Excelsa


Rosa pendulina ´Bourgogne´ Wir über uns  

Kasseler Rundgespräch

Meine Eltern, Hedi und Dr. Wernt Grimm (Rosensammlung Kassel-Wilhelmshöhe), hatten 1985 mit den "Kasseler Rundgesprächen" begonnen, um ein Forum zu schaffen für Rosenfragen aus der Praxis.
Es sollte ein Gespräch zustande kommen zwischen Rosenexperten und Rosenliebhabern zu verschiedenen Rosenproblemen.
  Rose ´Park Wilhemshöhe´
       
Seit 1999 führe ich im Sinne meiner Eltern die Kasseler Rundgespräche fort - zweimal standen sie auch unter der Leitung von Hermann Mielke, dem damaligen Vorsitzenden des Vereins Roseninsel Park Wilhelmshöhe. Es ist eine Fortbildungsveranstaltung für Anfänger und Fortgeschrittene an wechselnden Orten über wechselnde Rosenthemen, bei denen neben den Vorträgen der Rosenexperten die Diskussion mit Rosenliebhabern einen breiten Raum einnimmt.

Hedi Grimm schrieb zum 13. Kasseler Rundgespräch:

"Bei den Rundgesprächen lief unser Bestreben darauf hinaus, das Wissen um die Rose zu erweitern. Die Liebe zu den Rosen ist zwar groß, aber die Kenntnisse von den Bedürfnissen der Rosen und den notwendigen Voraussetzungen für ihr gutes Gedeihen bei den Rosenfreunden ziemlich gering. Die Züchter geben sich zunehmend größte Mühe, nicht nur schöne, sondern auch pflegeleichte Rosen zu schaffen. Die ADR-Prüfungen bestätigen die großen Fortschritte, die in den letzten Jahren erreicht wurden. Aber nach wie vor fehlt es an einer ausreichenden Schulung der Rosenfreunde und sogar des gärtnerischen Fachpersonals. Dabei ist die richtige Rosenpflege keine Geheimwissenschaft, sondern nur Sache des gesunden Menschenverstandes, biologischer Grundkenntnisse und eines sorgfältigen, liebevollen Beobachtens der Rosen und ihrer Wachstumsbedingungen."

Eilike Vemmer
Leiterin des Freundeskreises Hannover





Vorschau auf das 25. Kasseler Rundgespräch im August 2012

Das 25. Kasseler Rundgespräch wird vom 23. bis 26. August 2012 in Stuttgart-Hohenheim stattfinden. Das Thema: „Rosen für kleine Gärten“. Referenten werden Ingrid Behnke, Dr. agrar. Bettina Elbern-Nguyen, Heiko Hübscher, Thomas Proll, Eilike Vemmer und Karla Wagner sein. Tagungsort ist die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Stuttgart-Hohenheim. Information und Anmeldung bei Karla Wagner, Erzbergerstraße 2, 70191 Stuttgart, Telefon 0711-2560542, E-Mail: kwa@duff.de.
    Karla Wagner



Das 24. Kasseler Rundgespräch
„Rosenzüchterinnen und ihre Rosen“

Das 24. Kasseler Rundgespräch fand vom 25. bis 28. August 2011 in Dortmund statt. Dieses „Seminar rund um die Rose für rosenbegeisterte Neulinge und erfahrene Gärtner“ hatte das Thema: „Rosenzüchterinnen und ihre Rosen“. Fast 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands sowie aus der Schweiz, den Niederlanden und Estland erlebten bei dieser Fortbildungsveranstaltung in der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde viele intensive Gespräche, Gartenbesichtigungen und Spaziergänge im Deutschen Rosarium im Westfalenpark, einen Abend mit Musik und Poesie und vor allem eine Reihe ausgezeichneter und fesselnder Vorträge.

Es gehe ihr bei diesem Rundgespräch nicht um die Einforderung von Frauenrechten, schon gar nicht um eine Konkurrenz zu Rosenzüchtern, sagte Eilike Vemmer, Leiterin des Seminars, zur Einführung. Es gehe ihr darum, bewusst zu machen, dass es seit mindestens 200 Jahren auch Frauen gibt, die Rosen züchteten oder heute noch züchten. Eilike Vemmer: „Meist standen Rosenzüchterinnen im Schatten eines Mannes oder eines Instituts. Wir wollen sie hier gemeinsam aus dem Schatten holen.“

Vorgestellt wurden das Leben und Schaffen von Ann Bentall, Anni Berger, Gudrun Dube/Grosse, Marie Ducher, Louisette Meilland geb. Paolino, Florence Pemberton, Isabella Preston, Marie-Louise Schwartz, Ann Velle und Ellen Ann Willmott. Es referierten Anita Böhm-Krutzinna aus Frielendorf, Marlise Fertig aus Orbe in der Schweiz, Christine Meile-Karl und Udo Karl aus Rieschweiler-Mühlbach, Klaus-Jürgen Strobel aus Pinneberg und Eilike Vemmer aus Vechelde. Die Moderation des Rundgesprächs hatte Klaus-Jürgen Strobel. Geleitet wurde die Veranstaltung von Eilike Vemmer und Barbara Nasarian-Eckstein, Dortmund .

Die englische Rosenzüchterin Ann Bentall und ihr Mann John arbeiteten jahrzehntelang im Schatten ihres Arbeitgebers Joseph Pemberton, bis sie 1929 dessen Rosenschule übernahmen und fortführten. Ihre bekannteste Züchtung ist ´The Fairy´ (1932), die zunächst in Vergessen-heit geriet und erst mit der Welle der sogenannten Bodendeckerrosen um 1980 ins Bewusst-sein der Rosenliebhaber kam. Heute ist die einfach zu vermehrende und einfach zu pflegende, dankbare Rose von Ann Bentall weit verbreitet in privaten und öffentlichen Gärten. Die letzte Bentall-Rose war ´Buff Beauty´ (1939), eine der beliebtesten Moschata-Hybriden mit duftenden, aprikosengelben, gefüllten Blüten. Über Ann Bentall berichtete Eilike Vemmer.

In Bad Langensalza züchtete Anni Berger zwischen ihrem 56. und 76. Lebensjahr 50 Rosensorten. Sie setzte damit das Lebenswerk ihres früh gestorbenen Mannes Walter Berger fort, der 1954 seine ersten Sorten ´Bad Langensalza´ und ´Zigeunerbaron´ in den Handel gebracht hatte. Anni Berger brachte den Familienbetrieb in die Gärtnerische Produktions-genossenschaft „GPG Roter Oktober“ ein und entwickelte ihn zu einem bedeutenden Zweig der Rosenzüchtung in der DDR. Viele ihrer Rosensorten errangen Medaillen im In- und Ausland. Zu den bekanntesten gehören die Teehybride ´Alte Liebe´ und die Strauchrose ´Wartburg´. Über Anni Berger (1904-1990) berichtete Anita Böhm-Krutzinna..

Die Diplomgartenbauingenieurin Gudrun Dube/Grosse führte Anni Bergers Arbeit in der GPG in Bad Langensalza bis 1989 fort.

Marie Ducher lebte von 1834 bis 1881 im Raum Lyon in Frankreich. Mit 27 Jahren wurde sie die dritte Ehefrau des Rosenzüchters Claude Ducher, der 1874 starb. Marie, bis dahin die Gehilfin ihres Mannes, züchtete nach seinem Tode als Witwe Ducher selbst Rosen, darunter ´William Allen Richardson´ und ´Mlle Cécile Brunner´. Nach ihrem frühen Tod führten Tochter Marie und Schwiegersohn Joseph-Pernet die Firma fort. Über Marie Ducher berichteten Christine Meile-Karl und Udo Karl.

Louisette Meilland geb. Paolino (1920 – 1987) lernte schon als Kind auf dem Cap d´Antibes in Südfrankreich das Züchten neuer Rosensorten von ihrem Vater Francesco Paolino, einem Freund des Rosenzüchters Antoine Meilland aus Tassin bei Lyon. Als 19jährige heiratete sie den Meilland-Sohn Francis, führte den Haushalt, arbeitete im Büro und bei der Selektion der Rosensämlinge, darunter die Nr. 3-35-40, die ab 1945 ihren Siegeszug am die Welt begann als ´Peace´, ´Gloria Dei´, ´Mme A. Meilland´ und ´Goia´. Auch die zweite Weltsorte aus dem Hause Meilland, die Gewächshausschnittrose ´Baccara´, ist mit der Familie Paolino verbunden. Nach dem frühen Tode ihres Mannes im Jahr 1958 sorgte Louisette mit engagierten Mitarbeitern für das Fortbestehen der jungen internationalen Firma. Über Louisette Meilland, die „charmante Frau, die sich ihre Natürlichkeit bewahrt hat“, berichtete Klaus-Jürgen Strobel; er ist seit seiner Kindheit mit der Familie Meilland eng bekannt und vertraut.

Die 1857 in Essex geborene Miss Florence Pemberton stand völlig im Schatten ihres älteren Bruders, Reverend Joseph Hardwick Pemberton. Die Geschwister begannen zum Beginn des 20. Jahrhunderts gemeinsam die Rosenzüchtung, wobei Florence die Kreuzungen, die eigentliche Züchtungsarbeit, besorgte. Bis 1929 brachten sie allein 27 Moschata-Hybriden heraus, etwa zehn davon sind noch heute überall verbreitet, wie ´Moonlight´ und ´Felicia´. Ihre ´Robin Hood´ wurde später auch für andere Züchter wichtig. Nach Josephs Tod 1926 führte Florence die Rosenschule noch drei Jahre weiter mit Hilfe der Gärtner John und Ann Bentall und R. Spruzen. Über Florence Pemberton berichtete Eilike Vemmer.

Die gebürtige Engländerin Miss Isabella Preston (1881 – 1965) züchtete in den zwanziger und dreißiger Jahren in der Central Experimental Farm in Ottawa, Kanada, Pflanzen – Lilien, Flieder, Rosen. Sie kreuzte insbesondere Wildrosen und deren Abkömmlinge. Viele ihrer Rosensorten benannte sie nach nordamerikanisch-amerikanischen Indianerstämmen. Ihr Zuchtziel war es, besonders frostharte und gesunde Rosen heranzuziehen für Regionen, die Granzstandorte für Rosen sind. Dieses Ziel hat sie aber nur teilweise erreicht. Heute sind nur noch wenige ihrer Züchtungen im Handel erhältlich, wie ´Patricia Macoun´ und ´Carmenetta´. Über Isabella Preston berichtete Anita Böhm-Krutzinna.

Marie-Louise Trievoz wurde 1881 die zweite Frau des verwitweten Rosenzüchters Joseph Schwartz, von dem die Sorten ´Reine Victoria´ und ´Madame Alfred Carrière´ bis heute bekannt sind. Sie versorgte die Halbwaisen Louise und André und arbeitete als gelernte Gärtnerin im Betrieb ihres Mannes im Raum Lyon. Als Witwe Schwartz übernahm die 33jährige, selbst Mutter zweier kleiner Kinder, 1885 die Gärtnerei und die Rosenzucht. Zwei bekannte Züchtungen sind ´Roger Lambelin´ und ´Mme. Ernest Calvat´. Marie-Louise Schwartz starb 1938 mit 86 Jahren. Stiefsohn André führte den Betrieb bis 1944 weiter. Über Marie-Louise Schwartz berichteten Christine Meile-Karl und Udo Karl.

Ann Velle-Boudolf, geboren 1961 in Ostende, und ihr Mann Rudy sind Nachfolger des berühmten belgischen Rosenzüchters Louis Lens. Sie übernahmen 1991 seine Rosenschule und seine Rosen und brachten viele Sorten in den Handel. 1994 begann Ann auf Anregung von Louis Lens mit eigenen Kreuzungen, mit denen sie sich aber erst nach dessen Tod im Jahr 2001 an die Öffentlichkeit wagte. Schon ihre erste Moschata-Hybride ´Dinky´ brachte ihr internationale Preise. Jährlich folgten neue Sorten wie ´Jean Stephenne´, ´Schengen Rose´ und ´Elisabeth Oberle´. Über Ann Velle und ihre Rosenschule „Lens-Roses“ berichtete Eilike Vemmer.

Ellen Ann Willmott lebte von 1858 bis 1934 in England, Frankreich und Italien. Sie legte mit ihrem scheinbar unbegrenzten Vermögen großartige Gärten in Warley Place, Tresserve und Boccanegra an. Sie sammelte Pflanzen aus aller Welt, unterstützte Pflanzenexpeditionen, wurde bekannt in der internationalen Gartenbaugesellschaft, schuf ein Meisterwerk „The Genus Rosa“ (die Gattung Rosa), das von 1910 bis 1914 erschien. Über 60 Pflanzen sind ihr oder ihren Gärten gewidmet, wie Ceratostigma willmoettianum, Aethionema warleyensis und mehrere Rosen mit dem Namen ´Ellen Willmott´. Über Ellen Ann Willmott und ihr aufregendes, beispielloses Leben, das in Armut endete, berichtete Marlise Fertig.

Information für die, die mehr über die Rosenzüchterinnen lesen wollen:
Für interessierte Rosenfreunde steht noch eine begrenzte Zahl von Arbeitsheften zum 24. Kasseler Rundgespräch zur Verfügung. Darin sind die Vorträge komplett oder in Kurzfassung abgedruckt. Das Heft kann gegen einen Kostenbeitrag von 5 € zuzüglich 1,45 € Porto bestellt werden bei: Eilike Vemmer, Hornkampsweg 3, 38159 Vechelde-Wedtlenstedt.

Hartmut Brinkmann

   (zum Fotoalbum bitte hier klicken)





Das 23. Kasseler Rundgespräch

Das 23. Kasseler Rundgespräch fand am 2. Juli 2010 in Villingen/Schwarzwald in der Neuen Tonhalle statt. Das Seminar rund um die Rose für rosenbegeisterte Neulinge und erfahrene Gärtner war eine Fortbildungsveranstaltung in der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde während des Rosenkongresses mit dem Thema: „Rosen und ihre Partner“. Referenten waren Gerlinde Sachs, Mario Moser, Prof. Dr. Wolfgang Spethmann, Katrin Uter, Erwin Kuhn und Bernd Weigel. Moderator war Klaus-Jürgen Strobel. Eilike Vemmer hatte die Leitung des Seminars.

Über die Kombination von Rosen und Stauden referierte die Fotografin und Gartengestalterin Gerlinde Sachs.

Rosen und Clematis bezeichnete Mario Moser aus der Schweiz als ideales Gespann mit vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten.

Prof. Dr. Wolfgang Spethmann aus Hannover berichtete, dass die Erforschung der Bodenmüdigkeit bei Rosen voraussichtlich noch lange Zeit beanspruchen werde.

Von ihren Vorbildern Hedi und Wernt Grimm und ihrer ansteckenden Rosenbegeisterung erzählte Katrin Uter, Gründerin des Rosenfreundeskreises Hannover.

Zur Winterhärte bei Strauchrosen und Kletterrosen trug Erwin Kuhn, Freundeskreisleiter der Schwarzwälder Rosenfreunde, seine langjährigen eigenen Erfahrungen vor.

Anmerkungen zur Gestaltung von Rosengärten machte Bernd Weigel, Präsident der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde.

Hartmut Brinkmann





Das 22. Kasseler Rundgespräch

Das 22. Kasseler Rundgespräch fand vom 22.-23.8.2009 in Bad Langensalza im Kultur- und Kongresszentrum statt.

Auch zu dieser Veranstaltung hatten sich viele Rosenfreunde aus allen Teilen Deutschlands angemeldet.
Wir Rosenfreunde aus Hannover fuhren mit dem Bus bereits am 20.8. Richtung Erfurt zu unserem Domizil für 4 Tage, dem Hotel Wilna. Auf dem Wege nach Erfurt besuchten wir den naturnahen Garten der Familie Helmerth in Hoheneiche.

Nach der Ankunft und Einchecken im Hotel fuhren wir zum ega-Park, einem Treffpunkt für Jung und Alt. Wir hatten reichlich Zeit, uns den großzügig angelegten Park einschließlich Rosengarten anzusehen.

Am nächsten Tag war unser Ziel das Europa-Rosarium in Sangerhausen. Dort trafen wir uns mit allen Rosenfreunden, die am Kasseler Rundgespräch teilnahmen.

In Gruppen wurden wir von Hella Brumme und Eilike Vemmer durch das Rosarium geführt.
Schwerpunkt waren die Kletterrosen, passend zum Thema des Kasseler Rundgesprächs.

Leider hatte der Winter 2008/09 erhebliche Schäden im Bereich der Kletterrosen angerichtet. Man konnte aber bei vielen Kletterrosen, die bis auf den Erdboden zurückgeschnitten werden mussten, erkennen, dass dieser radikale Rückschnitt den Kletterrosen gut getan hatte, denn der Neuaustrieb aus der Veredelung war bei vielen Rosen gewaltig, und für die Gesundheit dieser Rosen war der Rückschnitt ebenfalls sehr dienlich.

Am Nachmittag fuhren wir Hannoveraner nach Erfurt zurück und nutzen die Gelegenheit, den berühmten Dom, das Rathaus und die wunderbar restaurierte Altstadt mit der Krämerbrücke anzuschauen.

Am Sonnabend begannen dann die Vorträge im Kultur- und Kongresszentrum Bad Langensalza.
Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Frau Kleemann, Freundeskreisleiterin Bad Langensalza und der Einleitung durch Eilike Vemmer hielt Frau Bolsdorf von der Sächsischen Landesanstalt Dresden-Pillnitz den ersten Vortrag über die „Kletterrosen-Sichtung in Dresden-Pillnitz“. Danach sprach Frau Stefanie Schmedes aus Uetersen über die „Kletterrosen im Rosarium Uetersen“ und lud uns gleichzeitig ein, das Rosarium anlässlich der 75-Jahr-Feier zu besuchen.

Thomas Proll, Rosenzüchter der Rosenschule Kordes´ Söhne gab uns eine detaillierte Übersicht über die Kletterrosen-Züchtungen.. Nach einem Mittagsimbiss fand eine Führung in Gruppen durch die sehenswerte, restaurierte Stadt Bad Langensalza zum Rosengarten statt.

Am letzten Tag des Kasseler Rundgesprächs wurden die Vorträge fortgesetzt. Zunächst sprach Ulrike Schnabel aus unserem Freundeskreis. Ihr Vortrag lautete: „Rosen mit besonderen Eigenschaften: in Bäume kletternd“ Sie nannte alle Bäume in ihrem Garten, an die sie Rosen gepflanzt hatte. Sie verschwieg auch nicht, dass manche Bäume an der Rosenlast schwer zu tragen haben.

Für die Praxis in unseren Gärten ein sehr wertvoller Beitrag! Herr Strobel sprach zum Thema „Obelisk-Rosen“. Ein Thema, das für die kommenden Jahre sehr wichtig wird, denn die Grundstücke werden kleiner, und Rosen für Obelisken müssen sorgfältig ausgewählt werden.

Ann Velle, Rosenzüchterin aus Belgien, empfahl in ihrem Vortrag, mehr kletternde Moschata-Hybriden in den Gärten zu pflanzen. Viele Züchtungen von Louis Lens und vom Ehepaar Velle bieten sich als kletternde Rosen an.

Sie sind problemlos, brauchen wenig Pflege, halten das Laub bis an die Basis, werden also im unteren Bereich nicht so schnell kahl, eignen sich für viele Anwendungsmöglichkeiten und gedeihen gut auf leichten Böden.

Als letzter Referent versuchte Herr Möllmann, früher Sächsische Landesanstalt Dresden-Pillnitz, uns für Kleinstraurosen, die 1999 dort an einen 1,60 m hohen Metallgitterzaun gepflanzt wurden, zu begeistern. Sie eignen sich z. T. für kleine Rankelemente, niedrige Zäune oder Mauern.

Nach den Schlussworten und Dank an Eilike Vemmer, die auch das 22. Kasseler Rundgespräch vorbildlich organisiert und durchgeführt hatte und Dank an Herrn Strobel, der wieder für die Moderation verantwortlich war, traten wir die Heimreise an.

Allerdings kamen wir nicht ohne anzuhalten, an den Rosenfeldern von Herrn Weingart vorbei.
Erst nach den getätigten Rosenkäufen konnte man den Glanz in den Augen der Rosenfreunde sehen, den wir alle kennen.

Dank sagen möchten wir Gisela und Rolf Henze, unseren Reiseleitern, die sich an allen Tagen, nicht nur beim Freizeitprogramm, wie immer um uns alle kümmerten

Eberhard Hentschke

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Das 21. Kasseler Rundgespräch

Das 21. Kasseler Rundgespräch fand vom 28.-31.8.2008 in Veitshöchheim in den Räumen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau statt. Zu dieser Veranstaltung hatten sich 130 Rosenfreunde aus allen Teilen Deutschlands, der Schweiz und eine Teilnehmerin aus Estland angemeldet.

Für alle, die am Donnerstag schon angereist waren, wurde eine 2-stündige Führung durch Würzburgs Innenstadt angeboten.

Freitag: Nach der Begrüßung durch Eilike Vemmer stellte Klaus Körber, führender Mitarbeiter der Landesanstalt seine „Top Ten der Rosensorten für den privaten Garten“ mit Bildern vor:
http://www.lwg.bayern.de/gartenbau/baumschulen/14226/linkurl_0_3_0_2.pdf

Er regte an, eigene Top-Rosen ihm mitzuteilen, um die Rosenliste stets aktuell zu halten. klaus.koerber@lwg.bayern.de

Als nächster Referent machte sich Eberhard Hentschke, Rosenfreund aus dem Rosenfreundeskreis Hannover, Gedanken über die Zunahme der Containerrosen und stellte die Frage, ob das Rosensortiment dadurch verarmt. Das Thema wurde lebhaft diskutiert.

Nachmittags führte uns Herr Körber durch die Außenanlage der Landesanstalt. Wir sahen Rosen in voller Blüte ausgepflanzt und in Containern. Interessant auch die Kombinationen mit Clematis. Ganz nebenbei durften wir köstliche Himbeeren und Weintrauben naschen.

Gemeinsam wurde in den Mainfrankensälen zu Abend gegessen. Bei herrlichem Wetter haben wir es genossen, draußen zu sitzen und den Main vorbei fließen zu sehen.

Samstag: Thomas Proll, Zuchtleiter in der Rosenschule Kordes, referierte über „Rosenvielfalt aus der Sicht eines Züchters“ und stellte uns die neuesten Kordes-Züchtungen vor. Der Trend geht deutlich vom Verkauf wurzelnackter Rosen zu Container-Kulturen. Verarmt dadurch das Sortiment? Wer entscheidet über das Sortiment? Fragen über Fragen, die auch hinterher für reichlich Gesprächsstoff sorgten.

Karl Menger, Inhaber einer Garten-Baumschule sprach über seine eigene Sortenpolitik und zeigte Bilder dazu.

Dr. Thomas Gladis hatte unter Mitwirkung von Christiane Frost, Marita Protte und Karin Schade einen Vortrag vorbereitet zum Thema „Erhaltung und Beschreibung der Rosenvielfalt – Lösungsansätze“.

Die anschließende Diskussion über alle vorgestellten Themen leitete wie in den letzten 10 Jahren in bewährter Weise Klaus-Jürgen Strobel.

Nachmittags fuhren wir zur Feste Marienburg und hatten danach die Möglichkeit, das ehemalige Landesgartenschaugelände am Main zu besichtigen.

Das Abendessen genossen wir bei traumhaftem Wetter unter freiem Himmel im Hotel Meisnerhof in Erlabrunn.

„Sonntag: Zum Abschluss der Veranstaltung besuchten wir den Botanischen Garten Würzburg.

Wir Rosenfreunde Hannover stärkten uns danach bei einem Picknick am Bus, welches wieder von den Rosenfreunden Gisela und Rolf Henze hervorragend vorbereitet war, und fuhren dann heimwärts.

Es ist immer wieder schön, beim Kasseler Rundgespräch viele Rosenfreunde aus allen Teilen Deutschlands zu treffen und Rosenthemen auszutauschen.

Ich freue mich schon auf das 22. Kasseler Rundgespräch 2009 in Bad Langensalza zum Thema „Kletterrosen mit besonderen Eigenschaften“.

Anneliese Hentschke

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Kasseler Rundgespräche der vergangenen Jahre

1985 Kassel Wildrosen, ihre Hybriden und ältere Rosen
1987 Kassel Alte Rosen
1989 Kassel Alte Rosen im Herbst
1991 Rottenburg Heimische Wildrosen in Südwestdeutschland
1992 Kassel Heimische Wildrosen in Nordhessen
1993 Kassel Rosen im öffentlichen Grün
1994 Kassel Gesunde Rosen - Schönere Rosen
1995 Sangerhausen Noch anbauwürdig oder museumsreif?
Deutsche Strauch- und Kletterrosen vor dem Jahr 1950
1996 Hannover NDR-Landesfunkhaus
Die Rosenpflanzen - Das Rosenpflanzen
1997 Im Coburger Land Rosen mit ihren pflanzlichen Nachbarn in der Gartengestaltung
1998 Kassel Robust - pflegeleicht - schön Strauchrosen für Hausgärten und öffentliches Grün
1999 Dortmund Deutsches Rosarium Kletterrosen für jeden Garten, aber gewusst wie!
2000 Lorsch Rosen wieder überall! Problemlose Rosen für Grünanlagen und Gärten
2001 Dresden-Pillnitz zusammen mit dem 8. Pillnitzer Rosentag
Kleinstrauchrosen - ideale Pflanzpartner für Hausgärten und öffentliches Grün
2002 Hannover NDR-Landesfunkhaus Rosen in privaten Gärten
2003 Sangerhausen zusammen mit der Jubiläumsfeier
"100 Jahre Rosarium Sangerhausen"
"100 Jahre Rosenzüchtung"
2004 Dortmund Rosen für naturnahe Gärten
2005 Kassel Ungewöhnliche Rosen
2006 Forst/Lausitz Probleme mit Rosen?
2007 Ellerhop Nostalgische Rosen
2008 Veitshöchheim Welche Rose soll ich kaufen?
Rosenfreunde als Privatkunden und Multiplikatoren
2009 Bad Langensalza Kletterrosen mit besonderen Eigenschaften
2010 Villingen Rosen und ihre Partner
2011 Dortmund Rosenzüchterinnen und ihre Rosen
 
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