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'Kompass' - eine neue Rose zum 40. Geburtstag
Mehr unter Aktuelles (KLICK hier)

Impressionen Mai 2015

Komm in meinen Garten, ich möchte, daß meine Rosen Dich kennenlernen.
Richard B. Sheridan 
(1751-1816)


Wir Rosenfreunde blicken der Rosenblüte voller Freude entgegen und inspizieren täglich die teils schon vollbelaubten Rosensträucher im Garten und die Wildrosen in der Feldmark. 

     
     'Frau Eva Schubert' im Garten                                Rosa canina am Feldrand               
Fotos (2): Elvira Schwipper

Beide Rosen wurden zeitgleich fotografiert. So stellt sich die spannende Frage: Warum sind im Feld bei der Heckenrose Rosa canina erst spärliche Blättchen vorhanden, während im Garten die Strauchrose 'Frau Eva Schubert' voll im Laub steht ?

Hierzu hat Frau Vemmer eine Erklärung ausgearbeitet:

"Die Hecken- und Hundsrose Rosa canina ist eine einheimische Wildrose, die seit tausenden von Jahren unserem norddeutschen Klima angepasst ist. Im Herbst schließt sie früh ihr Wachstum ab, verliert ihr Laub, die Triebe reifen aus, damit sie den Winter ohne Frostprobleme übersteht. Aus dem gleichen Grund treibt sie im Frühjahr spät aus und ist so vor Spätfrösten geschützt. Sie blüht nur kurze Zeit Anfang Juni und bildet dann im Herbst ihre lange haltbaren Hagebutten aus.

'Frau Eva Schubert' ist eine Zuchtrose, eine sogenannte Lambertiana (die den bekannteren Moschata-Hybriden ähneln) von Tepelmann 1937 gezüchtet. Sie blüht immer wieder bis zum Spätherbst mit kleinen, gefüllten, zartrosa Blüten und ähnelt den bekannteren Rosen 'Ghislaine de Feligonde' und 'Guirlande d'Amour', sodass man sie ebenso als Strauch oder kleine Kletterrose ziehen kann. In ihren Vorfahren stecken zwei asiatische Rosen: eine für das Öfterblühen verantwortliche chinesische Gartenrose, die in warmen Gegenden sogar fast immergrün ist, und die an den asiatischen Küsten heimische Wildrose Rosa multiflora. Beide Ahnen sind unserem rauheren Klima weniger angepasst. Sie schließen ihr Wachstum im Spätherbst erst spät ab und treiben im Frühling schon früh aus. Dadurch können sie in kalten Wintern oder an frostigen Standorten leichter Frostschäden bekommen. Das nehmen wir in Kauf für die lange Blütezeit und das viel länger vorhandene Laub."
 


Bis zur Rosenblüte stillen wir jedoch unseren Blütenhunger an der Vielzahl anderer blühender Pflanzen.

            
Fotos (3): Dagmar Garbers

Gundermann und Weihrauch

Wieder einmal zupfen mein Mann und ich in kniender Haltung Unkraut. "Was ist das nur für ein Kraut, welches ich hier ständig ausrupfe?" höre ich die fast ärgerliche Frage meines Gegenübers.

"Das ist Gundermann," erkläre ich. "Gundermann!" wiederholt mein Mann und lässt langsam jede Silbe auf seiner Zunge zergehen.

Ja, Gundermann. Der lange Name passt zu der Pflanze mit ihren tentakelartigen Ausläufern, die sich in alle Richtungen über den Boden ausbreiten. Mir ist Gundermann fast sympathisch, denn er lässt sich gut ausrupfen und seine späteren, kleinen, blauvioletten Blüten mag ich auch.

Nachmittags, bei der Sommerbepflanzung unserer Blumentöpfe, die ich auch noch mit der hängenden Weihrauch-Pflanze verschönere, kommt mein Mann hinzu und stellt erstaunt fest: "Ach du pflanzt Gundermann in die Töpfe!" "Nein, das ist Weihrauch," ist meine Erklärung. „Sieht aber aus wie Gundermann!" erwidert mein Mann.

Ach ja, nun sehe auch ich: eine gewisse Ähnlichkeit besteht.

Text: Elvira Schwipper


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Beide Rosen wurden zeitgleich fotografiert. So stellt sich die spannende Frage: Warum sind im Feld bei der Heckenrose Rosa canina erst spärliche Blättchen vorhanden, während im Garten die Strauchrose 'Frau Eva Schubert' voll im Laub steht ?

Hierzu hat Frau Vemmer eine Erklärung ausgearbeitet:

"Die Hecken- und Hundsrose Rosa canina ist eine einheimische Wildrose, die seit tausenden von Jahren unserem norddeutschen Klima angepasst ist. Im Herbst schließt sie früh ihr Wachstum ab, verliert ihr Laub, die Triebe reifen aus, damit sie den Winter ohne Frostprobleme übersteht. Aus dem gleichen Grund treibt sie im Frühjahr spät aus und ist so vor Spätfrösten geschützt. Sie blüht nur kurze Zeit Anfang Juni und bildet dann im Herbst ihre lange haltbaren Hagebutten aus.

'Frau Eva Schubert' ist eine Zuchtrose, eine sogenannte Lambertiana (die den bekannteren Moschata-Hybriden ähneln) von Tepelmann 1937 gezüchtet. Sie blüht immer wieder bis zum Spätherbst mit kleinen, gefüllten, zartrosa Blüten und ähnelt den bekannteren Rosen 'Ghislaine de Feligonde' und 'Guirlande d'Amour', sodass man sie ebenso als Strauch oder kleine Kletterrose ziehen kann. In ihren Vorfahren stecken zwei asiatische Rosen: eine für das Öfterblühen verantwortliche chinesische Gartenrose, die in warmen Gegenden sogar fast immergrün ist, und die an den asiatischen Küsten heimische Wildrose Rosa multiflora. Beide Ahnen sind unserem rauheren Klima weniger angepasst. Sie schließen ihr Wachstum im Spätherbst erst spät ab und treiben im Frühling schon früh aus. Dadurch können sie in kalten Wintern oder an frostigen Standorten leichter Frostschäden bekommen. Das nehmen wir in Kauf für die lange Blütezeit und das viel länger vorhandene Laub."
 


Bis zur Rosenblüte stillen wir jedoch unseren Blütenhunger an der Vielzahl anderer blühender Pflanzen.

            
Fotos (3): Dagmar Garbers

Gundermann und Weihrauch

Wieder einmal zupfen mein Mann und ich in kniender Haltung Unkraut. "Was ist das nur für ein Kraut, welches ich hier ständig ausrupfe?" höre ich die fast ärgerliche Frage meines Gegenübers.

"Das ist Gundermann," erkläre ich. "Gundermann!" wiederholt mein Mann und lässt langsam jede Silbe auf seiner Zunge zergehen.

Ja, Gundermann. Der lange Name passt zu der Pflanze mit ihren tentakelartigen Ausläufern, die sich in alle Richtungen über den Boden ausbreiten. Mir ist Gundermann fast sympathisch, denn er lässt sich gut ausrupfen und seine späteren, kleinen, blauvioletten Blüten mag ich auch.

Nachmittags, bei der Sommerbepflanzung unserer Blumentöpfe, die ich auch noch mit der hängenden Weihrauch-Pflanze verschönere, kommt mein Mann hinzu und stellt erstaunt fest: "Ach du pflanzt Gundermann in die Töpfe!" "Nein, das ist Weihrauch," ist meine Erklärung. „Sieht aber aus wie Gundermann!" erwidert mein Mann.

Ach ja, nun sehe auch ich: eine gewisse Ähnlichkeit besteht.

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