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'Kompass' - eine neue Rose zum 40. Geburtstag
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Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

Hier lesen Sie Rosenfragen, die nach unseren Erfahrungen besonders häufig an Rosenberatungsständen gestellt werden. Bitte sehen Sie die vorgeschlagenen Antworten, die von Eilike Vemmer und Hartmut Brinkmann erarbeitet wurden, als erste Reaktion auf eine Rosenfrage. Sie ist  häufig für den allgemein interessierten Gartenfreund ausreichend, kann aber auch der Beginn eines ausführlicheren (Beratungs-)Gesprächs sein. Die Autoren sind an kritischen Rückmeldungen interessiert.

1. Was kann ich gegen Blattkrankheiten spritzen?

2. Wie und wann muss ich düngen?

3. Wann müssen Rosen geschnitten werden?

4. Wie müssen Rosen geschnitten werden?

5. Wann ist die beste Pflanzzeit für Rosen?

6. Wenn ich eine alte Rose wegnehme, darf ich an dieser Stelle eine neue pflanzen?

7. Welche Rosensorten können Sie mir empfehlen?

8. Was ist gegen Blattläuse zu tun?

9. An meinen Rosen rollen sich die Blätter ein. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?

10. Wie pflanze ich Rosen richtig?

11. Muss ich einmalblühende Rosen im Winter schützen?

12. Was hilft bei der Bodenverbesserung? Tagetes?

13. Lässt sich Bodenmüdigkeit verändern?

14. Woran kann ich einen Wildtrieb erkennen?

15. Welche Rose eignet sich als Kletterrose?

16. Welche Hausmittelrezepte gibt es? Hilft zum Beispiel Brennnesseljauche?

17. Welche Rosen blühen auch im Schatten?

18. Welcher Standort und welche Bodenbeschaffenheit sind für Historische Rosen günstig?

19. Kann die Scharka-Krankheit (das Scharka-Virus) meine Rosen anstecken?

20. Welche Rosensorten eignen sich besonders für trockene Standorte?

21. Was mache ich mit Rosen, die im Winter erfroren sind?

22. Soll ich meine Rosen mulchen?

23. Kann ich alle Blütenblätter und Hagebutten der Rosen in der Küche verwenden?

24. Wie kann ich eine alte Kletterrose verjüngen?

25. Wie lange kann ich eine Rose im Kübel belassen?

26. Wie kann ich die Rosen am besten gegen den Frost schützen?

27. Wo kann ich Bodenproben untersuchen lassen?

28. Welche Rosensorten duften?

29. Welche Rosen eignen sich für eine Hecke?

30. Muss ich die Rosen im Herbst anhäufeln?

31. Soll ich Lavendel neben die Rosen pflanzen?

32. Muss ich die Hagebutten abschneiden?

33. Muss man beim Schneiden der Beetrosen die Augen zählen? Wie macht man das?

34. Wie gieße ich meine Rosen im Sommer richtig?

35. Ist Wässern während des Winters nötig ?

36. Kann ich eine Kletterrose an einen alten Apfelbaum pflanzen?

Antworten von Eilike Vemmer und Hartmut Brinkmann; 2014

1. Was kann ich gegen Blattkrankheiten spritzen?

Antwort:

Wir empfehlen, gar nichts zu spritzen! Wenn Sie ein für Gärten erlaubtes Pflanzenschutzmittel benutzen wollten und weder Kleinkinder noch Gemüse im Garten haben, müssten Sie das Mittel alle acht bis zehn Tage einsetzen, aber nicht bei Regen, nicht bei voller Sonne, nicht bei Wind.

Besser ist es, die Rosen nicht zu dicht zwischen Stauden und Gehölze zu pflanzen und regelmäßig im Frühjahr zu schneiden.

Pflanzen Sie weniger anfällige Sorten, zum Beispiel ADR-Sorten. In den Katalogen der großen Rosenschulen ist bei jeder Rose ein Symbol für die Anfälligkeit bei Mehltau und Sternrußtau abgebildet, das hilft Ihnen beim Kauf.

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2. Wie und wann muss ich düngen?

Antwort:

Die beste Zeit zum Düngen ist Ende April, wenn die Rosen nach dem Winter abgehäufelt und geschnitten sind.

Sie können jeden Rosendünger nehmen, am besten eine organisch-mineralische Mischung. Düngen Sie nicht nach dem Prinzip: „Viel hilft viel.“ Zuviel Stickstoffdünger macht die Rosen mastig im Laub, bringt weniger Blüten und dafür mehr Anfälligkeit für Pilzkrankheiten.

Auf leichten Böden können sie im Juni nach der ersten Blüte nochmals nachdüngen, aber nicht mehr nach Anfang Juli. Auf schweren Böden reicht eine einmalige Düngergabe im Frühjahr.

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3. Wann müssen Rosen geschnitten werden?

Antwort:

Nicht im Herbst, sondern im Frühjahr, wenn die Forsythien blühen. Rosen, die nicht bis zum Herbst blühen, sondern drei bis sechs Wochen im Sommer, schneidet man direkt nach der Blüte.

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4. Wie müssen Rosen geschnitten werden?

Antwort:

Schneiden Sie alles trockene, kranke Holz heraus, dies gilt für alle Rosen.

Im Übrigen hängt der Schnitt von der jeweiligen Rosengruppe ab, es gibt keinen Einheitsschnitt, der zu jeder Rose passen würde. Besuchen Sie am besten einen Schnittkurs Anfang April im Europa-Rosarium Sangerhausen, oder fragen Sie bei der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde (GRF) nach einem Schnittkurs in Ihrer Nähe (meistens im März).

GRF-Telefon 07221 – 31302 E-Mail: info@rosenfreunde.de Internet: www.rosenfreunde.de Oder kaufen Sie das Büchlein „Rosen schneiden“ von Heiko Hübscher, Verlag Ulmer, ISBN 978-3-8001-5723-5.

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5. Wann ist die beste Pflanzzeit für Rosen?

Antwort:

Für wurzelnackte Rosen ist die beste Pflanzzeit der Spätherbst, von Mitte Oktober bis zu stärkerem Frost. Dann können die neuen Rosen noch im Herbst und in wärmeren Perioden im Winter Feinwurzeln bilden, dadurch wachsen sie im Frühjahr schneller. Sie können auch im Frühjahr von März bis Ende April wurzelnackte Rosen pflanzen.

Rosen in Töpfen (Container-Rosen) können Sie von Mai bis Anfang Oktober in die Erde setzen. Im Spätherbst gepflanzte wurzelnackte Rosen zeigen die besten Anwachsergebnisse.

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6. Wenn ich eine alte Rose wegnehme, darf ich an dieser Stelle eine neue pflanzen?

Antwort:

Wenn Sie können, sollten Sie die Erde austauschen. Heben Sie ein Pflanzloch von 50 x 50 x 50 Zentimetern aus und füllen Sie Erde ein, in der noch keine Rosen standen.

Sie können zum Beispiel bei Ihrem Rasen einige Soden an die Seite legen, die Erde darunter mit der alten Rosenerde austauschen, die Rasensoden wieder aufdrücken und angießen. Tauschen Sie die Erde nicht aus, kann Bodenmüdigkeit auftreten und den Wuchs der neuen Rosen schädigen.

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7. Welche Rosensorten können Sie mir empfehlen?

Antwort:

Welche Rosen suchen Sie? Sollen es Beetrosen sein, Rosen für den Vasenschnitt, Strauchrosen, Kletterrosen? Oder Rosen für einen Kübel auf Balkon oder Terrasse? Es kommt auch auf den Standort an, den Platz, wohin Sie die Rosen pflanzen wollen: Volle Sonne oder Halbschatten, leichter Boden oder schwerer Boden. Keineswegs alle im Europa-Rosarium stehenden Rosen sind im Handel zu bekommen. Sehen Sie sich die Rosen im ADR-Garten des Rosariums an, ob Ihnen dort Rosen besonders gefallen. Dies sind relativ pflegeleichte Rosen, die noch fast alle im Handel sind.

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8. Was ist gegen Blattläuse zu tun?

Antwort:

Ein Garten ohne Blattlaus ist ein toter Garten! Fördern Sie die Nützlinge: Meisen, Spatzen und andere Kleinvögel ernähren ihre Jungen mit Blattläusen. Marienkäferlarven und Schwebfliegen vertilgen Blattläuse.

Wenn Sie ein Gift gegen Blattläuse spritzen, haben Sie auf die Dauer mehr Blattläuse als vorher, weil Sie auch die Nützlinge vernichten.

Sind es wirklich einmal zu viele Blattläuse, streifen Sie sie einfach ab, „der grüne Daumen hilft!“ Oder Sie tauchen den befallenen Trieb in einen Wassereimer und spülen die Blattläuse ab.

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9. An meinen Rosen rollen sich die Blätter ein. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?

Antwort:

Im Frühjahr sticht die Blattrollwespe die Blätter an und legt ein Ei hinein. Die Blätter rollen sich dadurch zusammen.

Im Mai und Juni lassen sich die winzig kleinen Raupen auf die Erde fallen und verpuppen sich dort. Sie haben zwei Möglichkeiten: Entweder sammeln Sie die eingerollten Blätter sofort ab, wenn Sie sie entdecken, und entsorgen sie in der Restmülltonne. Oder Sie sehen darüber hinweg und überlassen es den Vögeln.

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10. Wie pflanze ich Rosen richtig?

Antwort:

Wurzelnackte Rosen legen Sie 12 bis 24 Stunden in einen Wasserkübel. Dabei sollen die Wurzeln bis über die Veredelungsstelle mit Wasser bedeckt sein.

Die Veredelungsstelle ist der Knubbel zwischen Wurzeln und Trieben. Topf-Rosen (Container-Rosen) stellen Sie solange in Wasser, bis der Ballen gut durchfeuchtet ist und keine Luftblasen mehr hochsteigen.

Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Halten Sie die Rose so in das Loch, dass die Veredelungsstelle etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche sein wird.

Füllen Sie mit den Händen vorsichtig die Pflanzerde an, dabei dürfen keine Hohlräume entstehen. Drücken Sie immer wieder die Erde an. Gießen Sie gut an.

Häufeln Sie wurzelnackte Rosen unbedingt 15 bis 20 Zentimeter mit Erde an, das gilt gleichermaßen für Pflanzungen im Herbst und im Frühjahr.

Bei jeder guten Rosenschule bekommen Sie eine Pflanzanleitung zusammen mit den neuen Rosen.

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11. Muss ich einmalblühende Rosen im Winter schützen?

Antwort:

Es kommt darauf an, welche einmalblühenden Rosen Sie haben. Einige vertragen auch sehr harte Winter, wie zum Beispiel bei den Historischen Rosen die Klassen der Gallicas und der Albarosen, auch Wildrosen und Wildrosenkreuzungen aus nördlichen Gegenden.

Auf der sicheren Seite sind Sie immer, wenn Sie Ihre Rosen mit Erde anhäufeln. Nur sehr selten erfrieren die von Erde bedeckten Teile der Rosen. 

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12. Was hilft bei der Bodenverbesserung? Tagetes?

Antwort:

Zur Bodenverbesserung hilft gut für eine Saison, Lupine oder Ölrettich oder Ackersenf auszusäen. Besonders der Ölrettich lockert tiefgründig verfestigte Böden.

Die Pflanzen den Winter über auf der Erde liegenlassen und im Frühjahr leicht untergraben. Dies hilft bei schweren Böden wie bei Sandböden.

Vor einer Rosenpflanzung den Boden tiefgründig lockern, das erleichtert das Wachstum der Rosenwurzeln. Den Boden locker halten durch Hacken, Jäten.

Nach Regen nur den abgetrockneten Boden betreten, sonst verfestigen Sie selbst die Erde.

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13. Lässt sich Bodenmüdigkeit verändern?

Antwort:

Leider gibt es bisher kein Mittel gegen Bodenmüdigkeit. Wenn Sie an eine Stelle Rosen pflanzen wollen, an der vorher Rosen standen, sollten Sie die Erde am besten austauschen. Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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14. Woran kann ich einen Wildtrieb erkennen?

Antwort:

Meist sehen Laub und Bestachelung des Wildtriebs deutlich anders aus als Ihre Rose.

Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie vorsichtig den Ursprung des Triebes feststellen, also behutsam die Erde aufbuddeln, bis Sie den Wurzelansatz des Triebes sehen. Kommt der Wurzelansatz des Triebes aus der Veredelungsstelle oder darüber aus der Rose, ist es kein Wildtrieb.

Wildtriebe wachsen aus den Wurzeln unter der Veredelungsstelle. Das Zählen des Laubblattes, ob es fünf oder sieben Blättchen hat, ist ein Falschmärchen.

Auch veredelte Rosen können sieben Blättchen haben. Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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15. Welche Rose eignet sich als Kletterrose?

Antwort:

Es kommt darauf an, wie hoch und wie breit eine Rose wachsen soll, wie groß und wie stabil die Befestigung ist. In den Katalogen der Rosenschulen und auf deren Internetseiten finden Sie Größenangaben.

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16. Welche Hausmittelrezepte gibt es? Hilft zum Beispiel Brennnesseljauche?

Antwort:

Es gibt keine Wundermittel! Brennnesseljauche, besser Schachtelhalmbrühe bewirkt eine leichte Blattstärkung. Wichtiger ist es,

• eine widerstandsfähige Rose zu pflanzen, zum Beispiel eine ADR-Rose,

• auf einen günstigen Standort zu achten und

• die Rosen regelmäßig im Frühjahr zu schneiden und zu düngen.

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17. Welche Rosen blühen auch im Schatten?

Antwort:

Vollschatten verträgt keine Rose. Vier bis fünf Stunden Sonne am Tag sollte jede Rose mindestens bekommen. Je mehr Schatten, desto weniger blüht sie.

Albarosen und die Alpenrose Rosa pendulina vertragen relativ viel Schatten.

Dunkle Rosen verblassen weniger, wenn sie nicht die Mittagssonne abbekommen.

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18. Welcher Standort und welche Bodenbeschaffenheit sind für Historische Rosen günstig?

Antwort:

Historische Rosen setzen sich aus unterschiedlichen Klassen zusammen und haben daher unterschiedliche Bedürfnisse. Gallicarosen und Albarosen nehmen auch mit armen Böden vorlieb und sind recht winterhart.

Albarosen vertragen dazu sehr gut Halbschatten.

Damaszenerrosen und Zentifolien verlangen etwas besseren Boden und mehr Sonne, ebenso Portlandrosen, Bourbonrosen und Noisetterosen.

Für Noisetterosen, Chinarosen und Teerosen sollte das Klima milder sein oder der Standort sehr geschützt.

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19. Kann die Scharka-Krankheit (das Scharka-Virus) meine Rosen anstecken?

Antwort:

Nein, das Scharka-Virus schädigt nur Pflaumen. Auch Birnengitterrost kann Rosen nicht befallen. Die meisten Pilze, Bakterien und Viren sind wirtsspezifisch, sie springen nicht auf andere Pflanzenarten über.

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20. Welche Rosensorten eignen sich besonders für trockene Standorte?

Antwort:

Aus trockenen Gebieten stammende Wildrosen eigenen sich besonders für trockene Standorte im Garten, wie zum Beispiel

• die gelbe Fuchsrose und

• die Kapuzinerrose, Rosa ecae,

• auch viele Pimpinellifolien (Rosa spinosissima). Gallicarosen vertragen sehr trockene Standorte, bekommen aber dann im Juli und August leicht Mehltau.

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21. Was mache ich mit Rosen, die im Winter erfroren sind?

Antwort:

Schneiden Sie alles erfrorene Holz weg. Wenn bei der Pflanzung die Veredelungsstelle vorschriftsmäßig unter die Erde gekommen ist, erfriert die Rose nur in Ausnahmefällen ganz.

In den allermeisten Fällen treibt die Rose wieder aus. Haben Sie Geduld. Graben Sie nicht gleich die Rose ganz aus, wenn die oberirdischen Triebe erfroren sind. Spätestens Ende Juni haben Sie Gewissheit, ob Ihre Rose noch lebt.

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22. Soll ich meine Rosen mulchen?

Antwort:

In vielen Gärten und besonders im öffentlichen Grün wird Rindenmulch auf den Rosenbeeten verteilt, damit ein Unkrautwuchs verhindert oder abgeschwächt wird und „weil es so schön ordentlich aussieht“. Dieser Rindenmulch schadet dem Wachstum der Rosen und nicht nur dem Unkraut.

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23. Kann ich alle Blütenblätter und Hagebutten der Rosen in der Küche verwenden?

Antwort:

Wenn Sie Ihre Rosen nicht mit Pilzmitteln oder Schädlingsmitteln gespritzt haben, können Sie ohne weiteres alle Blütenblätter und Hagebutten in der Küche verwenden. Hagebutten haben einen sehr hohen Vitamin C-Gehalt.

Aber: Muss man alles essen? Denken Sie auch an den großen Zierwert von Hagebutten über viele Wochen und Monate! Und vergessen Sie nicht: Die Rosenfrüchte sind Winternahrung für Vögel! Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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24. Wie kann ich eine alte Kletterrose verjüngen?

Antwort:

Entfernen Sie regelmäßig Triebe, die älter als drei bis vier Jahre sind, und zwar so tief wie möglich. Eine nie geschnittene alte Kletterrose ist nur schwer zu verjüngen.

Sie können sie im frühen Frühjahr erdbodengleich abschneiden und hoffen, dass sie nach sechs bis acht Wochen wieder austreibt. Je näher die Kletterrose einer Wildrose verwandt ist, desto besser funktioniert dieser Radikalschnitt.

Nehmen Sie an einem Schnittkurs teil und lassen Sie sich den Schnitt an Kletterrosen genau zeigen. Häufig gestellte Fragen an Rosenberate

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25. Wie lange kann ich eine Rose im Kübel belassen?

Antwort:

Das hängt von der Größe des Kübels und der Größe der Rose ab, und davon, wie gut Sie die Rose bisher gepflegt haben. Eine Zwergrose in einem großen Gefäß kann man länger darin halten als eine große Strauchrose oder gar eine Kletterrose. Haben Sie die Rose schon einmal umgetopft und ihr neue Erde gegeben? Drei Jahre dürfte eine Rose in den meisten Fällen im Kübel ohne Schwierigkeiten aushalten. Danach sollten Sie sie, wenn das möglich ist, in die Gartenerde umpflanzen. Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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26. Wie kann ich die Rosen am besten gegen den Frost schützen?

Antwort:

Gegen den Frost schützen Sie Ihre Rosen am besten durch Anhäufeln. Bei Hochstammrosen muss die Veredelungsstelle gut eingepackt werden. Es gibt dafür zum Beispiel Winterschutzhauben. Kletterrosen können Sie mit Tannenreisig, Matten, Vlies, Ballentuch oder ähnlichem abdecken. Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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27. Wo kann ich Bodenproben untersuchen lassen?

Antwort:

Eine wichtige Adresse ist die LUFA in Ihrem Bundesland. Das ist die für Sie zuständige Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt, deren Anschrift Sie leicht herausfinden können.

Auch einige Rosenschulen bieten Bodenanalysen an, zum Beispiel W. Kordes´ Söhne im Internet unter www.gartenrosen.de.

Im Handel sind auch Produkte wie der ph-Bodentest von Neudorff erhältlich. Damit können Sie den ph-Wert und den Kalkbedarf Ihres Gartenbodens ermitteln.

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28. Welche Rosensorten duften?

Antwort:

Bei allen Rosenklassen gibt es duftende Sorten. In den Katalogen und im Internet der großen Rosenschulen und im Rosenversand finden Sie Angaben über den Duft der einzelnen Sorten. Besonders intensiv duften die Damaszenerrosen. Duft wird individuell unterschiedlich empfunden. Probieren Sie hier im Europa-Rosarium aus, welche Düfte Sie wahrnehmen und welche Ihnen angenehm sind. 

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29. Welche Rosen eignen sich für eine Hecke?

Antwort:

Das hängt davon ab, wie hoch und wie breit die Hecke werden soll. Soll es eine Sichtschutzhecke werden oder eine nur niedrige Abgrenzung? Wie viel Platz steht zur Verfügung? Schreiben Sie Ihre Adresse auf und Ihre genauen Wünsche, wir werden Ihre Frage weiterleiten. Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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30. Muss ich die Rosen im Herbst anhäufeln?

Antwort:

Mit dem Anhäufeln schaffen Sie einen Schutz gegen den Frost und gegen das Austrocknen der Wurzeln. Alle unter der Erde liegenden Teile der Rose halten auch starken Frost gut aus.

Hier im Europa-Rosarium werden im Spätherbst alle Rosen angehäufelt. Pflanzen Sie grundsätzlich die Veredelungsstelle so tief in den Boden, dass sie etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt.

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31. Soll ich Lavendel neben die Rosen pflanzen?

Antwort:

Lavendel und Rosen haben unterschiedliche Ansprüche an Boden und Pflege. Lavendel möchte mager und trocken stehen.

Wenn Rosen und Lavendel nicht zu nah nebeneinander gepflanzt sind, sieht es farblich hübsch aus. Aber machen Sie sich keine falschen Hoffnungen: Lavendel hält nicht die Blattläuse von den Rosen fern.

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32. Muss ich die Hagebutten abschneiden?

Antwort:

An öfterblühenden Rosen sollten Sie bis Mitte August die verwelkten Blüten abschneiden, bevor sie Hagebutten bilden. Die Rosen blühen dann schneller neu.

Im Herbst, nach der letzten Blüte, dürfen sie dann getrost Hagebutten bilden, die müssen nicht mehr abgeschnitten werden.

Viele nur im Sommer blühende Rosen bilden sehr zierende Hagebutten, die im Herbst wunderschön aussehen. Wenn Sie diese Hagebutten abschneiden, verzichten Sie auf einen besonderen Gartenschmuck.

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33. Muss man beim Schneiden der Beetrosen die Augen zählen? Wie macht man das?

Antwort:

Augen nennt man die kleinen Punkte, die meist in den Blattachseln sitzen. Aus ihnen wachsen neue Triebe.

Zählen kann man diese Augen ab der Erdoberfläche. Es ist aber gar nicht nötig, sie zu zählen. Schneiden Sie im Frühjahr Ihre Beetrosen bis auf etwa 15 bis 20 Zentimeter ab. 

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34. Wie gieße ich meine Rosen im Sommer richtig?

Antwort:

Im ersten Jahr nach der Pflanzung sollten Rosen alle zwei bis drei Wochen gründlich gewässert werden, egal ob sie wurzelnackt gepflanzt sind oder aus einem Container stammen. Alteingewurzelte Rosen brauchen nur bei langen Trockenperioden Wasser.

Gießen Sie möglichst nicht nachmittags oder abends. Gießen Sie auf keinen Fall über das Laub. Jede Rose sollte dann etwa zehn Liter Wasser bekommen.

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35. Ist Wässern während des Winters nötig?

Antwort:

Normalerweise sind unsere Winter feucht genug, sodass man nicht zu wässern braucht. Haben Sie allerdings die Rose im Kübel, so darf dieser Kübel auch im Winter nicht austrocknen.

Die Rose sollte mit ihren Wurzeln aber auch nicht im Wasser stehen, es muss für einen guten Wasserabzug gesorgt sein.

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36. Kann ich eine Kletterrose an einen alten Apfelbaum pflanzen?

Antwort:

Ein Apfelbaum gehört zwar wie die Rosen zu den Rosengewächsen, tut der Rose aber nichts. Eine Kletterrose in einem alten Apfelbaum sieht wunderschön aus.

Stimmen Sie aber die Höhe des Baumes mit der Höhe der Rose ab, die Sie an ihn pflanzen wollen. Ein acht bis zehn Meter hoch wachsender Rambler kann mit seinem schweren Gewicht bei einem Sturm den Baum umreißen.

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Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

Hier lesen Sie Rosenfragen, die nach unseren Erfahrungen besonders häufig an Rosenberatungsständen gestellt werden. Bitte sehen Sie die vorgeschlagenen Antworten, die von Eilike Vemmer und Hartmut Brinkmann erarbeitet wurden, als erste Reaktion auf eine Rosenfrage. Sie ist  häufig für den allgemein interessierten Gartenfreund ausreichend, kann aber auch der Beginn eines ausführlicheren (Beratungs-)Gesprächs sein. Die Autoren sind an kritischen Rückmeldungen interessiert.

1. Was kann ich gegen Blattkrankheiten spritzen?

2. Wie und wann muss ich düngen?

3. Wann müssen Rosen geschnitten werden?

4. Wie müssen Rosen geschnitten werden?

5. Wann ist die beste Pflanzzeit für Rosen?

6. Wenn ich eine alte Rose wegnehme, darf ich an dieser Stelle eine neue pflanzen?

7. Welche Rosensorten können Sie mir empfehlen?

8. Was ist gegen Blattläuse zu tun?

9. An meinen Rosen rollen sich die Blätter ein. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?

10. Wie pflanze ich Rosen richtig?

11. Muss ich einmalblühende Rosen im Winter schützen?

12. Was hilft bei der Bodenverbesserung? Tagetes?

13. Lässt sich Bodenmüdigkeit verändern?

14. Woran kann ich einen Wildtrieb erkennen?

15. Welche Rose eignet sich als Kletterrose?

16. Welche Hausmittelrezepte gibt es? Hilft zum Beispiel Brennnesseljauche?

17. Welche Rosen blühen auch im Schatten?

18. Welcher Standort und welche Bodenbeschaffenheit sind für Historische Rosen günstig?

19. Kann die Scharka-Krankheit (das Scharka-Virus) meine Rosen anstecken?

20. Welche Rosensorten eignen sich besonders für trockene Standorte?

21. Was mache ich mit Rosen, die im Winter erfroren sind?

22. Soll ich meine Rosen mulchen?

23. Kann ich alle Blütenblätter und Hagebutten der Rosen in der Küche verwenden?

24. Wie kann ich eine alte Kletterrose verjüngen?

25. Wie lange kann ich eine Rose im Kübel belassen?

26. Wie kann ich die Rosen am besten gegen den Frost schützen?

27. Wo kann ich Bodenproben untersuchen lassen?

28. Welche Rosensorten duften?

29. Welche Rosen eignen sich für eine Hecke?

30. Muss ich die Rosen im Herbst anhäufeln?

31. Soll ich Lavendel neben die Rosen pflanzen?

32. Muss ich die Hagebutten abschneiden?

33. Muss man beim Schneiden der Beetrosen die Augen zählen? Wie macht man das?

34. Wie gieße ich meine Rosen im Sommer richtig?

35. Ist Wässern während des Winters nötig ?

36. Kann ich eine Kletterrose an einen alten Apfelbaum pflanzen?

Antworten von Eilike Vemmer und Hartmut Brinkmann; 2014

1. Was kann ich gegen Blattkrankheiten spritzen?

Antwort:

Wir empfehlen, gar nichts zu spritzen! Wenn Sie ein für Gärten erlaubtes Pflanzenschutzmittel benutzen wollten und weder Kleinkinder noch Gemüse im Garten haben, müssten Sie das Mittel alle acht bis zehn Tage einsetzen, aber nicht bei Regen, nicht bei voller Sonne, nicht bei Wind.

Besser ist es, die Rosen nicht zu dicht zwischen Stauden und Gehölze zu pflanzen und regelmäßig im Frühjahr zu schneiden.

Pflanzen Sie weniger anfällige Sorten, zum Beispiel ADR-Sorten. In den Katalogen der großen Rosenschulen ist bei jeder Rose ein Symbol für die Anfälligkeit bei Mehltau und Sternrußtau abgebildet, das hilft Ihnen beim Kauf.

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2. Wie und wann muss ich düngen?

Antwort:

Die beste Zeit zum Düngen ist Ende April, wenn die Rosen nach dem Winter abgehäufelt und geschnitten sind.

Sie können jeden Rosendünger nehmen, am besten eine organisch-mineralische Mischung. Düngen Sie nicht nach dem Prinzip: „Viel hilft viel.“ Zuviel Stickstoffdünger macht die Rosen mastig im Laub, bringt weniger Blüten und dafür mehr Anfälligkeit für Pilzkrankheiten.

Auf leichten Böden können sie im Juni nach der ersten Blüte nochmals nachdüngen, aber nicht mehr nach Anfang Juli. Auf schweren Böden reicht eine einmalige Düngergabe im Frühjahr.

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3. Wann müssen Rosen geschnitten werden?

Antwort:

Nicht im Herbst, sondern im Frühjahr, wenn die Forsythien blühen. Rosen, die nicht bis zum Herbst blühen, sondern drei bis sechs Wochen im Sommer, schneidet man direkt nach der Blüte.

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4. Wie müssen Rosen geschnitten werden?

Antwort:

Schneiden Sie alles trockene, kranke Holz heraus, dies gilt für alle Rosen.

Im Übrigen hängt der Schnitt von der jeweiligen Rosengruppe ab, es gibt keinen Einheitsschnitt, der zu jeder Rose passen würde. Besuchen Sie am besten einen Schnittkurs Anfang April im Europa-Rosarium Sangerhausen, oder fragen Sie bei der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde (GRF) nach einem Schnittkurs in Ihrer Nähe (meistens im März).

GRF-Telefon 07221 – 31302 E-Mail: info@rosenfreunde.de Internet: www.rosenfreunde.de Oder kaufen Sie das Büchlein „Rosen schneiden“ von Heiko Hübscher, Verlag Ulmer, ISBN 978-3-8001-5723-5.

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5. Wann ist die beste Pflanzzeit für Rosen?

Antwort:

Für wurzelnackte Rosen ist die beste Pflanzzeit der Spätherbst, von Mitte Oktober bis zu stärkerem Frost. Dann können die neuen Rosen noch im Herbst und in wärmeren Perioden im Winter Feinwurzeln bilden, dadurch wachsen sie im Frühjahr schneller. Sie können auch im Frühjahr von März bis Ende April wurzelnackte Rosen pflanzen.

Rosen in Töpfen (Container-Rosen) können Sie von Mai bis Anfang Oktober in die Erde setzen. Im Spätherbst gepflanzte wurzelnackte Rosen zeigen die besten Anwachsergebnisse.

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6. Wenn ich eine alte Rose wegnehme, darf ich an dieser Stelle eine neue pflanzen?

Antwort:

Wenn Sie können, sollten Sie die Erde austauschen. Heben Sie ein Pflanzloch von 50 x 50 x 50 Zentimetern aus und füllen Sie Erde ein, in der noch keine Rosen standen.

Sie können zum Beispiel bei Ihrem Rasen einige Soden an die Seite legen, die Erde darunter mit der alten Rosenerde austauschen, die Rasensoden wieder aufdrücken und angießen. Tauschen Sie die Erde nicht aus, kann Bodenmüdigkeit auftreten und den Wuchs der neuen Rosen schädigen.

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7. Welche Rosensorten können Sie mir empfehlen?

Antwort:

Welche Rosen suchen Sie? Sollen es Beetrosen sein, Rosen für den Vasenschnitt, Strauchrosen, Kletterrosen? Oder Rosen für einen Kübel auf Balkon oder Terrasse? Es kommt auch auf den Standort an, den Platz, wohin Sie die Rosen pflanzen wollen: Volle Sonne oder Halbschatten, leichter Boden oder schwerer Boden. Keineswegs alle im Europa-Rosarium stehenden Rosen sind im Handel zu bekommen. Sehen Sie sich die Rosen im ADR-Garten des Rosariums an, ob Ihnen dort Rosen besonders gefallen. Dies sind relativ pflegeleichte Rosen, die noch fast alle im Handel sind.

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8. Was ist gegen Blattläuse zu tun?

Antwort:

Ein Garten ohne Blattlaus ist ein toter Garten! Fördern Sie die Nützlinge: Meisen, Spatzen und andere Kleinvögel ernähren ihre Jungen mit Blattläusen. Marienkäferlarven und Schwebfliegen vertilgen Blattläuse.

Wenn Sie ein Gift gegen Blattläuse spritzen, haben Sie auf die Dauer mehr Blattläuse als vorher, weil Sie auch die Nützlinge vernichten.

Sind es wirklich einmal zu viele Blattläuse, streifen Sie sie einfach ab, „der grüne Daumen hilft!“ Oder Sie tauchen den befallenen Trieb in einen Wassereimer und spülen die Blattläuse ab.

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9. An meinen Rosen rollen sich die Blätter ein. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?

Antwort:

Im Frühjahr sticht die Blattrollwespe die Blätter an und legt ein Ei hinein. Die Blätter rollen sich dadurch zusammen.

Im Mai und Juni lassen sich die winzig kleinen Raupen auf die Erde fallen und verpuppen sich dort. Sie haben zwei Möglichkeiten: Entweder sammeln Sie die eingerollten Blätter sofort ab, wenn Sie sie entdecken, und entsorgen sie in der Restmülltonne. Oder Sie sehen darüber hinweg und überlassen es den Vögeln.

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10. Wie pflanze ich Rosen richtig?

Antwort:

Wurzelnackte Rosen legen Sie 12 bis 24 Stunden in einen Wasserkübel. Dabei sollen die Wurzeln bis über die Veredelungsstelle mit Wasser bedeckt sein.

Die Veredelungsstelle ist der Knubbel zwischen Wurzeln und Trieben. Topf-Rosen (Container-Rosen) stellen Sie solange in Wasser, bis der Ballen gut durchfeuchtet ist und keine Luftblasen mehr hochsteigen.

Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Halten Sie die Rose so in das Loch, dass die Veredelungsstelle etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche sein wird.

Füllen Sie mit den Händen vorsichtig die Pflanzerde an, dabei dürfen keine Hohlräume entstehen. Drücken Sie immer wieder die Erde an. Gießen Sie gut an.

Häufeln Sie wurzelnackte Rosen unbedingt 15 bis 20 Zentimeter mit Erde an, das gilt gleichermaßen für Pflanzungen im Herbst und im Frühjahr.

Bei jeder guten Rosenschule bekommen Sie eine Pflanzanleitung zusammen mit den neuen Rosen.

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11. Muss ich einmalblühende Rosen im Winter schützen?

Antwort:

Es kommt darauf an, welche einmalblühenden Rosen Sie haben. Einige vertragen auch sehr harte Winter, wie zum Beispiel bei den Historischen Rosen die Klassen der Gallicas und der Albarosen, auch Wildrosen und Wildrosenkreuzungen aus nördlichen Gegenden.

Auf der sicheren Seite sind Sie immer, wenn Sie Ihre Rosen mit Erde anhäufeln. Nur sehr selten erfrieren die von Erde bedeckten Teile der Rosen. 

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12. Was hilft bei der Bodenverbesserung? Tagetes?

Antwort:

Zur Bodenverbesserung hilft gut für eine Saison, Lupine oder Ölrettich oder Ackersenf auszusäen. Besonders der Ölrettich lockert tiefgründig verfestigte Böden.

Die Pflanzen den Winter über auf der Erde liegenlassen und im Frühjahr leicht untergraben. Dies hilft bei schweren Böden wie bei Sandböden.

Vor einer Rosenpflanzung den Boden tiefgründig lockern, das erleichtert das Wachstum der Rosenwurzeln. Den Boden locker halten durch Hacken, Jäten.

Nach Regen nur den abgetrockneten Boden betreten, sonst verfestigen Sie selbst die Erde.

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13. Lässt sich Bodenmüdigkeit verändern?

Antwort:

Leider gibt es bisher kein Mittel gegen Bodenmüdigkeit. Wenn Sie an eine Stelle Rosen pflanzen wollen, an der vorher Rosen standen, sollten Sie die Erde am besten austauschen. Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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14. Woran kann ich einen Wildtrieb erkennen?

Antwort:

Meist sehen Laub und Bestachelung des Wildtriebs deutlich anders aus als Ihre Rose.

Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie vorsichtig den Ursprung des Triebes feststellen, also behutsam die Erde aufbuddeln, bis Sie den Wurzelansatz des Triebes sehen. Kommt der Wurzelansatz des Triebes aus der Veredelungsstelle oder darüber aus der Rose, ist es kein Wildtrieb.

Wildtriebe wachsen aus den Wurzeln unter der Veredelungsstelle. Das Zählen des Laubblattes, ob es fünf oder sieben Blättchen hat, ist ein Falschmärchen.

Auch veredelte Rosen können sieben Blättchen haben. Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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15. Welche Rose eignet sich als Kletterrose?

Antwort:

Es kommt darauf an, wie hoch und wie breit eine Rose wachsen soll, wie groß und wie stabil die Befestigung ist. In den Katalogen der Rosenschulen und auf deren Internetseiten finden Sie Größenangaben.

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16. Welche Hausmittelrezepte gibt es? Hilft zum Beispiel Brennnesseljauche?

Antwort:

Es gibt keine Wundermittel! Brennnesseljauche, besser Schachtelhalmbrühe bewirkt eine leichte Blattstärkung. Wichtiger ist es,

• eine widerstandsfähige Rose zu pflanzen, zum Beispiel eine ADR-Rose,

• auf einen günstigen Standort zu achten und

• die Rosen regelmäßig im Frühjahr zu schneiden und zu düngen.

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17. Welche Rosen blühen auch im Schatten?

Antwort:

Vollschatten verträgt keine Rose. Vier bis fünf Stunden Sonne am Tag sollte jede Rose mindestens bekommen. Je mehr Schatten, desto weniger blüht sie.

Albarosen und die Alpenrose Rosa pendulina vertragen relativ viel Schatten.

Dunkle Rosen verblassen weniger, wenn sie nicht die Mittagssonne abbekommen.

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18. Welcher Standort und welche Bodenbeschaffenheit sind für Historische Rosen günstig?

Antwort:

Historische Rosen setzen sich aus unterschiedlichen Klassen zusammen und haben daher unterschiedliche Bedürfnisse. Gallicarosen und Albarosen nehmen auch mit armen Böden vorlieb und sind recht winterhart.

Albarosen vertragen dazu sehr gut Halbschatten.

Damaszenerrosen und Zentifolien verlangen etwas besseren Boden und mehr Sonne, ebenso Portlandrosen, Bourbonrosen und Noisetterosen.

Für Noisetterosen, Chinarosen und Teerosen sollte das Klima milder sein oder der Standort sehr geschützt.

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19. Kann die Scharka-Krankheit (das Scharka-Virus) meine Rosen anstecken?

Antwort:

Nein, das Scharka-Virus schädigt nur Pflaumen. Auch Birnengitterrost kann Rosen nicht befallen. Die meisten Pilze, Bakterien und Viren sind wirtsspezifisch, sie springen nicht auf andere Pflanzenarten über.

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20. Welche Rosensorten eignen sich besonders für trockene Standorte?

Antwort:

Aus trockenen Gebieten stammende Wildrosen eigenen sich besonders für trockene Standorte im Garten, wie zum Beispiel

• die gelbe Fuchsrose und

• die Kapuzinerrose, Rosa ecae,

• auch viele Pimpinellifolien (Rosa spinosissima). Gallicarosen vertragen sehr trockene Standorte, bekommen aber dann im Juli und August leicht Mehltau.

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21. Was mache ich mit Rosen, die im Winter erfroren sind?

Antwort:

Schneiden Sie alles erfrorene Holz weg. Wenn bei der Pflanzung die Veredelungsstelle vorschriftsmäßig unter die Erde gekommen ist, erfriert die Rose nur in Ausnahmefällen ganz.

In den allermeisten Fällen treibt die Rose wieder aus. Haben Sie Geduld. Graben Sie nicht gleich die Rose ganz aus, wenn die oberirdischen Triebe erfroren sind. Spätestens Ende Juni haben Sie Gewissheit, ob Ihre Rose noch lebt.

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22. Soll ich meine Rosen mulchen?

Antwort:

In vielen Gärten und besonders im öffentlichen Grün wird Rindenmulch auf den Rosenbeeten verteilt, damit ein Unkrautwuchs verhindert oder abgeschwächt wird und „weil es so schön ordentlich aussieht“. Dieser Rindenmulch schadet dem Wachstum der Rosen und nicht nur dem Unkraut.

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23. Kann ich alle Blütenblätter und Hagebutten der Rosen in der Küche verwenden?

Antwort:

Wenn Sie Ihre Rosen nicht mit Pilzmitteln oder Schädlingsmitteln gespritzt haben, können Sie ohne weiteres alle Blütenblätter und Hagebutten in der Küche verwenden. Hagebutten haben einen sehr hohen Vitamin C-Gehalt.

Aber: Muss man alles essen? Denken Sie auch an den großen Zierwert von Hagebutten über viele Wochen und Monate! Und vergessen Sie nicht: Die Rosenfrüchte sind Winternahrung für Vögel! Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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24. Wie kann ich eine alte Kletterrose verjüngen?

Antwort:

Entfernen Sie regelmäßig Triebe, die älter als drei bis vier Jahre sind, und zwar so tief wie möglich. Eine nie geschnittene alte Kletterrose ist nur schwer zu verjüngen.

Sie können sie im frühen Frühjahr erdbodengleich abschneiden und hoffen, dass sie nach sechs bis acht Wochen wieder austreibt. Je näher die Kletterrose einer Wildrose verwandt ist, desto besser funktioniert dieser Radikalschnitt.

Nehmen Sie an einem Schnittkurs teil und lassen Sie sich den Schnitt an Kletterrosen genau zeigen. Häufig gestellte Fragen an Rosenberate

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25. Wie lange kann ich eine Rose im Kübel belassen?

Antwort:

Das hängt von der Größe des Kübels und der Größe der Rose ab, und davon, wie gut Sie die Rose bisher gepflegt haben. Eine Zwergrose in einem großen Gefäß kann man länger darin halten als eine große Strauchrose oder gar eine Kletterrose. Haben Sie die Rose schon einmal umgetopft und ihr neue Erde gegeben? Drei Jahre dürfte eine Rose in den meisten Fällen im Kübel ohne Schwierigkeiten aushalten. Danach sollten Sie sie, wenn das möglich ist, in die Gartenerde umpflanzen. Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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26. Wie kann ich die Rosen am besten gegen den Frost schützen?

Antwort:

Gegen den Frost schützen Sie Ihre Rosen am besten durch Anhäufeln. Bei Hochstammrosen muss die Veredelungsstelle gut eingepackt werden. Es gibt dafür zum Beispiel Winterschutzhauben. Kletterrosen können Sie mit Tannenreisig, Matten, Vlies, Ballentuch oder ähnlichem abdecken. Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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27. Wo kann ich Bodenproben untersuchen lassen?

Antwort:

Eine wichtige Adresse ist die LUFA in Ihrem Bundesland. Das ist die für Sie zuständige Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt, deren Anschrift Sie leicht herausfinden können.

Auch einige Rosenschulen bieten Bodenanalysen an, zum Beispiel W. Kordes´ Söhne im Internet unter www.gartenrosen.de.

Im Handel sind auch Produkte wie der ph-Bodentest von Neudorff erhältlich. Damit können Sie den ph-Wert und den Kalkbedarf Ihres Gartenbodens ermitteln.

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28. Welche Rosensorten duften?

Antwort:

Bei allen Rosenklassen gibt es duftende Sorten. In den Katalogen und im Internet der großen Rosenschulen und im Rosenversand finden Sie Angaben über den Duft der einzelnen Sorten. Besonders intensiv duften die Damaszenerrosen. Duft wird individuell unterschiedlich empfunden. Probieren Sie hier im Europa-Rosarium aus, welche Düfte Sie wahrnehmen und welche Ihnen angenehm sind. 

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29. Welche Rosen eignen sich für eine Hecke?

Antwort:

Das hängt davon ab, wie hoch und wie breit die Hecke werden soll. Soll es eine Sichtschutzhecke werden oder eine nur niedrige Abgrenzung? Wie viel Platz steht zur Verfügung? Schreiben Sie Ihre Adresse auf und Ihre genauen Wünsche, wir werden Ihre Frage weiterleiten. Häufig gestellte Fragen an Rosenberater

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30. Muss ich die Rosen im Herbst anhäufeln?

Antwort:

Mit dem Anhäufeln schaffen Sie einen Schutz gegen den Frost und gegen das Austrocknen der Wurzeln. Alle unter der Erde liegenden Teile der Rose halten auch starken Frost gut aus.

Hier im Europa-Rosarium werden im Spätherbst alle Rosen angehäufelt. Pflanzen Sie grundsätzlich die Veredelungsstelle so tief in den Boden, dass sie etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt.

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31. Soll ich Lavendel neben die Rosen pflanzen?

Antwort:

Lavendel und Rosen haben unterschiedliche Ansprüche an Boden und Pflege. Lavendel möchte mager und trocken stehen.

Wenn Rosen und Lavendel nicht zu nah nebeneinander gepflanzt sind, sieht es farblich hübsch aus. Aber machen Sie sich keine falschen Hoffnungen: Lavendel hält nicht die Blattläuse von den Rosen fern.

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32. Muss ich die Hagebutten abschneiden?

Antwort:

An öfterblühenden Rosen sollten Sie bis Mitte August die verwelkten Blüten abschneiden, bevor sie Hagebutten bilden. Die Rosen blühen dann schneller neu.

Im Herbst, nach der letzten Blüte, dürfen sie dann getrost Hagebutten bilden, die müssen nicht mehr abgeschnitten werden.

Viele nur im Sommer blühende Rosen bilden sehr zierende Hagebutten, die im Herbst wunderschön aussehen. Wenn Sie diese Hagebutten abschneiden, verzichten Sie auf einen besonderen Gartenschmuck.

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33. Muss man beim Schneiden der Beetrosen die Augen zählen? Wie macht man das?

Antwort:

Augen nennt man die kleinen Punkte, die meist in den Blattachseln sitzen. Aus ihnen wachsen neue Triebe.

Zählen kann man diese Augen ab der Erdoberfläche. Es ist aber gar nicht nötig, sie zu zählen. Schneiden Sie im Frühjahr Ihre Beetrosen bis auf etwa 15 bis 20 Zentimeter ab. 

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34. Wie gieße ich meine Rosen im Sommer richtig?

Antwort:

Im ersten Jahr nach der Pflanzung sollten Rosen alle zwei bis drei Wochen gründlich gewässert werden, egal ob sie wurzelnackt gepflanzt sind oder aus einem Container stammen. Alteingewurzelte Rosen brauchen nur bei langen Trockenperioden Wasser.

Gießen Sie möglichst nicht nachmittags oder abends. Gießen Sie auf keinen Fall über das Laub. Jede Rose sollte dann etwa zehn Liter Wasser bekommen.

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35. Ist Wässern während des Winters nötig?

Antwort:

Normalerweise sind unsere Winter feucht genug, sodass man nicht zu wässern braucht. Haben Sie allerdings die Rose im Kübel, so darf dieser Kübel auch im Winter nicht austrocknen.

Die Rose sollte mit ihren Wurzeln aber auch nicht im Wasser stehen, es muss für einen guten Wasserabzug gesorgt sein.

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36. Kann ich eine Kletterrose an einen alten Apfelbaum pflanzen?

Antwort:

Ein Apfelbaum gehört zwar wie die Rosen zu den Rosengewächsen, tut der Rose aber nichts. Eine Kletterrose in einem alten Apfelbaum sieht wunderschön aus.

Stimmen Sie aber die Höhe des Baumes mit der Höhe der Rose ab, die Sie an ihn pflanzen wollen. Ein acht bis zehn Meter hoch wachsender Rambler kann mit seinem schweren Gewicht bei einem Sturm den Baum umreißen.

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