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'Kompass' - eine neue Rose zum 40. Geburtstag
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Impressionen November 2015

Rosengallen

An den Wildrosensträuchern beeindrucken neben den Hagebutten hin und wieder kleine behaarte runde Bälle. Sie sind grünlich bis rosa oder dunkelrot überhaucht: die Rosengallen. Im Volksmund werden sie auch Rosenäpfel genannt. Oft sieht man eine Galle allein, mal sind zwei Gallen aneinandergewachsen. Durch ihr freundliches Erscheinungsbild haben die Menschen sie mit allerlei Mythen und Märchen bedacht.

Text: Elvira Schwipper

  

Fotos (2): Dagmar Garbers

              

Fotos (6): Elvira Schwipper


An Wildrosen sehen wir manchmal runde, moosartige Gebilde, zuerst wie rötlich-grünes Moos, später wie eine braune, trockene Schwammkugel.

Früher wurden diese Moosgebilde "Schlafäpfel" oder "Bedegar" genannt. Man legte sie den Kindern unter die Kopfkissen, damit sie besser schliefen. Ob es wirklich etwas genützt hat?

Ursache dieser "Schlafäpfel" ist eine Rosengallwespe (Rhodites rosae), die dünne Zweige ansticht und ihre Eier hineinlegt. Die Rose reagiert mit moosartigen Wucherungen, in denen sich die Larven der Gallwespe entwickeln.

Was soll der Rosenfreund tun, wenn die Rosengallwespe in seinem Garten auftritt? Gar nichts, freuen Sie sich an den hübschen Gebilden!

In unserem großen Rosengarten mit verschiedenen Wildrosen und Wildrosenkreuzungen befällt die Rosengallwespe nur eine einzige Wildrose immer wieder. Es ist Rosa x micranthosepium, eine Kreuzung aus zwei einheimischen Wildrosen (Rosa agrestis und Rosa micrantha). Selbst an kleinen Sämlingen dieser Rose finden wir schon diese Mooskugeln. Andere Wildrosen wurden noch nie bei uns befallen. In der freien Landschaft sieht man die "Schlafäpfel" manchmal an Rosa canina, unserer heimischen Hundsrose.

Eine andere, weniger harmlose Gallwespe kann Wildrosen oder Wildrosen-Kreuzungen befallen und Schäden anrichten. Es ist die Himbeergallwespe (Lasioptera rubi). Auch sie sticht Triebe an, die an dieser Stelle anschwellen. Durch die Schwellung bricht die Rinde etwas auf in Längsstreifen. Schneidet man diese Schwellung einmal längs auf, erkennt man die schwarzen Gänge der Larven. Oft trocknen die Triebe über dieser Schwellung ein und können abbrechen. Man sollte die befallenen Triebe möglichst bald unter der Schwellung abschneiden und nicht über den Kompost entsorgen.

Noch nie gesehen habe ich eine dritte Art Gallen, die ebenfals nur bei Wildrosen vorkommt. Auf den Laubblättern bilden sich kleine, weiße Kugeln, in denen sich gelbliche bis orangefarbene Larven entwickeln. Die Blattgallwespe (Rhodites eglanteriae) hat das Blatt angestochen und ihre Eier hineingelegt. Im Garten kommt diese Gallwespe nur sehr selten vor. Man kann die befallenen Blätter einsammeln und vernichten.

Text: Eilike Vemmer

  

Rosenast mit Schaden durch Himbeergallwespe; rechts im Längsschnitt

Fotos (2): Fritz Schwipper (Material Eilike Vemmer)


Weitere Impressionen können hier angeklickt werden

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2015* Monat * 01 * 02 * 03 * 04 * 05 * 06 * 07 * 08 * 09 * 10 * 11 * 12 *


 
 
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An den Wildrosensträuchern beeindrucken neben den Hagebutten hin und wieder kleine behaarte runde Bälle. Sie sind grünlich bis rosa oder dunkelrot überhaucht: die Rosengallen. Im Volksmund werden sie auch Rosenäpfel genannt. Oft sieht man eine Galle allein, mal sind zwei Gallen aneinandergewachsen. Durch ihr freundliches Erscheinungsbild haben die Menschen sie mit allerlei Mythen und Märchen bedacht.

Text: Elvira Schwipper

  

Fotos (2): Dagmar Garbers

              

Fotos (6): Elvira Schwipper


An Wildrosen sehen wir manchmal runde, moosartige Gebilde, zuerst wie rötlich-grünes Moos, später wie eine braune, trockene Schwammkugel.

Früher wurden diese Moosgebilde "Schlafäpfel" oder "Bedegar" genannt. Man legte sie den Kindern unter die Kopfkissen, damit sie besser schliefen. Ob es wirklich etwas genützt hat?

Ursache dieser "Schlafäpfel" ist eine Rosengallwespe (Rhodites rosae), die dünne Zweige ansticht und ihre Eier hineinlegt. Die Rose reagiert mit moosartigen Wucherungen, in denen sich die Larven der Gallwespe entwickeln.

Was soll der Rosenfreund tun, wenn die Rosengallwespe in seinem Garten auftritt? Gar nichts, freuen Sie sich an den hübschen Gebilden!

In unserem großen Rosengarten mit verschiedenen Wildrosen und Wildrosenkreuzungen befällt die Rosengallwespe nur eine einzige Wildrose immer wieder. Es ist Rosa x micranthosepium, eine Kreuzung aus zwei einheimischen Wildrosen (Rosa agrestis und Rosa micrantha). Selbst an kleinen Sämlingen dieser Rose finden wir schon diese Mooskugeln. Andere Wildrosen wurden noch nie bei uns befallen. In der freien Landschaft sieht man die "Schlafäpfel" manchmal an Rosa canina, unserer heimischen Hundsrose.

Eine andere, weniger harmlose Gallwespe kann Wildrosen oder Wildrosen-Kreuzungen befallen und Schäden anrichten. Es ist die Himbeergallwespe (Lasioptera rubi). Auch sie sticht Triebe an, die an dieser Stelle anschwellen. Durch die Schwellung bricht die Rinde etwas auf in Längsstreifen. Schneidet man diese Schwellung einmal längs auf, erkennt man die schwarzen Gänge der Larven. Oft trocknen die Triebe über dieser Schwellung ein und können abbrechen. Man sollte die befallenen Triebe möglichst bald unter der Schwellung abschneiden und nicht über den Kompost entsorgen.

Noch nie gesehen habe ich eine dritte Art Gallen, die ebenfals nur bei Wildrosen vorkommt. Auf den Laubblättern bilden sich kleine, weiße Kugeln, in denen sich gelbliche bis orangefarbene Larven entwickeln. Die Blattgallwespe (Rhodites eglanteriae) hat das Blatt angestochen und ihre Eier hineingelegt. Im Garten kommt diese Gallwespe nur sehr selten vor. Man kann die befallenen Blätter einsammeln und vernichten.

Text: Eilike Vemmer

  

Rosenast mit Schaden durch Himbeergallwespe; rechts im Längsschnitt

Fotos (2): Fritz Schwipper (Material Eilike Vemmer)


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