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'Kompass' - eine neue Rose zum 40. Geburtstag
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Impressionen Februar 2016

Rosiges Kaffeegeschirr von der Großmutter

Fast jeder kennt sie, viele Menschen haben sie, eine Sammeltasse mit Rosenmotiv. Oft belächelt, als spießig oder kitschig abgetan, mal stolz beim Damenkränzchen auf der Kaffeetafel präsentiert. Ein Erbstück von Oma, die Sammeltasse mit Untertasse und Kuchenteller. Erfreut betrachten wir das ideenreiche Blütendekor mit der sorgfältig gemalten Rosenblüte. Einer Rosenblüte, die mit ihren vielen gewölbten Blütenblättern an eine R.centifolia erinnert.

              

              


Winterzeit ist auch die Zeit der inneren Einkehr. Die Kissen im gemütlichen Sessel werden zurecht gerückt, Rosenkataloge liegen auf unseren Knien und unsere Gartennotizbücher finden auch noch irgendwo in Reichweite ein Plätzchen.  Aus einer kostbaren, mit Rosendekor verzierten Tasse schnabulieren wir einen heißen Kakao mit Sahnehäubchen. So träumen  und planen wir für das kommende Gartenjahr.

Was für ein Genuss, welche Glücksmomente!

              

Auf dem Meißner-Porzellan soll die Moosrose dargestellt sein: Rosa x centifolia muscosa.

   

 

Die Echtheit eines Porzellans festzustellen ist sehr schwer und für den Laien nicht durchführbar. Auch die Porzellankunst wurde und wird durch Pseudo-Stile verfälscht.

Text: Elvira Schwipper
Fotos (10): Fritz Schwipper; Porzellan: Familie Schwipper

 


´ Zoé ´ - die Moosrose und das Porzellan von Rosenthal

Manche Rosen kommen zu uns, ob wir wollen oder nicht, und begleiten uns dann ein Leben lang. Die Moosrose ´Zoe´ war schon bei uns, als wir sie nicht kannten, nicht kennen konnten.  Porzellanschälchen von Rosenthal, ein Verlobungsgeschenk, trugen auf der Unterseite die Aufschrift „Moosrose“. Jahrzehnte später, als wir anfingen, es mit den Rosen zu haben, entdeckten wir das Kaffeegeschirr „Moosrose“ neu, und als wir es besaßen, wollten wir auch wissen, welche der zahlreichen in Sangerhausen lebenden und überlebenden Moosrosen auf diesem Porzellan zu sehen ist.

Im Unternehmen Rosenthal wusste es niemand mehr, der Zeichner dieses Motivs war längst gestorben, die Unterlagen verschollen. Der Journalist, zu dessen Berufskrankheiten das Nachforschen müssen gehört, gab nicht auf. Wenn es schon ein lebendes Rosenmuseum mit mehr als 7.000 Rosensorten gibt in Deutschland, dann müsste man doch dort in Sangerhausen eine gemalte Moosrose von Tasse und Teller identifizieren können. Hella Brumme im Europa-Rosarium konnte es. Die Blüten auf dem Dekor gehören zweifelsfrei zur Moosrose ´Zoe´, einer Historischen Rose. Die Blätter daran sind allerdings der freien Phantasie des Künstlers entsprungen; er hat sie so gezeichnet, wie sie ihm passend erschienen.

Ich habe ´Zoe´ in unseren Kleingarten gepflanzt. Wenn ich im Sommer einen Teller neben die Blüten halte, fällt der Vergleich eindeutig aus. Beim Kaffeetrinken, wenn wir für den Besuch das schöne Porzellan aus dem Schrank nehmen, haben wir immer eine kleine Geschichte zu erzählen, und ebenso, wenn im Sommer Besuch an unsere Moosrosen tritt und – mit Erfolg – an ihnen schnuppert.

Aus dem Buch „Der mit den Rosen spricht“ von Hartmut Brinkmann, KOSMOS-Verlag 2007


Moosrose von Rosenthal
Moosrose Rarität NDR 1 Radio Nieder-sachsen Rose

Foto links und rechts: Hartmut Brinkmann; Foto mitte: Hella Brumme


Weitere Impressionen können hier angeklickt werden

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Rosiges Kaffeegeschirr von der Großmutter

Fast jeder kennt sie, viele Menschen haben sie, eine Sammeltasse mit Rosenmotiv. Oft belächelt, als spießig oder kitschig abgetan, mal stolz beim Damenkränzchen auf der Kaffeetafel präsentiert. Ein Erbstück von Oma, die Sammeltasse mit Untertasse und Kuchenteller. Erfreut betrachten wir das ideenreiche Blütendekor mit der sorgfältig gemalten Rosenblüte. Einer Rosenblüte, die mit ihren vielen gewölbten Blütenblättern an eine R.centifolia erinnert.

              

              


Winterzeit ist auch die Zeit der inneren Einkehr. Die Kissen im gemütlichen Sessel werden zurecht gerückt, Rosenkataloge liegen auf unseren Knien und unsere Gartennotizbücher finden auch noch irgendwo in Reichweite ein Plätzchen.  Aus einer kostbaren, mit Rosendekor verzierten Tasse schnabulieren wir einen heißen Kakao mit Sahnehäubchen. So träumen  und planen wir für das kommende Gartenjahr.

Was für ein Genuss, welche Glücksmomente!

              

Auf dem Meißner-Porzellan soll die Moosrose dargestellt sein: Rosa x centifolia muscosa.

   

 

Die Echtheit eines Porzellans festzustellen ist sehr schwer und für den Laien nicht durchführbar. Auch die Porzellankunst wurde und wird durch Pseudo-Stile verfälscht.

Text: Elvira Schwipper
Fotos (10): Fritz Schwipper; Porzellan: Familie Schwipper

 


´ Zoé ´ - die Moosrose und das Porzellan von Rosenthal

Manche Rosen kommen zu uns, ob wir wollen oder nicht, und begleiten uns dann ein Leben lang. Die Moosrose ´Zoe´ war schon bei uns, als wir sie nicht kannten, nicht kennen konnten.  Porzellanschälchen von Rosenthal, ein Verlobungsgeschenk, trugen auf der Unterseite die Aufschrift „Moosrose“. Jahrzehnte später, als wir anfingen, es mit den Rosen zu haben, entdeckten wir das Kaffeegeschirr „Moosrose“ neu, und als wir es besaßen, wollten wir auch wissen, welche der zahlreichen in Sangerhausen lebenden und überlebenden Moosrosen auf diesem Porzellan zu sehen ist.

Im Unternehmen Rosenthal wusste es niemand mehr, der Zeichner dieses Motivs war längst gestorben, die Unterlagen verschollen. Der Journalist, zu dessen Berufskrankheiten das Nachforschen müssen gehört, gab nicht auf. Wenn es schon ein lebendes Rosenmuseum mit mehr als 7.000 Rosensorten gibt in Deutschland, dann müsste man doch dort in Sangerhausen eine gemalte Moosrose von Tasse und Teller identifizieren können. Hella Brumme im Europa-Rosarium konnte es. Die Blüten auf dem Dekor gehören zweifelsfrei zur Moosrose ´Zoe´, einer Historischen Rose. Die Blätter daran sind allerdings der freien Phantasie des Künstlers entsprungen; er hat sie so gezeichnet, wie sie ihm passend erschienen.

Ich habe ´Zoe´ in unseren Kleingarten gepflanzt. Wenn ich im Sommer einen Teller neben die Blüten halte, fällt der Vergleich eindeutig aus. Beim Kaffeetrinken, wenn wir für den Besuch das schöne Porzellan aus dem Schrank nehmen, haben wir immer eine kleine Geschichte zu erzählen, und ebenso, wenn im Sommer Besuch an unsere Moosrosen tritt und – mit Erfolg – an ihnen schnuppert.

Aus dem Buch „Der mit den Rosen spricht“ von Hartmut Brinkmann, KOSMOS-Verlag 2007


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Moosrose Rarität NDR 1 Radio Nieder-sachsen Rose

Foto links und rechts: Hartmut Brinkmann; Foto mitte: Hella Brumme


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