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'Kompass' - eine neue Rose zum 40. Geburtstag
Mehr unter Aktuelles (KLICK hier)

Impressionen September 2015

Die 'NDR 1 Radio Niedersachsen'-Rosen blühen

Die Rosen stehen auf einem Beet am NDR-Landesfunkhaus in Hannover am Maschsee. In meinen Gedanken nenne ich sie unsere Maschsee-Rosen, denn sie wurden von den Rosenfreunden des Rosenfreundeskreises Hannover Ende der neunziger Jahre gepflanzt. Seither, bis nun zum Jahre 2015, beobachte ich die Rosen und schmunzelnd erinnere ich mich an einige Szenen des Pflanztages, der von Hartmut Brinkmann, dem damaligen Ressortchef Beratung und Service im NDR-Hörfunk, initiiert wurde:

Besonders beeindruckt hat mich die Tiefe des Pflanzloches, denn damals war ich noch ohne Rosenwissen. Mit all unserer Kraft gruben und buddelten wir die Pflanzlöcher. Der Bereich um das Funkhaus war nach dem Krieg mit Trümmerschutt aufgefüllt worden, deshalb bereitete uns das Graben große Schwierigkeiten. Wir förderten Porzellanscherben und Steine zu Tage. Die Scherbenfragmente beflügelten unsere Phantasie, und nachdenklich fragten wir uns, aus welcher hannoverschen Küche sie wohl stammen würden. Die Antwort blieb jedem selbst überlassen.

Auf die sich wiederholende Frage: „Frau Vemmer, wie tief muss ich noch graben?“ gab Frau Vemmer geduldig und immer wieder die Antwort: „Knietief.“

Wir buddelten und buddelten und stellten uns mit beiden Beinen in das Pflanzloch mit dem Ergebnis: immer noch nicht tief genug. Der Wunsch nach kurzen Dackelbeinen begleitete humorvoll unsere Arbeit. Irgendwann war auch die Pflanzlochtiefe knietief erfüllt. Das für uns Rosenfreunde wichtige Längenmaß knietief hat mir in all den Jahren gute Dienste geleistet.  Es ist auch sehr praktisch, denn man hat es stets zur Hand, präziser ausgedrückt, immer am Bein.

     

Text und Fotos (3): Elvira Schwipper


Unsere Rosenberater werden immer wieder mit ungewöhnlichen Fragen von Gartenfreunden konfrontiert. Oft sind die Antworten nicht nur für den einzelnen Frager interessant.  Hier haben wir zwei Beispiele aus unserer alltäglichen Praxis:


Frage:

"Ich habe in einer Gärtnerei zwei Kletterrosen im Container gekauft. Sie sind für meine Terrasse bestimmt und sollen dort in 60 cm tiefen Kübeln stehen. Darüber habe ich einen Rosenbogen aufgestellt, an dem sie nach oben wachsen sollen. Aber obwohl der Verkäufer mir versichert hat, das sei unproblematisch, wachsen sie nicht richtig und bleiben mickrig. Was kann ich tun? Den Rat des Verkäufers, Blähton unten in die Töpfe zu füllen, damit keine Staunässe entsteht, habe ich befolgt. Haben meine Kletterrosen eine Chance?"

Antwort:

Grundsätzlich dürfte es schwierig sein, auf einer Terrasse mit Rosen in Kübeln einen Rosenbogen beranken zu lassen. Für echte Kletterrosen reicht auch ein 60 cm tiefer Kübel nur kurzfristig aus. Wie breit sind die Kübel? Wie werden sie überwintert?

Um das Problem der Terrassengärtnerin beantworten zu können, fehlen hier einige Angaben. Welche Rosensorten hat sie gekauft? Wie groß ist der Bogen, bzw. wie hoch sollen die Rosen wachsen? Waren die Rosen beim Umpflanzen in die Kübel gut durchwurzelt? Wann wurden die Rosen gepflanzt? Auch im Garten braucht eine Kletterrose zwei-drei Jahre, um einen Bogen zu bewachsen. Wie oft und womit werden die Kübel gedüngt? Bekommen sie regelmäßig Wasser? Kann das zuviel gegossene Wasser abfließen?

Für Kübel auf einer Terrasse gibt es geeignete Rosen, aber nicht jede Rose kann den Stress dort aushalten. Die Terrassenplatten und die Wände strahlen die Sonnenhitze zurück, das vertragen nur manche Rosen gut. Bei entsprechender Pflege halten es aber viele Rosen einige Jahre im Kübel aus. Vielleicht braucht die Terrassengärtnerin nur etwas Geduld, damit ihre Kletterrosen wachsen.

Antwort-Text: Eilike Vemmer


Frage:

"Diese Rose gefällt mir. Ich will sie aber nicht in rosa. Gibt es die gleiche auch in gelb?"

Antwort:

Rosen sind keine Konfektionsware von der Stange sondern lebendige Pflanzen. Jede gezüchtete Rose ist ein Individuum und lässt sich nicht beliebig in einer anderen Farbe herstellen. Zu Rosenzucht gehört sehr viel Wissen und Können, Kreativität und eine Portion Glück!

Manche Rosen können zufällig an einem Zweig eine andere Blütenfarbe ausbilden, eine sogenannte Mutation oder "Sport". Manchmal bleibt diese Farbveränderung konstant. Dann kann man diesen andersfarbigen Zweig vermehren und hat dann tatsächlich z.B. statt einer hellrosa Rose eine dunkelrote Rose. Aus einer rosa Rose durch zufällige Mutation eine gelbe zu bekommen, ist nur möglich, wenn in dieser Rose die genetische Anlage für gelb vorhanden ist. Alle Mutationen sind selten.

Einige Rosenschulen verkaufen eine Reihe Rosen unter einem Gruppenbegriff mit einer zusätzlichen Farbbezeichnung wie z.B. bei Rosen-Tantau 'Bienenweide rot', 'Bienenweide gelb' u.s.w. oder bei BKN-Strobel 'Rouge Meilove', 'Pink Meilove', 'Yellow Meilove'. Diese "Serienrosen" unterscheiden sich untereinander nicht nur durch die Blütenfarbe sondern auch durch andere Eigenschaften.

Der Fragerin kann ich nur raten, sich unter den vielen im Handel befindlichen Rosen eine gelbe Rose auszusuchen, die ihr gefällt.

Antwort-Text: Eilike Vemmer


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Die 'NDR 1 Radio Niedersachsen'-Rosen blühen

Die Rosen stehen auf einem Beet am NDR-Landesfunkhaus in Hannover am Maschsee. In meinen Gedanken nenne ich sie unsere Maschsee-Rosen, denn sie wurden von den Rosenfreunden des Rosenfreundeskreises Hannover Ende der neunziger Jahre gepflanzt. Seither, bis nun zum Jahre 2015, beobachte ich die Rosen und schmunzelnd erinnere ich mich an einige Szenen des Pflanztages, der von Hartmut Brinkmann, dem damaligen Ressortchef Beratung und Service im NDR-Hörfunk, initiiert wurde:

Besonders beeindruckt hat mich die Tiefe des Pflanzloches, denn damals war ich noch ohne Rosenwissen. Mit all unserer Kraft gruben und buddelten wir die Pflanzlöcher. Der Bereich um das Funkhaus war nach dem Krieg mit Trümmerschutt aufgefüllt worden, deshalb bereitete uns das Graben große Schwierigkeiten. Wir förderten Porzellanscherben und Steine zu Tage. Die Scherbenfragmente beflügelten unsere Phantasie, und nachdenklich fragten wir uns, aus welcher hannoverschen Küche sie wohl stammen würden. Die Antwort blieb jedem selbst überlassen.

Auf die sich wiederholende Frage: „Frau Vemmer, wie tief muss ich noch graben?“ gab Frau Vemmer geduldig und immer wieder die Antwort: „Knietief.“

Wir buddelten und buddelten und stellten uns mit beiden Beinen in das Pflanzloch mit dem Ergebnis: immer noch nicht tief genug. Der Wunsch nach kurzen Dackelbeinen begleitete humorvoll unsere Arbeit. Irgendwann war auch die Pflanzlochtiefe knietief erfüllt. Das für uns Rosenfreunde wichtige Längenmaß knietief hat mir in all den Jahren gute Dienste geleistet.  Es ist auch sehr praktisch, denn man hat es stets zur Hand, präziser ausgedrückt, immer am Bein.

     

Text und Fotos (3): Elvira Schwipper


Unsere Rosenberater werden immer wieder mit ungewöhnlichen Fragen von Gartenfreunden konfrontiert. Oft sind die Antworten nicht nur für den einzelnen Frager interessant.  Hier haben wir zwei Beispiele aus unserer alltäglichen Praxis:


Frage:

"Ich habe in einer Gärtnerei zwei Kletterrosen im Container gekauft. Sie sind für meine Terrasse bestimmt und sollen dort in 60 cm tiefen Kübeln stehen. Darüber habe ich einen Rosenbogen aufgestellt, an dem sie nach oben wachsen sollen. Aber obwohl der Verkäufer mir versichert hat, das sei unproblematisch, wachsen sie nicht richtig und bleiben mickrig. Was kann ich tun? Den Rat des Verkäufers, Blähton unten in die Töpfe zu füllen, damit keine Staunässe entsteht, habe ich befolgt. Haben meine Kletterrosen eine Chance?"

Antwort:

Grundsätzlich dürfte es schwierig sein, auf einer Terrasse mit Rosen in Kübeln einen Rosenbogen beranken zu lassen. Für echte Kletterrosen reicht auch ein 60 cm tiefer Kübel nur kurzfristig aus. Wie breit sind die Kübel? Wie werden sie überwintert?

Um das Problem der Terrassengärtnerin beantworten zu können, fehlen hier einige Angaben. Welche Rosensorten hat sie gekauft? Wie groß ist der Bogen, bzw. wie hoch sollen die Rosen wachsen? Waren die Rosen beim Umpflanzen in die Kübel gut durchwurzelt? Wann wurden die Rosen gepflanzt? Auch im Garten braucht eine Kletterrose zwei-drei Jahre, um einen Bogen zu bewachsen. Wie oft und womit werden die Kübel gedüngt? Bekommen sie regelmäßig Wasser? Kann das zuviel gegossene Wasser abfließen?

Für Kübel auf einer Terrasse gibt es geeignete Rosen, aber nicht jede Rose kann den Stress dort aushalten. Die Terrassenplatten und die Wände strahlen die Sonnenhitze zurück, das vertragen nur manche Rosen gut. Bei entsprechender Pflege halten es aber viele Rosen einige Jahre im Kübel aus. Vielleicht braucht die Terrassengärtnerin nur etwas Geduld, damit ihre Kletterrosen wachsen.

Antwort-Text: Eilike Vemmer


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"Diese Rose gefällt mir. Ich will sie aber nicht in rosa. Gibt es die gleiche auch in gelb?"

Antwort:

Rosen sind keine Konfektionsware von der Stange sondern lebendige Pflanzen. Jede gezüchtete Rose ist ein Individuum und lässt sich nicht beliebig in einer anderen Farbe herstellen. Zu Rosenzucht gehört sehr viel Wissen und Können, Kreativität und eine Portion Glück!

Manche Rosen können zufällig an einem Zweig eine andere Blütenfarbe ausbilden, eine sogenannte Mutation oder "Sport". Manchmal bleibt diese Farbveränderung konstant. Dann kann man diesen andersfarbigen Zweig vermehren und hat dann tatsächlich z.B. statt einer hellrosa Rose eine dunkelrote Rose. Aus einer rosa Rose durch zufällige Mutation eine gelbe zu bekommen, ist nur möglich, wenn in dieser Rose die genetische Anlage für gelb vorhanden ist. Alle Mutationen sind selten.

Einige Rosenschulen verkaufen eine Reihe Rosen unter einem Gruppenbegriff mit einer zusätzlichen Farbbezeichnung wie z.B. bei Rosen-Tantau 'Bienenweide rot', 'Bienenweide gelb' u.s.w. oder bei BKN-Strobel 'Rouge Meilove', 'Pink Meilove', 'Yellow Meilove'. Diese "Serienrosen" unterscheiden sich untereinander nicht nur durch die Blütenfarbe sondern auch durch andere Eigenschaften.

Der Fragerin kann ich nur raten, sich unter den vielen im Handel befindlichen Rosen eine gelbe Rose auszusuchen, die ihr gefällt.

Antwort-Text: Eilike Vemmer


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