzen, denn Katzenstreu ist das mit Abstand billigste Tonmineral) soweit verbessert, dass nun auch die meisten Rosen gut gedeihen.

Jetzt ist unser Garten ein recht formaler Garten, der stark gegliedert ist durch viele Buchshecken, die dem Garten auch im Winter eine gewisse Struktur verleihen und wodurch viele kleine Gartenräume entstanden sind.

Unter den ca. 100 verschiedenen Rosensorten und –arten ist eigentlich alles vertreten. Wir haben historische Strauch- und Kletterrosen, aber auch Beet-, Edel- und Kleinstrauchrosen. Zur Rosenblüte dominieren im Garten zwei alte Birnbäume, die bereits im Garten standen und jetzt bis zur Spitze von den Ramblern 'Lykkefund' und 'Félicité et Perpétue' erobert worden sind. Ein Gartenhäuschen ist überwuchert von der R. filipes 'Kiftsgate'. die im Herbst einen fantastischen Hagebuttenschmuck zeigt.

Neben Rosen der bekannten Züchter Kordes, Tantau, Noack, Austin und Lens sind Rosen der Liebhaberzüchter Wänninger ('Nachsommer'), Sievers ('Crimson Blush', 'Northern Yellow') und unseres Freundes Georg Mander aus Vancouver, Kanada, ('Glowing Amber', 'Ingrid') unser besonderer Stolz. Dazu kommen noch die japanischen Rosen 'Nozomi' und 'Rose Fukuyama' zur Erinnerung an unsere japanischen Rosenfreunde.

Einige unserer Rosen sind Ableger von Rosen aus den Gärten unserer Kindheit ('New Dawn', R. alba 'Maxima', R. centifolia "Großvaterrose"), zu denen wir natürliche ein besonderes Verhältnis haben.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes wachsendes Problem sind die hohen Bäume in der Nachbarschaft, die eigentlich in Parks oder Wälder gehören und nicht in Hausgärten. Einige Bereiche unseres Gartens bekommen bereits soviel Schatten ab, sodass wir häufig Rosen umpflanzen und es an diesen Stellen mit halbschatten-verträglichen Rosen versuchen.

Familie Peters
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R.´American Pillar´


Blick in den Garten


Der Rosengarten von Ulrike Schnabel

Der ca. 4000 Quadratmeter große naturnahe Garten ist vielfältig bepflanzt mit allem, was robust ist und sich dem zur Staunässe neigenden Boden anpasst.

Heimische, fruchttragende Gehölze, die als Vogelschutzhecke dienen, Rosen in vielen Variationen, Feuchtbiotope, Obstgehölze und Stauden tragen zur Vielfalt bei.

Wildpflanzen und Areale, die sich selbst überlassen bleiben, dienen als ökologische Nische und locken zahlreiche Insekten und Vögel an. So ist der Garten erlebnisreich und das Arbeiten in ihm voller Überraschungen.

Ulrike Schnabel
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Gartenansicht


´Alexandre Girault´


Garten Heidemarie und Siegfried Schrader

Wer diesen Garten zur Rosenblüte besucht, wird vom köstlichsten Rosenduft umfangen . Die verschiedenen historischen Rosen blühen um die Wette. Es ist eine einzige Pracht. Der Garten ist nicht sehr groß, ca.650 qm, und man ist erstaunt, wie viel Rosen und Stauden das Ehepaar Schrader gepflanzt hat. Alles wurde sehr überlegt und liebevoll arrangiert.

Auf schmalen, gemulchten Wegen durchstreift man den Garten und ist den Rosenblüten ganz nahe, um den Duft zu genießen. Sitzplätze an besonders schönen Gartenecken laden zum Entspannen ein. Und immer wieder entdeckt man etwas Neues. Überhaupt hat die Gärtnerin eine Vorliebe und auch das Geschick für das Dekorieren. Man sieht es bis in den hintersten Winkel des Gartens. Aber niemals wirkt es aufdringlich.
Ein Garten für die Sinne!

Besucht von Anne Hentschke im Juni 2009
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Gartenansicht



Momentaufnahme: Mein Garten im Juli 2017

Die erste Rosenblüte ist vorüber, und die meisten unserer öfterblühenden Rosen treiben munter aus. Einige Knospen sind bereits zu sehen.

Keine Rose steht mit nackten Beinen da. So nennen wir Rosenfreunde liebevoll unbelaubte Rosenstängel.

Frau `Eva Schubert`, `Stanwell Perpetual` und `Verdi‘ haben noch immer Blüten, sie stehen auf unserer Wiese.

`Maidens Blush` wurde in diesem Jahr stark zurückgeschnitten. Sie hatte es bitternötig; denn viele abgestorbene Zweige boten nach der Blüte keinen schönen Anblick. Den nun entstandenen kahlen Fleck, ebenfalls auf der Wiese, schmückt ein Blumenbeet aus der Samentüte. Vor dem Gerätehaus trägt der Bronzefenchel zarte gelbe Blütendolden.

Mein Ziergarten liegt etwas erhöht. Hier, unter Blasenstrauch, Perückenstrauch und Vogelbeerbaum, habe ich im Herbst des Vorjahres ein kleines Schattenbeet angelegt. Viele Singvögel laben sich an den roten Früchten des Vogelbeerbaumes. An der Sonnenseite dieses Beetes blühen Verbena bonariensis. Sie haben sich diesen Platz selbst ausgesucht. Von einem winzigen Inselbeet leuchten sanft die roten Blüten eines Spierstrauches.

Der Zierapfel `Red sentinal`, schon mit grünen Äpfelchen, steht auf einem weiteren Inselbeet. Darunter, immer noch blühend, die Lensrose `Alden Biesen`. Sie blüht in Dolden; ihre Blütenblätter, von altmodischem Rosa, vergrünen im Vergehen. Dieses Farbspiel finde ich sehr reizvoll. Dazu passen sehr gut die aprikotfarbenen und weinroten Taglilien. Die Taglilien blühen in diesem Jahr lang anhaltend und reich. Zwei Staudenclematis `Durandii` zeigen seit dem Frühjahr unermüdlich ihre blauen Blüten. Dazwischen gucken die roten Knopfblüten des Staudenknöterichs aus dem Grün.

An einem seitlichen Beet zur Eibenhecke hangelt sich die Clematis `Princess Diana` empor, sie trägt rote Glöckchen.

Blühende Hortensien sollen das Gartenbild in der Rosenblühpause mitbestimmen. Hortensie `Annabelle` ist durch Wind und Regen etwas durcheinander geraten. Die Rispenhortensien stehen straff aufrecht.

Die Staude `Entenschnabel-Schneefelberich` finde ich von der Gestalt und Namensgebung sehr lustig. Am liebsten würde ich über der entenschnabelförmigen Blüte einen roten Haarschopf platzieren. Der Felberich blüht mit der Cimicifuga um die Wette. Auf der Kugeldistel tummeln sich Insekten und Schmetterlinge. Weitere Stauden werden bald blühen, im Moment dürfen sie noch in sich ruhen.

Das sind die prägnantesten Eindrücke aus meiner kleinen Gartenwelt im Juli 2017.

Elvira Schwipper im Juli 2017
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Lensrose 'Verdi'


Alba Meidiland und ihre wundersame Vermehrungl

Nun entspringt dem Nichts die Rose,
Um den Lenz im Hain zu grüßen,
Und des Veilchens Haupt, voll Ehrfurcht,
Legt sich zu der Rose Füßen. ...
Hafis

Im Herbst 1998 wollten wir unseren Vorgarten umgestalten, natürlich mit Rosen. Da die dort schon vorhandenen Strauchrosen ´Fragezeichen´, ´Violacea´ ‚´Königin von Dänemark´ und ´Louise Odier´ überwiegend rosa und zum Teil nur einmal blühend waren, sollten die neuen öfter blühende, weiße Kleinstrauchrosen sein.

Nun wurden Kataloge gewälzt – und, da mein Mann mir freie Hand ließ, fiel meine Wahl schließlich nach langem Überlegen auf ´Alba Meidiland’, Züchter Mailland (F) 1987. Das war eine gute Wahl, denn die Rose ist – bis auf den fehlenden Duft – vollkommen. Sie hat kleines, glänzendes und zu den kleinen Blüten passendes Laub, ist etwas später, aber dann nicht nur öfter-, sondern dauerblühend und weitgehend gesund, bisher hatte sie nur in einem Sommer leichten Mehltau. Zum Herbst hin werden die Blüten etwas rosa. Man muß die verblühten Zweige abschneiden, aber auch wenn man das nicht macht, blüht sie munter weiter und die vertrockneten Blüten fallen nach einiger Zeit ab.

In dem Katalog der Firma Strobel war als Wuchshöhe für die ´Alba Meidiland´ 60 – 70 cm und als Pflanzenbedarf pro qm 3 – 4 Stück angegeben. In unserem Garten hat ein qm 100 x 100 cm, bei den Züchtern muß es wohl ein bisschen mehr sein, aber das wussten wir damals noch nicht so genau. Wir bestellten also 6 Rosen ´Alba Meidiland´, wurzelecht. Die Rosen wurden mit viel Liebe und einer Handvoll Hornspäne (wie wir es bei Frau Grimm gelernt hatten) an einem schmalen Plattenweg entlang gepflanzt. Jede Rose hatte für sich etwa einen qm zur Verfügung und war ungefähr 60 cm vom Plattenweg entfernt. Nun sollten sie wachsen und gedeihen. Und das taten sie. Sie fühlten sich auf unserem Sandboden sichtlich wohl.

Im ersten Jahr nach der Pflanzung konnten wir den Plattenweg noch gut von einem Ende zum anderen begehen, aber im nächsten war es schon so mühsam, dass wir etwas unternehmen mussten, allein mit Rückschnitt (der bei uns damals noch sehr zögerlich ausfiel) war das nicht zu machen. Also wurde eine Rose verschenkt, eine in den Garten hinter dem Haus verpflanzt und die vier übrigen im Vorgarten, soweit es möglich war, vom Plattenweg weg versetzt.

Aber wir hatten ja wurzelechte Rosen gepflanzt und so konnten wir im Frühjahr 2002 zwei Rosen auf das Grab meiner Eltern pflanzen und drei an Nachbarn verschenken. Zwei Rosen bekamen von meinem Mann Rankgerüste geschmiedet und waren jetzt Kletterrosen mit 3 –4 m langen Trieben.

Im März 2003 fand der alljährliche praktische Rosenschnitt der Hannoverschen Rosenfreunde in unserem Garten statt. Es waren viele Interessierte gekommen, um Frau Uter, die im Garten hinter dem Haus und Frau Vemmer, die im Vorgarten ihr Können zeigten, zuzuschauen und zu lernen. Als ein Rosenfreund unter Frau Vemmers Anleitung die erste ´Alba Meideland’ auf 15 bis 20 cm zurückschnitt, fanden das alle sehr mutig, waren aber damit einverstanden .Bei dem zweiten Strauch griff Frau Vemmer selbst zur Schere und kürzte die Triebe auf 10 – 15 cm , da merkte ich, dass die meisten Zuschauer die Luft angehalten hatten. Aber als Frau Vemmer (sie hatte mit raschem Kennerblick erkannt, dass in der Nähe ein kräftiger Ausläufer wuchs) bei der dritten Rose die Säge ergriff und den Strauch ratzekahl 1 cm unter der Erdoberfläche absägte, stöhnten alle zuschauenden Rosenfreunde erschrocken auf, das hatten sie noch nicht gesehen. Ich auch nicht.

Aber ich hatte zu Frau Vemmer großes Vertrauen und das war berechtigt, denn die Rose begann nach einigen Wochen wieder auszutreiben und blühte im Sommer zwar etwas später aber doch sehr schön.

Inzwischen sind noch weitere 5 Rosen an Nachbarn oder Rosenfreunde verschenkt worden, eine habe ich auf das Grab meines 2005 verstorbenen Mannes gepflanzt. Aber im Seidelschen Vorgarten wachsen und gedeihen immer noch vier kräftige ´Alba Meidiland´ ‚ und ich muss sie, um ungehindert auf dem Plattenweg gehen zu können, jedes Jahr kräftig zurückschneiden, allerdings nehme ich dazu doch lieber die Schere.

Adelgunde Seidel
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Alba Meidiland


Alba Meidiland


Der Garten von Eilike und Herward Vemmer

"Ein Garten war der Wohnsitz unserer Ureltern vor dem Sündenfall. Deshalb ist es nur natürlich, daß er die Seele mit Ruhe und Gelassenheit erfüllt." (Joseph Addison, 1672-1719)

Unser Rosen-Enkelkind Fenja meint, das Paradies müsse wie unser Garten ausgesehen haben. Selbst zwei alte Apfelbäume wachsen darin, von denen sie die Früchte des Lebens und der Erkenntnis pflücken kann. Uns dienen die wenigen Bäume im Garten als Kletterhilfe für Ramblerrosen wie 'Bobbie James', 'Paul's Himalayan Musk Rambler', 'Toby Tristam', 'Pleine de Grâce', 'Rosemary Foster' und andere.

Typisch für unseren Garten sind Thymianflächen, auch andere Bodendeckerstauden, auf denen große und kleine Strauchrosen frei wachsen. Dazu gibt es meist sommerblühende Kletterrosen an den unterschiedlichsten Rankgerüsten. Wildrosenkreuzungen wie z.B. R. californica plena, 'Pink Mysterie', 'Stanwell Perpetual' und 'Paula Vapelle', Kleinstrauch-rosen wie 'Pink Swany', 'Gärtnerfreude', Meidiland-Rosen, Moschatahybriden wie 'Queen of the Musk', 'Plaisanterie', 'Belinda', 'Jean Stephenne', 'Guirlande d'Amour' und viele, viele andere begeistern uns. Eine Besonderheit sind die Rosen der belgischen Züchter Louis Lens und Ann Velle. Jede unserer Rosen ist beschriftet.

In 35 Jahren hat sich unser Garten aus einem kleinen Gemüse- und Spielgarten von 895 m² zu einem fast reinen Rosengarten von über 5 000 m² entwickelt. Als junger Mensch wünschte ich mir ein Haus voller Kinder und einen Rosengarten voller samtig dunkelroter Edelrosen. Alma de l'Aigle's Spruch traf und trift immer auf uns zu: "Garten und Kinder sind es, für die es sich lohnt zu leben." Inzwischen spielen ab und zu die Enkel in Haus und Garten und statt der anfänglichen Edelrosen wachsen eher Rosen mit einfachen oder mit vielen kleinen Blüten bei uns.

Unser Garten westlich von Braunschweig hat mageren Boden - rundherum war und ist Kiesabbau. Unsere Rosen mögen es offensichtlich und ebenso der Thymian, der nur auf leichtem Boden in voller Sonne gedeiht. Wir spritzen weder Fungizide noch Insektizide noch Pflanzenstärkungsmittel oder sonst etwas. Gegen unerwünschte Insekten helfen uns die Vögel, Marienkäfer und Schwebfliegen, gegen Pilzkrankheiten wehren wir uns durch Auswahl widerstandsfähiger Sorten, durch möglichst richtigen Standort und durch Schnitt. Winterschäden, besonders die Spätfröste im Frühjahr sind ein Problem. Auch da lernen wir immer mehr, zwischen für unsere Gegend geeigneten und empfindlicheren Sorten zu unterscheiden.

Die Anlage des Gartens und die Gestaltung, der Bau der Rankgerüste, die Kletterrosen, alle schwere Arbeit macht mein Mann, daneben den inzwischen kleinen Gemüsegarten, Neupflanzungen, Unkrautbeseitigung und vieles mehr. Ich schneide wochenlang im Frühjahr die Strauchrosen und krieche hinter dem Unkraut her, das immer schneller ist! Unser Garten ist naturnah gestaltet und gefällt nicht nur uns, sondern Vögeln, Insekten, Igeln ...

Kommentare der Gartenbesucher: "Sie haben ja nur Heckenrosen!" (ältere Rosenfreundin). "Das ist der verrückteste Garten, den ich je gesehen habe!" (Gartenarchitekt). "Sie leben in einem Paradies!" (Dame von der Caritas, evangelische Pastorin und zwei Zeugen Jehovas). "Die Rosen sind ja schön, aber man braucht auch einen Spaten!" (älterer Gärtner, der damit ausdrücken wollte, daß Arbeit auch dazu gehört). "Der riesige Garten und die viele Arbeit! Wie wollen Sie denn im Alter damit fertig werden?" (viele Besucher, die weniger leidenschaftliche Gärtner als mein Mann oder Rosennarren wie ich sind).

Das Alter ist wohl schon da, fertig werden wir auch nie, aber die Freude bleibt an Rosen und Garten und Arbeit und allem, was sonst dazu gehört.

Eilike und Herward Vemmer
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Sibelius und Nepeta Walkers Low

 
Blick in den Garten


Reihenhausgarten in Kassel von Ruth und Jürgen Weiß

Vor 30 Jahren kauften wir das Reiheneckhaus, dass mit einem Unterstellplatz für das Auto, einem Gartenhaus für Fahrräder und Geräte und zwei Terrassen ca. 360 qm Fläche hat. Die Himmelsrichtungen Ost – Süd und West mit Blick auf den Herkules hatten es uns unter anderem angetan.

Im Laufe der Jahre hat sich die Gestaltung des Gartens öfter gewandelt. 1995 brachte ein Urlaub an der Nordsee durch den Meldorfer Rosengarten die große Wende:
Die Rosenlust hatte mich eingeholt. So wurde im Laufe der Jahre unser kleiner Garten ein über und über blühendes und duftendes Fleckchen Erde. Mit ca. 50 unterschiedlichen Rosen von einmal bis öfter blühend ist so ein kleiner Garten mitten in der Stadt Kassel für Vögel und Insekten ein beliebtes Anflugziel. Einige Rosen schauen über den Gartenzaun zur Freude der Fußgänger, was man am Tag später an den fehlenden gemopsten Blüten feststellt. Nachbars Katzen spazieren sehr gern durch den Zaun und liebäugeln mit den Meisen, die hier jedes Frühjahr ihre Jungen ausbrüten.

1985 wurde ein Teich vor der Terrasse, wo vorher die Kinder im Sandkasten spielten, mit Moderlieschen, Stichlingen und Seerosen angelegt, der trotz der sonnigen Lage fast immer klares Wasser hat. Durch die Südseite – mit einer aus altem Bestand noch stehenden Coloradotanne, in der es sich ’Venusta Pendula’ bequem macht, trocknet die Erde im Sommer schnell aus. Da ich für Alte Rosen schwärme, sind es die edlen dunklen Samtenen, deren Blütenblätter leider schnell verbrennen. Auch die Wintersonne macht den Rosentrieben zu schaffen, sodass einige Rosensträucher sehr guten Winterschutz brauchen. Im Laufe der Jahre mussten hin und wieder nicht geeignete Sorten gegen robustere ausgetaucht werden.

Ein Eckchen für Kräuter und Tomaten ist noch vorhanden – dahin dürfen keine Rosen gepflanzt werden. Eine kleine Sammlung von Hosta steht in Töpfen; Sommerblüher und Hortensien sollen auch erwähnt werden, die Gemütlichkeit und Farbe auf die beiden Terrassen bringen.

Sicher wird sich unser Gärtchen im Laufe der nächsten Jahre nicht mehr groß verändern. Wir haben unseren Gartenstil gefunden. Wer Lust hat, mal vorbei zu schauen, ist herzlich willkommen!

Ruth und Jürgen Weiß
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Garten Westerhagen

Der Garten ist ca.500 qm groß. Dazu kommt eine Terrasse von ca. 50 qm. Einen Schwerpunkt gestalterischer Art gibt es bei uns nicht.

Der Garten ist im Sommer das 2. Wohnzimmer. Wir freuen uns, wenn es so lange wie möglich blüht und schön grün ist.

Ulrike Westerhagen
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„Schöner Rasen“ zum Auftakt der Vortragssaison
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Unsere Rosengärten

Martha Benthin-Potrzebowski
Gartenparadies

Sieglinde Dorn
Mein Rosengarten

Heidelinde und Dr. Rolf Ehlert
Ein Stadtgarten

Anne und Eberhard
Hentschke

Rosen statt Rasen
Anne und Eberhard
Hentschke

Buchenbeet im Jahreslauf
Anne und Eberhard
Hentschke

Der wilde Garten
  Anne und Eberhard
Hentschke

Rosengarten am Waldrand
 
Elisabeth und Klaus Kasulke
Gartenhof als grünes Wohnzimmer

Margret Krömer
Hof Krömer

Brigitte und Dr. Jürgen Nebel
Neuer Weg 31

Renate und Hans Panskus
Rosen mit Stauden

Familie Peters
Formaler Garten am Stadtrand

UlrikeSchnabel
Naturnaher Rosengarten

Heidemarie und Siegfried Schrader
Ein Garten für die Sinne
Elvira und Fritz Schwipper
Momentaufnahme: Mein Garten im Juli 2017
Adelgunde Seidel
Geschichten um
´Alba Meidiland´
Der Garten von
Eilike und Herward Vemmer
Ruth und Jürgen Weiß
Reihenhausgarten in Kassel

Ulrike Westerhagen



Ein Gartenbesuch im Juni 2016: Einblicke in ein Gartenparadies

Einer Einladung folgend besuchten wir den Rosengarten Benthin-Potrzebowski. Schon von der Straße aus sahen wir große Rosenbüsche und wussten: Hier wohnen Rosenfreunde. Die Eingangspforte schmücken die Kletterrosen ´Laguna´ und ´Perennial Blue´.

Das etwa 1000 qm große Grundstück ist hauptsächlich mit Rosen bepflanzt. Historische Rosen, moderne Rosen, Kletterrosen, Rambler, Kleinstrauchrosen, große Strauchrosen, alles ist kombiniert mit Stauden und Gehölzen.

Der Boden ist für Rosen bestens geeignet. Man sieht es: Die Rosen wirken gesund und wuchsfreudig. Der Blütenreichtum ist überwältigend. Wir stellten wieder einmal fest: Auf gutem Boden zeigen Rosen so richtig, was in ihnen steckt und zu welch herrlichen Sträuchern sie wachsen können.

Bilder zeigen nur sehr unzureichend, wie schön Rosen sind. Und den wunderbaren Duft kann man nur erahnen. Wir danken der Rosenfreundin Martha Benthin-Potrzebowski, dass wir ihr Gartenparadies sehen durften.

Text: Anne Hentschke; Fotos: Eberhard Hentschke
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Gartenansicht


Mein Rosengarten

In meinem Garten spielen Rosen (über 400 Stück) und farblich dazu passende Begleiter, Bodendecker sowie auch große Prachtstauden und Clematis (über 100 Stück) eine wichtige Rolle.

Am Anfang habe ich seltene und so manche ausgefallenen Pflanzen gesammelt und auch wieder verloren, denn sie fühlten sich in meinem schweren, lehmigen Boden mit tonigem Untergrund nicht wohl.

Erst später, als die Kinder aus dem Haus und die Zeit nicht mehr so knapp war, habe ich angefangen, alles farblich aufeinander abzustimmen, nicht in scharf abgegrenzten Gartenräumen, sondern in lockeren Gruppen.

Außerdem ist es mir noch sehr wichtig, leckeres Obst und Gemüse in großer Vielfalt aus meinem eigenen Garten ohne irgendwelche Spritzmittel ernten zu können und allen nützlichen, fliegenden und kriechenden Gartenhelfern einen Lebensraum zu schaffen bzw. zu erhalten. Das ist auf einer Fläche von 5000 qm, mitten zwischen Wiesen und Feldern, 15 km vom Wohnhaus entfernt, eine arbeitsintensive Angelegenheit, die ich zum größten Teil alleine bewältige.

Viele Arbeiten, wie z. B. Schneiden und Gerüste bauen oder erneuern, mache ich im Winter, solange nicht hoher Schnee liegt.

Sieglinde Dorn
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Gartenansicht


Sommergarten


Ein Stadtgarten

Unser Stadtgrundstück mit Garten und Haus, das wir vor 23 Jahren anstelle eines abgerissenen Gebäudes errichten ließen, ist ca. 1.600 qm groß. Nach und nach haben wir die übernommene Bepflanzung verändert, aber die große Grünfläche (kein englischer Rasen!) ist erhalten geblieben. Wir brauchen sie für Feste und Spiele im Garten.

Vor 13 Jahren haben wir von einer Gartenreise nach England die Rose ´Blush Rambler´ mitgebracht. Sie überwuchert jetzt den alten Apfelbaum in der Mitte der gemähten Wiese. Uns sind der Duft und eine möglichst lang anhaltende Blüte von Rosen sehr wichtig. Deshalb haben wir nahe der Terrasse die englischen Rosen ´Graham Thomas´, ´Heritage´ und ´Gertrude Jekyll´, außerdem auch noch die ´Eden-Rose´ gepflanzt.

Angesichts der hiesigen Bodenverhältnisse (Sand, Bauschutt) wurden die Pflanzlöcher mit ca. 1 cbm großzügig bemessen. Die Rosen danken es uns mit Wuchshöhen über die Dachtraufe. Der größte Teil des Vorgartens wurde formal gestaltet mit einem Buchsparterre im art déco-Stil mit einer mittig gesetzten Halbstammrose ´Heidetraum´.

Heidelinde und Dr. Rolf Ehlert
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Gartenansicht



Rosen statt Rasen

Viele Jahre hatte uns die Rambler-Rose ´Bobbie James´ mit ihrer überwältigenden duftenden Blütenfülle erfreut. Sie hatte einen Mirabellenbaum etwa zehn Meter erklommen. Dann passierte es: Mitten in voller Rosenblüte und während eines starken Regens brach ein dicker Ast bei der Mirabelle ab, die Rose verlor ihren Halt und sackte insgesamt einen Meter zu Boden. Die Mirabelle war alt, die Äste waren wohl nicht mehr stark genug, die Rosenlast zu tragen. ´Bobbie James´ samt Baum mussten gerodet werden.

Es entstand eine kahle Fläche mitten im Rasen. Das war im Jahr 2008.

Bis 2011 lebten wir mit der Rasenfläche. Im Laufe der Zeit entwickelten sich Wünsche nach mehr Rosen. Strauchrosen sollten es sein. Da bot sich die Rasenfläche an. Der berühmte Staudenzüchter Karl Foerster hätte gesagt: „ Da ist noch viel zu viel Rasen!“ Also wurde der Rasen abgetragen, der Boden verbessert. Bodenverbesserung musste sein, denn wir haben nur armen Sandboden.

Im Herbst 2012 wurde gepflanzt. Mein Mann und ich entschieden uns für die folgenden Rosen: R. alba ´Mme. Plantier´, R. alba ´Belle Amour´, R. alba ´Felicité Parmentier´, R. cent. muscosa ´Henry Martin´, R. cent. muscosa ´Mme. Louis Léveque´, moderne Strauchrose ´Gertrud Fehrle´ Beetrose ´Alea´, Kleinstrauchrose ´Sächsisch Lichtenstein´, moderne Strauchrose ´Tornella´.

An zwei Obelisken wachsen die Staudenclematis ´Arabella´, und für den Frühling pflanzten wir eine weißblühende Spirea, dazu Astern, Salbei und Sedum telephium in Sorten und Gräser. Zwiebelblumen für den Frühling wurden auch gesteckt. Als Lückenfüller boten sich Einjährige an, das sind einjähriger Rittersporn, Schleifenblumen und Orlaya grandiflora, der Strahlen-Breitsame, der wunderbar zu Rosen passt.

Inzwischen ist alles so gut gewachsen, dass Pflanzen reduziert werden mussten. Das gilt besonders für die Astern und auch die Einjährigen. Schließlich sollen die Rosen luftig stehen und nicht von den Begleitern bedrängt werden.

Das Rasenstück in ein Rosen- und Staudenbeet umzugestalten, haben wir nicht bereut. Zwar macht dieses neue Beet mehr Arbeit, als wenn nur Rasen gemäht werden muss, aber wir haben auch mehr Freude daran, die Pflanzen wachsen und blühen zu sehen.

Auf unserem Sandboden müssen wir Geduld haben. Die Rosen brauchen etwas länger, um sich zu kräftigen Büschen zu entwickeln. Aber die gepflanzten Sorten machen gute Fortschritte. Ein positiver, aber wichtiger Nebeneffekt: Die Blütenfülle lockt vermehrt Insekten und Vögel an. Nachbars Honigbienen sind gern gesehene Gäste in unserem Garten.

Anne Hentschke im Juli 2017
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Mitte Juni 2017


Unser Buchenbeet im Jahreslauf

Am 17. Januar 2016 hat Anne Hentschke im Rosenfreundeskreis Hannover einen Kurzvortrag über Beobachtungen in ihrem Garten während des Jahres 2015 gehalten. Hier ist dieser Vortrag in Bildern und Worten dokumentiert.

Ein Zitat vorweg:

„Einmal in seinem Leben sollte ein Mensch sich mit seinem ganzen Wesen auf ein Stück vertrauter Erde konzentrieren. Er sollte sich einer Landschaft, die er kennt, ganz hingeben, sie aus so vielen Blickwinkeln betrachten, wie es ihm möglich ist, über sie staunen und bei ihr verweilen…“

So hat es N. Scott Momaday geschrieben, einer der bekanntesten indianischen Autoren. Und so hat es Anne Hentschke gemacht.

Anne Hentschke im Januar 2016 (Text oben: Hartmut Brinkmann)
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Der wilde Garten

Gedeihen Wildrosen und andere Früchte tragende Gehölze auch auf einem besonders mageren Sandboden am Waldrand? Welche Gehölze und Stauden muss man pflanzen, um viele Vögel, Insekten und Kleintiere wie z. B. Eidechsen, Blindschleichen, Ringelnattern, Kröten und Frösche in den Garten zu bekommen? Meine Frau und ich, wir stellten uns diese Fragen, nachdem ein Wirbelsturm am 29. Juni 1997 hinter unserem Grundstück alle Bäume auf einer Breite von 300 Metern und einer Tiefe von 200 Metern gefällt hatte. Wir pachteten 500 Quadratmeter der verwüsteten Fläche und schmiedeten eifrig Gestaltungspläne. Bei den Aufräumarbeiten blieben Strauchwerk und Astmaterial übrig, sodass wir uns zum Bau einer Benjeshecke entschlossen. Wir schichteten dicke und dünne Äste sowie Strauchmaterial an der Grundstücksgrenze entlang bis auf eine Höhe von 1,50 Meter. Vögel nisten sehr gerne in einer solchen Hecke, und auch andere Tiere suchen Unterschlupf. Samen der verschiedenen Gehölze und Stauden werden durch den Wind und Vögel in die Hecke getragen. Dadurch entwickeln sich im Laufe der Jahre Heckenpflanzen, und es entsteht eine neue lebende Hecke, die ökologisch wertvoll ist. Sie ist nach dem niedersächsischen Landschaftsgärtner Hermann Benjes benannt.
Vorher wurde zum Schutz vor Rehen und gefräßigen Wildschweinen ein 1,60 Meter hoher Wildzaun um das Pachtland gezogen. Ein Wildbienenhotel mit Igelwohnung im Untergeschoss entstand. Fledermaus- und Nistkästen wurden aufgehängt. Als Unterschlupf für diverse Tiere schichteten wir Äste zu einem Haufen auf.
Danach begannen die Pflanzarbeiten. Mit den großen Gehölzen wie Felsenbirnen, Ebereschen, Schneeball, Faulbaum, Pfaffenhütchen, Holunder, Wildkirsche, Eiben und Wacholder machten wir den Anfang. Viele Wildrosen sowie Stauden folgten. Ein kleiner Arbeitsplatz mit Regenwasser-Fässern, aufgeschichteten Mauersteinen und ein Komposthaufen entstanden. Vor dreizehn Jahren bekamen wir einen Mammutbaum von einem Freund aus Hannover geschenkt. Dieser Sämling stammt aus den Mammutbaumwäldern westlich von San Francisco. Heute nun im Jahr 2015 ist der Mammutbaum acht Meter hoch. Der gesamte Wildgarten hat sich sehr gut entwickelt.
Nicht nur in der Blütezeit, sondern auch mit Hagebuttenschmuck sind die schönsten Wildrosen bei uns: Rosa x ´Andersonii´, R. marginata, R. mollis, R. multiflora adenocheta, R. pendulina ´Bourgogne´, R. rubiginosa, R. glauca, R. gallica ´Splendens. Fingerhut, verschiedene Gräser, Waldaster, Walderdbeeren und Akeleien sind gute Begleiter der Rosen. Alles darf ungehindert wachsen. Wir greifen möglichst wenig pflegerisch ein. Auch die Tiere fühlen sich hier sehr wohl, denn das große Pflanzenangebot lockt.
Wir meinen: Ein wilder Garten ist eine Oase für Mensch und Tier.

Eberhard Hentschke im Februar 2015
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Eingang zum Wildrosengarten


Paul's Himalayan Musk Rambler


Ein Rosengarten am Waldrand

Wer sagt denn, dass auf Sandboden keine Rosen wachsen?

Unser Grundstück liegt im Urstromtal der Aller und ist mit Sandboden reich gesegnet.

Wir wollten es wissen und pflanzten vor ca. 30 Jahren die ersten Rosen. Es blieb nicht aus, dass wir Fehlkäufe tätigten, denn unser Wissen um die Rosen war sehr gering.
So waren die s. g. Englischen Rosen auch schon bald wieder aus unserem Garten verschwunden, weil sie mit unserem Boden nicht zufrieden waren und kalte Winter die schwächlichen Pflanzen eingehen ließen.
Ein Glücksfall war, dass wir die Rosenfreunde kennen lernten. Hier konnten wir unsere Kenntnisse erweitern.
Es dauerte einige Jahre, bis sich zeigte, welche Rosen auf Sandboden wachsen und welche nicht.
Eine unserer Hauptarbeiten war und ist die Bodenverbesserung. Also wird kompostiert und gemulcht. Bentonit-Zusätze sollen das Wasser und die Nährstoffe länger im Boden halten.

Nach und nach entstanden unterschiedliche Gartenbereiche. Im Sonnenbeet stehen Rosen, die spät anfangen zu blühen und auch im Spätsommer zur 2. Blüte viel Sonne brauchen. Die Begleitpflanzen sind auch alle sonnenhungrig.
 
Weiter hinten zum Wald wird es schattiger und für Rosen schwieriger. Die Alba-Rose ´Blush-Hip´ kommt hier noch gut zurecht.
Unter einer großen Rotbuche wachsen unterschiedliche Hostas, Farne, Helleborus und   Bodendecker.
Rasenflächen und -wege verbinden die Gartenräume.

Hinter dem eigentlichen Garten schließt sich unser Wildrosengarten an. Ca. 50 verschiedene Wildrosen und Wildrosenhybriden sowie andere Wildgehölze sind eine Oase für die Tierwelt. Die Hagebutten der Rosen und die Früchte der übrigen Gehölze werden von den Tieren gerne als Nahrungsquelle genutzt . Unser Bestreben ist es seit vielen Jahren, ohne chemische Spritzmittel den Garten gesund zu halten.

Viele der Alten Rosen haben sich bei uns bewährt. Und bei den neueren Züchtungen gibt es inzwischen  auch immer mehr gesunde Rosen.

Unser Experiment ist gelungen: Die richtigen Rosen wachsen auch auf Sandboden.

Anne und Eberhard Hentschke
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´Excelsa´ und ´Snowflake´


R.´californica plena´


Gartenhof als grünes Wohnzimmer

Wir wohnen am südwestlichen Stadtrand von Hannover. Unser Grundstück mit einem Gartenhofbungalow ist 279 Quadratmeter groß, 80 Quadratmeter entfallen auf den Innenhof und 30 Quadratmeter auf den Vorgarten.

Nachdem wir keine Sandkiste mehr benötigten und die 1971 gepflanzten Gehölze und Stauden vergreist waren, haben wir uns 1995 zu einer Umgestaltung des Gartens entschlossen. Anregungen bekamen wir durch Gartenbesuche im Rahmen der Offenen Pforte, durch Rosenfreunde und auch durch Veranstaltungen bei der Volkshochschule.

Weil der Gartenhof unser grünes Wohnzimmer ist, sollte zu jeder Jahreszeit etwas blühen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Begrünung des dunklen Holzzaunes mit Clematis viticella in unterschiedlichen Farben und verschiedenen Blütezeiten. Eine geschwungene Terrasse und geschwungene Beete heben die formale Strenge des Hauses auf.

Blaue, violette und rosa Farbtöne sind bei den Blüten vorrangig. Der Hausbaum, eine kugelförmige Catalpa, ist in die Diagonale gepflanzt, um eine optische Vergrößerung des Gartens zu erreichen. Formgebende Gehölze sind außerdem säulenförmig geschnittene Thujen in unterschiedlichen Höhen, Kugelbuchsbäume in verschiedenen Größen und eine kugelförmig geschnittene rotblättrige Berberitze.

Am Springbrunnen steht eine hochstämmige ´Super Excelsa´, als Pendant am Westgiebel im Innenhof eine ´Super Excelsa´ als Kletterrose mit Clematis viticella ´Etoile Violette´ kombiniert. Ab Anfang Juni sind vier Beetrosen ´Bonica 82´ mit einer Vorpflanzung von blau-violetten Salvia ´Ostfriesland´ und Geranium ´Ballerina´ ein Hingucker. Im Hintergrund am Zaun blühen hellblaue Clematis ´Perle d`Azur´ und ´Betty Corning´.

Die Blütezeit fängt im Januar mit der gelb blühenden Hamamelis und Schneeglöckchen an und endet im Dezember mit den letzten Rosendolden.


Elisabeth und Klaus Kasulke, Februar 2012
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´Super Excelsa´


´Cornus Kousa´


Hof Krömer 

Der Garten ist 5.000 Quadratmeter groß und umschließt ein niedersächsisches Bauernhaus mit einem Bachlauf und einem Teich. Ein Senkgarten und ein kleiner Wasserfall sind mit Sandstein gestaltet. Im Rosengarten sind mehr als 100 verschiedene Strauch- und Kletterrosen zu bewundern. Sie wachsen an Rosenbögen, an Bäumen und umranken Sitzplätze. Terrassen sind mit Aurikeln, Päonien, Allium und Hochstamm-Rosen bepflanzt.

Margret Krömer, November 2015

Besuch im Rosengarten in Nordsehl: Der Weg hat sich gelohnt…

Im Juni 2016 besuchten wir den Garten unserer Rosenfreundin Margret Krömer in 31717 Nordsehl. Schon am Eingang wurden wir von einer Blütenfülle empfangen. Rambler, die ganze Baumkronen bedecken, zogen unsere Blicke auf sich.

Der Garten ist riesig. Wege durchziehen das Gelände. Rechts und links stehen Rosensträucher, davon sehr viele Historische Rosen, alles unterpflanzt mit Stauden. Der Boden ist lehmig. Man sieht es den Rosen an, dass sie sich wohl fühlen. Ein großer Teich in einer Senke, umpflanzt mit Stauden und Gehölzen, bereichert den Garten. Ein Wasserfall plätschert und vermittelt bei großer Hitze ein Gefühl von Frische.

In diesem Garten möchte man Stunden verbringen. So viel gibt es zu sehen, und zwischendurch nimmt man Platz auf einer der vielen Sitzgelegenheiten.

Man kann Rosenfreunden nur empfehlen, beim jährlichen Tag der „Offenen Pforte“  diesen Garten zu besuchen. Danken möchten wir Margret Krömer, dass sie sich Zeit genommen hat, uns ihren Garten, der ihr sehr am Herzen liegt, ausgiebig zu zeigen.

Eberhard und Anne Hentschke, Juni 2016

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'Bajazzo'


Unser Rosengarten in Haldensleben, Neuer Weg 31

Die schwierige Ausgangssituation für unseren Hausgarten war ein durch Baufahrzeuge verfestigter Untergrund ohne Mutterboden. Mit Spitzhacke, Tiefenpflug und sogar Boschhammer musste der Untergrund gelockert werden, Schwerstarbeit für den Hausherren. Zwei große Kipper mit Bördeboden wurden aufgebracht. Nun konnte die Bepflanzung beginnen.

Die Gestaltungsidee für den Vorgarten ist ein Heidegarten ohne Heide. Hier wachsen sehr gesunde einfach blühende Strauchrosen wie ´Smarty´, ´Windrose´ und ´Angela´. Bärenfellschwingel, Blauschwingel, Silberwurz, Teppichschleierkraut und niedrige Glockenblumen bedecken den Boden. Zwei Findlinge, eine Säuleneibe (ersatzweise für Wachholder) sowie wenige höhere Stauden vervollständigen den Heidecharakter. Als Hausbaum wurde eine schwedische Mehlbeere gepflanzt. Die Kletterrose ´Bobbie James´ an der Hausfassade ergänzt das naturnahe Gartenbild.

Der anschließende Gartenbereich ist durch einen geschwungenen Rundweg gegliedert. Vom Vorgarten bis zu einem Rosenbogen über dem Rundweg stehen vorwiegend moderne, einfach blühende Strauchrosen wie zum Beispiel ´Pretty Snow´, ´Schubert´, ´Ghislaine de Féligonde´ und ´Celina´ in lockerer Verbindung mit Bodendeckern und Stauden. Salbei in verschiedenen Sorten ist meine liebste Begleitstaude für Rosen.

Hinter dem Rosenbogen, der mit der Rosensorte ´Manita´ bepflanzt ist, ändert sich der Charakter des Gartens. Nun folgen historische Rosen wie zum Beispiel Rosa gallica ´Versicolor´, ´Tuscany´ und ´Mme Hardy´. Eine Bank in dieser Gartenecke ist besonders während der Rosenblüte ein romantischer Sitzplatz. Eine weidenblättrige Birne hat sich in 15 Jahren zu einem charaktervollen Gehölz entwickelt. Sie verbreitet allerdings immer mehr Schatten, der meinen Rosen nicht gut tut.

Die Rabatte zwischen Weg und Gartengrenze ist mit Stauden und weiteren Rosen bepflanzt. Hier blühen an säulenförmigen Kletterhilfen auch die Kletterrosen ´Minnehaha´, ´Guirlande d’Amour´ und ´Sourire d’Orchidée´. Eiben und andere immergrüne Gehölze, sowie Blütensträucher sollten als frei wachsende Hecke das Grundstück begrenzen. Zurzeit wird die Bepflanzung jedoch nach und nach zu einer geschnittenen Hecke umgestaltet, weil die Wuchskraft der Gehölze falsch eingeschätzt wurde.

Der Mittelteil des Gartens ist ruhiger gestaltet. Auf Thymianflächen stehen einzelne Strauchrosen. Bei dieser Gestaltungsidee stand der Garten von Familie Vemmer Pate. Auf Rasen habe ich ganz verzichtet.

Eine erhöhte Ebene des Gartens ist die Terrasse, die sich über zwei Seiten des Hauses erstreckt. Um die Terrasse in den Garten einzubinden und den Eindruck eines Feldherrenhügels zu vermeiden, wurden als Begrenzung Pflanzflächen für größere Gehölze angelegt. Hier stehen Felsenbirne, Kurilenkirsche, Säulenwacholder und Bergkiefer. Kleinstrauchrosen, aufrecht stehend oder überhängend und die als Kletterrose aufgebundene Rose ´Heidekönigin´ vervollständigen die Pflanzung. Der Höhenunterschied zum Garten wird über stufenförmig gesetzte Trockenmauern aus rotem Sandstein abgefangen. So entstanden noch Pflanzplätze für Steingartenpflanzen und die bodendeckenden Kleinstrauchrosen ´Sternenflor´,´Heideröschen´ und ´Snow Carpet´.

Eine Buchenhecke schließt den Rosengarten ab. Dahinter befinden sich die notwendigen Wirtschaftsflächen.

Brigitte und Dr. Jürgen Nebel
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Gartenansicht


Im Frühling


Rose Westzeit


Garten Renate und Hans Panskus


Bei einem Besuch konnte ich diesen farbenprächtigen Garten bewundern. Weil fast keine Bäume das Sonnenlicht zurückhalten, gedeihen hier die Stauden und Rosen bestens. Die Gartenfreundin versteht es, die Stauden geschickt mit den Rosen zu kombinieren und auch die Farben gezielt einzusetzen. Sitzplätze laden zum gemütlichen Verweilen ein und manche liebevolle Dekoration macht den Garten wohnlich.

Anne Hentschke im Juni 2009
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´Herzogin Friderike´


Blick in den Garten


Gartenbeschreibung Familie Peters

Unser Grundstück, das wir vor fast 40 Jahren als Wiese gekauft haben, liegt am südöstlichen Stadtrand von Celle im Ortsteil Altencelle-Burg. Hinter uns gibt es nur noch Wiesen, Felder und kleine Wäldchen.

Anfangs hatten wir im Garten überwiegend Rasenflächen, einen kleinen Gemüsegarten und Rhododendren, denn die wachsen auf unserem sehr sandigen und leicht anmoorigen Boden sehr gut. Im Laufe der Jahre haben wir den Boden mit viel Kompost und Tonmineralien (mit Hilfe unserer Katzen, denn Katzenstreu ist das mit Abstand billigste Tonmineral) soweit verbessert, dass nun auch die meisten Rosen gut gedeihen.

Jetzt ist unser Garten ein recht formaler Garten, der stark gegliedert ist durch viele Buchshecken, die dem Garten auch im Winter eine gewisse Struktur verleihen und wodurch viele kleine Gartenräume entstanden sind.

Unter den ca. 100 verschiedenen Rosensorten und –arten ist eigentlich alles vertreten. Wir haben historische Strauch- und Kletterrosen, aber auch Beet-, Edel- und Kleinstrauchrosen. Zur Rosenblüte dominieren im Garten zwei alte Birnbäume, die bereits im Garten standen und jetzt bis zur Spitze von den Ramblern 'Lykkefund' und 'Félicité et Perpétue' erobert worden sind. Ein Gartenhäuschen ist überwuchert von der R. filipes 'Kiftsgate'. die im Herbst einen fantastischen Hagebuttenschmuck zeigt.

Neben Rosen der bekannten Züchter Kordes, Tantau, Noack, Austin und Lens sind Rosen der Liebhaberzüchter Wänninger ('Nachsommer'), Sievers ('Crimson Blush', 'Northern Yellow') und unseres Freundes Georg Mander aus Vancouver, Kanada, ('Glowing Amber', 'Ingrid') unser besonderer Stolz. Dazu kommen noch die japanischen Rosen 'Nozomi' und 'Rose Fukuyama' zur Erinnerung an unsere japanischen Rosenfreunde.

Einige unserer Rosen sind Ableger von Rosen aus den Gärten unserer Kindheit ('New Dawn', R. alba 'Maxima', R. centifolia "Großvaterrose"), zu denen wir natürliche ein besonderes Verhältnis haben.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes wachsendes Problem sind die hohen Bäume in der Nachbarschaft, die eigentlich in Parks oder Wälder gehören und nicht in Hausgärten. Einige Bereiche unseres Gartens bekommen bereits soviel Schatten ab, sodass wir häufig Rosen umpflanzen und es an diesen Stellen mit halbschatten-verträglichen Rosen versuchen.

Familie Peters
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R.´American Pillar´


Blick in den Garten


Der Rosengarten von Ulrike Schnabel

Der ca. 4000 Quadratmeter große naturnahe Garten ist vielfältig bepflanzt mit allem, was robust ist und sich dem zur Staunässe neigenden Boden anpasst.

Heimische, fruchttragende Gehölze, die als Vogelschutzhecke dienen, Rosen in vielen Variationen, Feuchtbiotope, Obstgehölze und Stauden tragen zur Vielfalt bei.

Wildpflanzen und Areale, die sich selbst überlassen bleiben, dienen als ökologische Nische und locken zahlreiche Insekten und Vögel an. So ist der Garten erlebnisreich und das Arbeiten in ihm voller Überraschungen.

Ulrike Schnabel
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Gartenansicht


´Alexandre Girault´


Garten Heidemarie und Siegfried Schrader

Wer diesen Garten zur Rosenblüte besucht, wird vom köstlichsten Rosenduft umfangen . Die verschiedenen historischen Rosen blühen um die Wette. Es ist eine einzige Pracht. Der Garten ist nicht sehr groß, ca.650 qm, und man ist erstaunt, wie viel Rosen und Stauden das Ehepaar Schrader gepflanzt hat. Alles wurde sehr überlegt und liebevoll arrangiert.

Auf schmalen, gemulchten Wegen durchstreift man den Garten und ist den Rosenblüten ganz nahe, um den Duft zu genießen. Sitzplätze an besonders schönen Gartenecken laden zum Entspannen ein. Und immer wieder entdeckt man etwas Neues. Überhaupt hat die Gärtnerin eine Vorliebe und auch das Geschick für das Dekorieren. Man sieht es bis in den hintersten Winkel des Gartens. Aber niemals wirkt es aufdringlich.
Ein Garten für die Sinne!

Besucht von Anne Hentschke im Juni 2009
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Gartenansicht



Momentaufnahme: Mein Garten im Juli 2017

Die erste Rosenblüte ist vorüber, und die meisten unserer öfterblühenden Rosen treiben munter aus. Einige Knospen sind bereits zu sehen.

Keine Rose steht mit nackten Beinen da. So nennen wir Rosenfreunde liebevoll unbelaubte Rosenstängel.

Frau `Eva Schubert`, `Stanwell Perpetual` und `Verdi‘ haben noch immer Blüten, sie stehen auf unserer Wiese.

`Maidens Blush` wurde in diesem Jahr stark zurückgeschnitten. Sie hatte es bitternötig; denn viele abgestorbene Zweige boten nach der Blüte keinen schönen Anblick. Den nun entstandenen kahlen Fleck, ebenfalls auf der Wiese, schmückt ein Blumenbeet aus der Samentüte. Vor dem Gerätehaus trägt der Bronzefenchel zarte gelbe Blütendolden.

Mein Ziergarten liegt etwas erhöht. Hier, unter Blasenstrauch, Perückenstrauch und Vogelbeerbaum, habe ich im Herbst des Vorjahres ein kleines Schattenbeet angelegt. Viele Singvögel laben sich an den roten Früchten des Vogelbeerbaumes. An der Sonnenseite dieses Beetes blühen Verbena bonariensis. Sie haben sich diesen Platz selbst ausgesucht. Von einem winzigen Inselbeet leuchten sanft die roten Blüten eines Spierstrauches.

Der Zierapfel `Red sentinal`, schon mit grünen Äpfelchen, steht auf einem weiteren Inselbeet. Darunter, immer noch blühend, die Lensrose `Alden Biesen`. Sie blüht in Dolden; ihre Blütenblätter, von altmodischem Rosa, vergrünen im Vergehen. Dieses Farbspiel finde ich sehr reizvoll. Dazu passen sehr gut die aprikotfarbenen und weinroten Taglilien. Die Taglilien blühen in diesem Jahr lang anhaltend und reich. Zwei Staudenclematis `Durandii` zeigen seit dem Frühjahr unermüdlich ihre blauen Blüten. Dazwischen gucken die roten Knopfblüten des Staudenknöterichs aus dem Grün.

An einem seitlichen Beet zur Eibenhecke hangelt sich die Clematis `Princess Diana` empor, sie trägt rote Glöckchen.

Blühende Hortensien sollen das Gartenbild in der Rosenblühpause mitbestimmen. Hortensie `Annabelle` ist durch Wind und Regen etwas durcheinander geraten. Die Rispenhortensien stehen straff aufrecht.

Die Staude `Entenschnabel-Schneefelberich` finde ich von der Gestalt und Namensgebung sehr lustig. Am liebsten würde ich über der entenschnabelförmigen Blüte einen roten Haarschopf platzieren. Der Felberich blüht mit der Cimicifuga um die Wette. Auf der Kugeldistel tummeln sich Insekten und Schmetterlinge. Weitere Stauden werden bald blühen, im Moment dürfen sie noch in sich ruhen.

Das sind die prägnantesten Eindrücke aus meiner kleinen Gartenwelt im Juli 2017.

Elvira Schwipper im Juli 2017
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Lensrose 'Verdi'


Alba Meidiland und ihre wundersame Vermehrungl

Nun entspringt dem Nichts die Rose,
Um den Lenz im Hain zu grüßen,
Und des Veilchens Haupt, voll Ehrfurcht,
Legt sich zu der Rose Füßen. ...
Hafis

Im Herbst 1998 wollten wir unseren Vorgarten umgestalten, natürlich mit Rosen. Da die dort schon vorhandenen Strauchrosen ´Fragezeichen´, ´Violacea´ ‚´Königin von Dänemark´ und ´Louise Odier´ überwiegend rosa und zum Teil nur einmal blühend waren, sollten die neuen öfter blühende, weiße Kleinstrauchrosen sein.

Nun wurden Kataloge gewälzt – und, da mein Mann mir freie Hand ließ, fiel meine Wahl schließlich nach langem Überlegen auf ´Alba Meidiland’, Züchter Mailland (F) 1987. Das war eine gute Wahl, denn die Rose ist – bis auf den fehlenden Duft – vollkommen. Sie hat kleines, glänzendes und zu den kleinen Blüten passendes Laub, ist etwas später, aber dann nicht nur öfter-, sondern dauerblühend und weitgehend gesund, bisher hatte sie nur in einem Sommer leichten Mehltau. Zum Herbst hin werden die Blüten etwas rosa. Man muß die verblühten Zweige abschneiden, aber auch wenn man das nicht macht, blüht sie munter weiter und die vertrockneten Blüten fallen nach einiger Zeit ab.

In dem Katalog der Firma Strobel war als Wuchshöhe für die ´Alba Meidiland´ 60 – 70 cm und als Pflanzenbedarf pro qm 3 – 4 Stück angegeben. In unserem Garten hat ein qm 100 x 100 cm, bei den Züchtern muß es wohl ein bisschen mehr sein, aber das wussten wir damals noch nicht so genau. Wir bestellten also 6 Rosen ´Alba Meidiland´, wurzelecht. Die Rosen wurden mit viel Liebe und einer Handvoll Hornspäne (wie wir es bei Frau Grimm gelernt hatten) an einem schmalen Plattenweg entlang gepflanzt. Jede Rose hatte für sich etwa einen qm zur Verfügung und war ungefähr 60 cm vom Plattenweg entfernt. Nun sollten sie wachsen und gedeihen. Und das taten sie. Sie fühlten sich auf unserem Sandboden sichtlich wohl.

Im ersten Jahr nach der Pflanzung konnten wir den Plattenweg noch gut von einem Ende zum anderen begehen, aber im nächsten war es schon so mühsam, dass wir etwas unternehmen mussten, allein mit Rückschnitt (der bei uns damals noch sehr zögerlich ausfiel) war das nicht zu machen. Also wurde eine Rose verschenkt, eine in den Garten hinter dem Haus verpflanzt und die vier übrigen im Vorgarten, soweit es möglich war, vom Plattenweg weg versetzt.

Aber wir hatten ja wurzelechte Rosen gepflanzt und so konnten wir im Frühjahr 2002 zwei Rosen auf das Grab meiner Eltern pflanzen und drei an Nachbarn verschenken. Zwei Rosen bekamen von meinem Mann Rankgerüste geschmiedet und waren jetzt Kletterrosen mit 3 –4 m langen Trieben.

Im März 2003 fand der alljährliche praktische Rosenschnitt der Hannoverschen Rosenfreunde in unserem Garten statt. Es waren viele Interessierte gekommen, um Frau Uter, die im Garten hinter dem Haus und Frau Vemmer, die im Vorgarten ihr Können zeigten, zuzuschauen und zu lernen. Als ein Rosenfreund unter Frau Vemmers Anleitung die erste ´Alba Meideland’ auf 15 bis 20 cm zurückschnitt, fanden das alle sehr mutig, waren aber damit einverstanden .Bei dem zweiten Strauch griff Frau Vemmer selbst zur Schere und kürzte die Triebe auf 10 – 15 cm , da merkte ich, dass die meisten Zuschauer die Luft angehalten hatten. Aber als Frau Vemmer (sie hatte mit raschem Kennerblick erkannt, dass in der Nähe ein kräftiger Ausläufer wuchs) bei der dritten Rose die Säge ergriff und den Strauch ratzekahl 1 cm unter der Erdoberfläche absägte, stöhnten alle zuschauenden Rosenfreunde erschrocken auf, das hatten sie noch nicht gesehen. Ich auch nicht.

Aber ich hatte zu Frau Vemmer großes Vertrauen und das war berechtigt, denn die Rose begann nach einigen Wochen wieder auszutreiben und blühte im Sommer zwar etwas später aber doch sehr schön.

Inzwischen sind noch weitere 5 Rosen an Nachbarn oder Rosenfreunde verschenkt worden, eine habe ich auf das Grab meines 2005 verstorbenen Mannes gepflanzt. Aber im Seidelschen Vorgarten wachsen und gedeihen immer noch vier kräftige ´Alba Meidiland´ ‚ und ich muss sie, um ungehindert auf dem Plattenweg gehen zu können, jedes Jahr kräftig zurückschneiden, allerdings nehme ich dazu doch lieber die Schere.

Adelgunde Seidel
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Alba Meidiland


Alba Meidiland


Der Garten von Eilike und Herward Vemmer

"Ein Garten war der Wohnsitz unserer Ureltern vor dem Sündenfall. Deshalb ist es nur natürlich, daß er die Seele mit Ruhe und Gelassenheit erfüllt." (Joseph Addison, 1672-1719)

Unser Rosen-Enkelkind Fenja meint, das Paradies müsse wie unser Garten ausgesehen haben. Selbst zwei alte Apfelbäume wachsen darin, von denen sie die Früchte des Lebens und der Erkenntnis pflücken kann. Uns dienen die wenigen Bäume im Garten als Kletterhilfe für Ramblerrosen wie 'Bobbie James', 'Paul's Himalayan Musk Rambler', 'Toby Tristam', 'Pleine de Grâce', 'Rosemary Foster' und andere.

Typisch für unseren Garten sind Thymianflächen, auch andere Bodendeckerstauden, auf denen große und kleine Strauchrosen frei wachsen. Dazu gibt es meist sommerblühende Kletterrosen an den unterschiedlichsten Rankgerüsten. Wildrosenkreuzungen wie z.B. R. californica plena, 'Pink Mysterie', 'Stanwell Perpetual' und 'Paula Vapelle', Kleinstrauch-rosen wie 'Pink Swany', 'Gärtnerfreude', Meidiland-Rosen, Moschatahybriden wie 'Queen of the Musk', 'Plaisanterie', 'Belinda', 'Jean Stephenne', 'Guirlande d'Amour' und viele, viele andere begeistern uns. Eine Besonderheit sind die Rosen der belgischen Züchter Louis Lens und Ann Velle. Jede unserer Rosen ist beschriftet.

In 35 Jahren hat sich unser Garten aus einem kleinen Gemüse- und Spielgarten von 895 m² zu einem fast reinen Rosengarten von über 5 000 m² entwickelt. Als junger Mensch wünschte ich mir ein Haus voller Kinder und einen Rosengarten voller samtig dunkelroter Edelrosen. Alma de l'Aigle's Spruch traf und trift immer auf uns zu: "Garten und Kinder sind es, für die es sich lohnt zu leben." Inzwischen spielen ab und zu die Enkel in Haus und Garten und statt der anfänglichen Edelrosen wachsen eher Rosen mit einfachen oder mit vielen kleinen Blüten bei uns.

Unser Garten westlich von Braunschweig hat mageren Boden - rundherum war und ist Kiesabbau. Unsere Rosen mögen es offensichtlich und ebenso der Thymian, der nur auf leichtem Boden in voller Sonne gedeiht. Wir spritzen weder Fungizide noch Insektizide noch Pflanzenstärkungsmittel oder sonst etwas. Gegen unerwünschte Insekten helfen uns die Vögel, Marienkäfer und Schwebfliegen, gegen Pilzkrankheiten wehren wir uns durch Auswahl widerstandsfähiger Sorten, durch möglichst richtigen Standort und durch Schnitt. Winterschäden, besonders die Spätfröste im Frühjahr sind ein Problem. Auch da lernen wir immer mehr, zwischen für unsere Gegend geeigneten und empfindlicheren Sorten zu unterscheiden.

Die Anlage des Gartens und die Gestaltung, der Bau der Rankgerüste, die Kletterrosen, alle schwere Arbeit macht mein Mann, daneben den inzwischen kleinen Gemüsegarten, Neupflanzungen, Unkrautbeseitigung und vieles mehr. Ich schneide wochenlang im Frühjahr die Strauchrosen und krieche hinter dem Unkraut her, das immer schneller ist! Unser Garten ist naturnah gestaltet und gefällt nicht nur uns, sondern Vögeln, Insekten, Igeln ...

Kommentare der Gartenbesucher: "Sie haben ja nur Heckenrosen!" (ältere Rosenfreundin). "Das ist der verrückteste Garten, den ich je gesehen habe!" (Gartenarchitekt). "Sie leben in einem Paradies!" (Dame von der Caritas, evangelische Pastorin und zwei Zeugen Jehovas). "Die Rosen sind ja schön, aber man braucht auch einen Spaten!" (älterer Gärtner, der damit ausdrücken wollte, daß Arbeit auch dazu gehört). "Der riesige Garten und die viele Arbeit! Wie wollen Sie denn im Alter damit fertig werden?" (viele Besucher, die weniger leidenschaftliche Gärtner als mein Mann oder Rosennarren wie ich sind).

Das Alter ist wohl schon da, fertig werden wir auch nie, aber die Freude bleibt an Rosen und Garten und Arbeit und allem, was sonst dazu gehört.

Eilike und Herward Vemmer
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Sibelius und Nepeta Walkers Low

 
Blick in den Garten


Reihenhausgarten in Kassel von Ruth und Jürgen Weiß

Vor 30 Jahren kauften wir das Reiheneckhaus, dass mit einem Unterstellplatz für das Auto, einem Gartenhaus für Fahrräder und Geräte und zwei Terrassen ca. 360 qm Fläche hat. Die Himmelsrichtungen Ost – Süd und West mit Blick auf den Herkules hatten es uns unter anderem angetan.

Im Laufe der Jahre hat sich die Gestaltung des Gartens öfter gewandelt. 1995 brachte ein Urlaub an der Nordsee durch den Meldorfer Rosengarten die große Wende:
Die Rosenlust hatte mich eingeholt. So wurde im Laufe der Jahre unser kleiner Garten ein über und über blühendes und duftendes Fleckchen Erde. Mit ca. 50 unterschiedlichen Rosen von einmal bis öfter blühend ist so ein kleiner Garten mitten in der Stadt Kassel für Vögel und Insekten ein beliebtes Anflugziel. Einige Rosen schauen über den Gartenzaun zur Freude der Fußgänger, was man am Tag später an den fehlenden gemopsten Blüten feststellt. Nachbars Katzen spazieren sehr gern durch den Zaun und liebäugeln mit den Meisen, die hier jedes Frühjahr ihre Jungen ausbrüten.

1985 wurde ein Teich vor der Terrasse, wo vorher die Kinder im Sandkasten spielten, mit Moderlieschen, Stichlingen und Seerosen angelegt, der trotz der sonnigen Lage fast immer klares Wasser hat. Durch die Südseite – mit einer aus altem Bestand noch stehenden Coloradotanne, in der es sich ’Venusta Pendula’ bequem macht, trocknet die Erde im Sommer schnell aus. Da ich für Alte Rosen schwärme, sind es die edlen dunklen Samtenen, deren Blütenblätter leider schnell verbrennen. Auch die Wintersonne macht den Rosentrieben zu schaffen, sodass einige Rosensträucher sehr guten Winterschutz brauchen. Im Laufe der Jahre mussten hin und wieder nicht geeignete Sorten gegen robustere ausgetaucht werden.

Ein Eckchen für Kräuter und Tomaten ist noch vorhanden – dahin dürfen keine Rosen gepflanzt werden. Eine kleine Sammlung von Hosta steht in Töpfen; Sommerblüher und Hortensien sollen auch erwähnt werden, die Gemütlichkeit und Farbe auf die beiden Terrassen bringen.

Sicher wird sich unser Gärtchen im Laufe der nächsten Jahre nicht mehr groß verändern. Wir haben unseren Gartenstil gefunden. Wer Lust hat, mal vorbei zu schauen, ist herzlich willkommen!

Ruth und Jürgen Weiß
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Garten Westerhagen

Der Garten ist ca.500 qm groß. Dazu kommt eine Terrasse von ca. 50 qm. Einen Schwerpunkt gestalterischer Art gibt es bei uns nicht.

Der Garten ist im Sommer das 2. Wohnzimmer. Wir freuen uns, wenn es so lange wie möglich blüht und schön grün ist.

Ulrike Westerhagen
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