Rosenfreunde Hannover für gesunde Rosen mit Zukunft
Excelsa
Rosa pendulina ´Bourgogne´ Wir über uns  

Für Sie endeckt

Eine Rose für den japanischen Maurer

„Wenn Sie mich unbedingt einer Gruppe zuordnen müssen, dann nehmen Sie die alten Japaner; ihr verfeinerter Geschmack, ihre Ästhetik, die mit Hilfe eines Schattens einen Gegenstand andeutet, und mit wenigen Strichen ein Ganzes … Sie sind ein zutiefst künstlerisches Volk. Ich habe einmal etwas gelesen, was mich sehr beeindruckt hat: Ein Maurer baute eine Mauer und legte eine Rose vor sich, damit er sie während der Arbeit ab und zu anschauen und ihren Duft einatmen konnte, und wenn die Mauer wuchs, legte er auch die Rose ein Stück höher, sodass er sie immer vor sich hatte. Finden Sie das nicht wunderbar?“

Der französische Maler Claude Monet, zitiert aus: „Monets Garten im Wechsel der Jahreszeiten“, Vivian Russell, Verlag Dumont.



Maulwürfe und später Frost

„Wer mit der Natur von Angesicht zu Angesicht lebt, wird sich selten entmutigen lassen. Maulwürfe und später Frost haben mich oft betrübt und enttäuscht, doch selbst die, meine schlimmsten Feinde, konnten mir den Mut nicht nehmen… Der stärkste Frost, der alle meine Hoffnungen für ein ganzes Jahr zunichte gemacht hat, tut meinem Gemüt immer noch wohler als eine einzige boshaft gemeinte Lüge oder Wahrheit anhören zu müssen. Und mir ist ein Maulwurf, der Tunnel unter meine Rosenbäumchen gräbt und Luft an ihre Wurzeln kommen lässt, immer noch lieber als ein Gruß ohne Wärme und Freundlichkeit.“

Aus: „Einsamer Sommer“, Elisabeth von Arnim, 1901



Rosen pflanzen im Herbst



Liebhaber, die sich eine Blüte der Eden Rose 85 ansehen, kommen oft richtig ins Schwärmen. Diese moderne Strauchrose ist sehr beliebt, weil sie wunderschöne, stark gefüllte zartrosa Blüten hat. Dazu kommen das saftig grüne, glänzende Blatt und der leichte Duft. Weil sie so viele gute Eigenschaften hat, ist die Eden Rose 85 von der Weltorganisation der Rosenliebhaber vor einigen Jahren zur Weltrose gewählt worden. Allerdings sind die gefüllten Blüten manchmal so schwer, dass sie etwas nach unten hängen.

Optimaler Zeitpunkt zum Setzen
Wer überlegt, sich eine Rose, vielleicht eine Eden Rose 85, in den Garten zu pflanzen, der sollte nicht mehr lange warten. Jetzt im Herbst ist nämlich mit der beste Zeitpunkt dafür, Rosen zu setzen. Der Boden ist noch nicht zu sehr ausgekühlt und nach dem vielen Regen gut durchfeuchtet. Deshalb werden gerade zum Herbstbeginn in den Rosenschulen die Rosen gerodet und vermarktet.

Üppige Blüte von Herbstrosen
Wenn die Rosen jetzt gepflanzt werden, bilden sie viele kleine Faserwurzeln aus, die ihren Weg im Boden in Ruhe finden können, um sich dort zu verankern. Die Herbstrosen haben dadurch einen ganz großen Vorsprung vor denjenigen, die im Frühjahr gepflanzt werden. Die Pflanze kann sich jetzt sozusagen ganz auf die Wurzelbildung konzentrieren: nach unten starkes Wachstum - nach oben keines. Es müssen keine neuen Triebe oder Blüten gebildet werden. Die Frühjahrsrosen dagegen müssen sich in beide Richtungen bewegen und das kostet viel Kraft. Die erste Blüte der im Herbst gepflanzten Rosen fällt deswegen in der Regel immer viel üppiger aus.

Autorin/Autor: Ralf Walter, NDR 1 Niedersachsen



Liebe Rosenfreunde,

die Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen hat begonnen!
Gepflanzt werden kann, wenn man mit dem Spaten in die Erde kommt. Also keine Angst vor zeitweise Schneefall oder Nachtfrösten!

Das Jahr begann mit einem Extrem-Winter, der viele Rosenfreunde um ihre schon lang etablierten Stammrosen gebracht hat. Der April hatte dann leider wieder sommerliche Temperaturen zu bieten, was für die Pflanzung von wurzelnackten Rosen katastrophal ist. Der Herbst bleibt die eindeutig bessere Pflanzzeit.

Mit einigem Stolz können wir jedoch Folgendes vermelden: "14 Sorten erhalten 2009 das ADR-Prädikat - Kordes ist mit 7 prämierten Rosensorten wieder der erfolgreichste Züchter" Das sind unsere ADR-Gewinner: Edelrose 'La Perla', Beetrose 'Planten un Blomen', Beetrose 'Solero', Beetrose 'Garden of Roses', Beetrose 'Schöne Koblenzerin'(ab 2011 im Handel) und zwei weitere noch ohne Namen.

http://www.kordes-rosen.com/neuheiten.asp

Weiteres zu diesem Thema ADR finden Sie unter: http://www.adr-rose.de

Pflegetipps Herbst 2009
Zum Schnitt können wir Ihnen folgende Infos geben: Jetzt im Herbst werden nur kosmetische Behandlungen vorgenommen. Man entfernt nur die alten Blütenstände oder extrem lange Triebe. Wenn Sie jedoch Schneebruch befürchten, können Sie die Triebe auch schon vor dem Winter auf etwa 40-50 cm einkürzen. Der beste Zeitpunkt für den tiefen Rosenschnitt ist dann erst im Frühling, ca. Mitte/Ende März (Faustregel: wenn die Forsythien blühen).

Damit Ihre Rosen gut über den Winter kommen und im nächsten Jahr wieder ihre Blütenpracht zeigen können, sollten Sie folgendes beachten: Der richtige Winterschutz für die verschiedenen Rosenarten ist nicht schwierig und sollte ca. ab Ende November ausgeführt werden.

Anhäufeln: In rauen Gegenden werden Edel-, Beet- und Zwergrosen mit dem sie umgebenden Boden, notfalls mit Lauberde oder Gartenkompost, angehäufelt. Eine Decke aus Fichten-, Tannen- oder Kiefernreisig (auch Stroh) bricht kalte Kontinentalwinde. Die Schutzdecke kann bei Beetrosen auch komplett über die Pflanzen gelegt werden. Bei den höher werdenden Strauchrosen kann man Nadelreisig zwischen die Zweige stellen.

Stammrosen: Die Kronen von Stammrosen mit Jute bzw. Nadelreisig einpacken, niemals mit Plastikfolien. Auch perforierte Folie ist ungeeignet. Spezielles Winter-Vlies eignet sich, welches wir in unserem Online- Shop unter Gartenbedarf anbieten. Es besteht aus naturfarbenen, thermisch verfestigten Polypropylen-Endlosfasern. Es ist atmungsaktiv und licht- und wasserdurchlässig. Größe: 1,50 x 5,00 Meter. Ein Vlies reicht für 3 Rosenstammkronen (einfach in 3 Teile schneiden und um die Krone legen). Der Versand dieses Artikels kann nur innerhalb Deutschlands erfolgen.

Bestell-Nr.: 8400, Preis (1er Pack): 6,30 Euro (zzgl. Versand) http://www.kordes-rosen.com/wintervlies.asp

Rosen im Kübel oder Balkonkästen: Schieben Sie Ihre Gefäße an eine geschützte, schattige Stelle an der Hauswand. Umwickeln Sie die Kübel oder Kästen mit einer Noppenfolie, so dass sie vor schockartigem Gefrieren geschützt sind. Zusätzlich kann man Nadelreisig in die Pflanze stecken. Sorgen Sie auch im Winter dafür, dass die Erde nicht austrocknet. Also hin und wieder wenig gießen.

Weitere Tipps zur Pflege von Rosen finden Sie auf unserer Website: http://www.kordes-rosen.com, http://www.gartenrosen.de unter Service, Rosen-Pflegetipps.

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen Herbst und danach eine besinnliche Weihnachtszeit!

Ihr Kordes-Rosen Team



Rosengelee in Henriettes Back- & Marmeladenbuch

Ein selbst erprobtes Rezept für die Herstellung von Rosengelee findet sich in Henriettes Back- & Marmeladenbuch, das vom Diakonissenmutterhaus der Henriettenstiftung Hannover herausgegeben wurde. Diakonisse Ida Nienhüser hat die Sammlung zusammengestellt.

Gebraucht werden:
Etwa 250 bis 300 Gramm Rosenblätter, dreiviertel Liter Wasser, Saft von einer Zitrone, Gelierzucker nach Menge der Flüssigkeit

Das Rezept:
Von den stark duftenden Heckenrosen die Blütenblätter pflücken und abspülen. Über Nacht in dem Wasser einweichen. Am nächsten Morgen aufkochen und durch ein Sieb geben. In die Flüssigkeit den Zitronensaft hinzufügen und mit Gelierzucker aufkochen. Heiß in Gläser füllen.



Die Farben Frieslands in Emil Noldes Garten in Seebüll
Von Ruth Weiß, Kassel

Nachdem das 20. Kasseler Rundgespräch in Ellerhoop mit interessanten Vorträgen, Besichtigungen und Gesprächen im August 2007 beendet war, haben wir noch mehrere Tage Urlaub in Tönning gemacht. Eine Tagesfahrt führte uns Richtung Tondern nach Seebüll in das Nolde-Museum, umgeben von dem herrlichen reich blühenden Garten. Wir konnten uns gar nicht satt sehen an den vielen bunten Stauden, hauptsächlich Dahlien, auch Sonnenhut, Iris, Anemonen, Sonnenblumen, Calla, Gerbera und vielen anderen blau, rot und gelb blühenden Sommerblumen.

1926 kaufte Emil Nolde mit seiner Frau Ada an der Grenze zu Dänemark eine Warft, und sie nannten sie „Seebüll“, ebenso kauften sie den benachbarten „Seebüllhof“, um ihn in seiner Ursprünglichkeit zu erhalten. Nolde entwarf ein modernes Wohnhaus mit Atelier und Ausstellungsräumen. Die Baumaßnahmen dauerten zehn Jahre. 1927, zu seinem 60. Geburtstag, konnte das Haus bezogen werden. Danach gestaltete Nolde einen Gartenplan. Er zeichnete in den Plan ein A und ein E als Wegführung mit einem Teich, der wie ein Schmuckstück darin wirkt. Heute ist der Garten im Aufbau weitgehend unverändert, das kleine Gartenhaus mit dem Reetdach ist vor ein paar Jahren nach alten Vorlagen erneuert worden. Das Wohnhaus mit flachem Dach erhebt sich in der ebenen Landschaft oberhalb des Gartens und erinnert an die Architektur des Bauhauses der 20er Jahre.

Die original möblierten Wohnräume im Erdgeschoß sind durch die Fenster von außen einzusehen und folgen in ihrer Ausrichtung dem Lauf der Sonne. Jedes Fenster bietet einen Ausblick in den wundervollen Garten. Im Erdgeschoß befindet sich Noldes Atelier, indem die religiösen Bilder ausgestellt sind. Die ehemaligen Wohnräume in der ersten Etage sind zu Kabinetten für Noldes graphische Arbeiten umgebaut worden.

Hans Emil Nolde (sein eigentlicher Nachname war Hansen) wurde 1867 als Sohn eines Bauern in Nolde (Schleswig) geboren. Er begann als Jugendlicher eine Lehre als Schnitzer und Möbelzeichner und arbeitete in München und Karlsruhe, wo er in Abendkursen die Kunstgewerbeschule besuchte. Als er in der Schweiz als Lehrer an einer Kunstgewerbeschule tätig war, entstanden seine ersten Landschaftsaquarelle. Er liebte die Berge und Almen rund um St. Gallen und zeichnete unter anderem knorrige Almbauern. Nach Jahren an verschiedenen Malschulen und Akademien in Deutschland und Frankreich lernte er seine zukünftige Frau Ada Vilstrup, eine Schauspielerin und Sängerin, in Kopenhagen kennen. 1902 heirateten beide in Kopenhagen und zogen nach Berlin. Anlässlich seiner Hochzeit änderte er seinen Namen, er hieß nun Emil Nolde.

1906 lernte Nolde die Künstler der „Brücke“ kennen und schloss sich ihnen an. Sein Malstil veränderte sich unter dem Einfluss der „Brücke“-Künstler. Einige Jahre später zog er wieder in seine Heimat Schleswig – zu der Zeit malte er religiöse Bilder. 1913/14 erfüllte er sich einen Traum und reiste mit seiner Frau Ada mit einer medizinischen Expedition über Russland und China in die Südsee. Sehr viele Bilder malte er auf dieser Reise, die er allerdings zurück lassen musste. Sie wurden wegen des Krieges, der 1914 ausbrach, vom englischen Militär beschlagnahmt. Über Marseille, Genua, Zürich, München und Berlin ging es zurück nach Alsen (dänische Ostseeinsel). Nolde und seine Frau waren über ein Jahr unterwegs und um die halbe Welt gereist. Nach dieser Reise war er total verschuldet, konnte aber einige gerettete Südseebilder verkaufen, was seine finanzielle Situation verbesserte.

Nach dem Krieg änderte sich der Kunstgeschmack, und es brach eine neue Zeit für ihn an. Noldes Bilder durften nun öffentlich ausgestellt und auch verkauft werden. Das Interesse für seine Bilder nahm Mitte der 30er Jahre weiter zu, er war zu dieser Zeit endlich ein berühmter Maler. 1937 wurden Noldes Bilder als „Entartete Kunst“ von der NSDAP eingestuft. Viele seiner Werke wurden beschlagnahmt, und 1941 wurde für ihn Malverbot verhängt. Nolde musste seine Bilder heimlich malen und verstecken – es sind vorwiegend kleinformatige Aquarelle, die er seine „Ungemalten Bilder“ nannte. Wer „Die Deutschstunde“ von Siegfried Lenz kennt, wird in der Romanfigur des Max Ludwig Nansen Emil Nolde erkennen.

Der große internationale Erfolg kam endlich nach dem Krieg. Internationale Museen stellten Emil Noldes Bilder aus, er wurde in aller Welt gefeiert und erhielt zahlreiche Ehrungen und Preise in seinem 78. Lebensjahr. Emil Nolde hat in seinem Leben Blumen, Tiere, Berge, Ungeheuer und Sagengestalten, Tänzerinnen und immer wieder das Meer und die Landschaft seiner Heimat gemalt. Es entstanden im Laufe der Jahre Zeichnungen mit Bleistift, Radierungen, Lithographien, Kreide, Bilder in Aquarelltechnik und Ölbilder, letztendlich beherrscht das Spiel der Farben seine Bilder. Das gemeinsame Testament enthielt die Urkunde zur Errichtung der „Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde“. 1946 starb Ada. Zwei Jahre später heiratete Nolde Jolanthe Erdmann, die Tochter eines Freundes. 1956 starb Emil Nolde in Seebüll mit 89 Jahren.

(zum Fotoalbum bitte hier klicken)



Hexedören und Haputtjen

Viele alte plattdeutsche und mundartliche Wörter sind längst aus dem allgemeinen Sprachgebrauch verschwunden. In einem neu aufgelegten hannoverschen Wörterbuch sind sie festgehalten. Darin sind auch einige für Rosenfreunde interessante Begriffe. Hier sind drei Beispiele:

Hägsedören, Hexedören: Wildrosenbüsche, Hundsrose (Rosa canina)

Dören: Dornen

Haputtjen: Hagebutte

Aus: Christian Flemes – das kleine Buch der hannoverschen Mundart, herausgegeben und neu bearbeitet von Friedrich Wilhelm Netzel, Leuenhagen & Paris, Hannover 2008



Komm doch in den Garten!
„Ich hätte gerne, dass meine Rosen dich sehen“


Ist das nicht eine nette Begrüßung? Wir alle lieben doch die Natur, besonders jetzt in dieser Zeit des Wachsens und Blühens. Interessanterweise folgt der Einladung in den Garten eine ungewöhnliche Begründung: "Ich hätte gerne, dass meine Rosen dich sehen". Wie bitte? Eine neue Perspektive! Nicht nur wir schauen auf die Rosen, die Rosen schauen auch auf uns. Drückt das nicht eine tiefe Beziehung zueinander, eine Gegenseitigkeit, ein Miteinander, ein beiderseitiges Geben und Nehmen aus?

Wir geben den Blumen Lebensraum und Aufmerksamkeit, sie geben uns Wertvolles zum Schauen, zum Staunen, zum Bewundern, zum Riechen, zum Träumen. Rosen haben uns als Sinnbild des Lebens und der Liebe ohnehin sehr viel zu sagen: Dass sie wie wir Wurzeln schlagen müssen, wollen wir über uns hinauswachsen. Dass sie genau wie wir Menschen nicht nur Blüten sondern auch Stacheln haben, und dass wir beide in einen Kreislauf eingebunden sind, der uns wachsen und blühen lässt, aber auch ein Verblühen und Verdorren vorsieht. Darüber können wir uns doch in Ruhe mit den Rosen austauschen - wenn wir ihnen das nächste Mal einen Besuch abstatten.

Richard Brinsley Sheridan 1751 -1816

Lassen Sie sich zur Offenen Pforte einladen – klicken Sie hier!






Pressemitteilung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen,

Pflanzenschutz: Neue Hotline für Hobbygärtner
Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erweitert Service

Ab dem 1. März ist dienstags und donnerstags eine neue Hotline des Pflanzenschutzamtes frei geschaltet. Ob Blattläuse an den Rosen oder Schorf an Äpfeln – jeweils von 10 bis 12 Uhr stehen die Fachleute der Landwirtschaftskammer Niedersachsen unter der Telefonnummer 0441 801-789 als Ansprechpartner zu Fragen rund um Pflanzenschutz, Schädlinge und Krankheiten im Freizeitgarten zur Verfügung.

Das Angebot besteht während der gesamten Gartensaison (1. März bis 15. Oktober).

Mit allgemeinen Gartenfragen, zum Beispiel zu Gartenanlage, geeigneten Sorten, dem richtigen Schnitt oder der umweltgerechten Düngung kann sich der Gartenfreund auch an die Spezialistinnen der Niedersächsischen Gartenakademie in Bad Zwischenahn wenden. Das Beratungstelefon der Niedersächsischen Gartenakademie (04403 9838-11) ist montags und freitags von 9 bis 12 Uhr besetzt.



Neue Internetseiten: www.adr-rose.de

Dr. Burkhard Spellerberg, Koordinator des Arbeitskreises ADR beim Bund deutscher Baumschulen, macht darauf aufmerksam, dass die Internetseite zur ADR-Prüfung neu gestaltet worden ist. Dr. Spellerberg hofft, dass die diese Internetpräsentation zu einer besseren Informationsvermittlung zur ADR und zur Rose beiträgt: „Suchprozeduren und Auswahlkriterien erleichtern das Finden von Sorten. Der Link zu Züchtern und Einsendern soll das Auffinden von Bezugsquellen vereinfachen. Spezielle Mitteilungen finden Sie unter News.“

Zu diesen Nachrichten gehört auch eine Auflistung der Rosensorten, die im Einvernehmen mit den Züchtern aus der ADR-Sortenliste herausgenommen worden sind, weil sie nicht mehr den aktuellen ADR-Prüfkriterien entsprechen. Es handelt sich dabei um diese Sorten:
´Aachener Dom´, ´Andalusien´, ´Banzai 83´, ´Bischofsstadt Paderborn´, ´Blühwunder´, ´Chorus´, ´Dirigent´, ´Dolly´, ´Edelweiß´, ´Escapade´, ´Friesia´, ´Grandhotel´, ´Montana´, ´Pink La Sevillana´, ´Queen Mother´, ´Ravensberg´, ´Ricarda´, ´Robusta´, ´Rödinghausen´, ´Romanze´, ´Schneewittchen´, ´Sympathie´, ´Tornado´, ´Vicky´.

Hartmut Brinkmann



Die Tauchmethode

Aus der „Taunus Zeitung“: „ Zum Gießen eignet sich die ´Tauchmethode´, bei der man den Wurzelballen so lange in feuchtes Wasser taucht, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen.“

Zitiert aus: Der Spiegel 2/2008, Hohlspiegel



Heinzelmännchen im Garten

Manche Gartenfreunde haben sich vielleicht schon einmal gewünscht, die Kölner Heinzelmännchen würden zu ihnen kommen. Für sie habe ich das alte Märchen einfach in den Garten verpflanzt. Denn warum sollten die Heinzelmännchen nur beim Zimmermann nachtaktiv gewesen sein, beim Bäckermeister, Fleischer, Wirt und Schneider? Warum nicht auch auf diese Weise? Hartmut Brinkmann

Einst hat ein Gärtner große Pein:
Der Garten sollte fertig sein;
Warf hin das Laub und legte sich
Hin auf das Ohr und pflegte sich.
Da schlüpften sie frisch
Aus dem Gebüsch;
Die schnitten und harkten
Und fegten und sägten,
Und fassten und passten,
Und strichen und guckten
Und zupften und ruckten,
Und eh mein Gärtnerlein erwacht:
War die ganze Pracht …bereits vollbracht.

Neugierig war des Gärtners Weib,
Und macht sich diesen Zeitvertreib:
Streut Murmeln hin die andre Nacht,
Die Heinzelmännchen kommen sacht:
Eins fällt nun hin,
Schlägt hin aufs Kinn,
Die rollen in Hecken
und stürzen aufs Becken,
Die fallen mit Schallen,
Die lärmen und schreien
Und vermaledeien!
Sie springt hinzu auf diesen Schall
Mit Licht: husch husch husch husch! – verschwinden all!

Oh weh! nun sind sie alle fort,
Und keines ist mehr hier am Ort!
Man kann nicht mehr wie sonsten ruhn,
Man muss nun alles selber tun.
Ein jeder muss fein
Selbst fleißig sein,
Und kratzen und schaben
Und rennen und traben
Und zupfen und lupfen,
Und harken und hacken
Und schneiden und zwacken.
Ach, dass es noch wie damals wär!
Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!

Aus: „Mit Hartmut im Garten“, NDR 1 Niedersachsen, sonnabends 7:10 Uhr



'Die Schöne von Versailles'



Mitte November 2007 stand in der Peiner Zeitung ein kleiner Artikel über eine Rose, die seit fast 150 Jahren in einem Peiner Garten steht. Das Besondere ist an dieser Rose, dass man noch heute ihr Pflanzjahr weiß und sie über eine so lange Zeit von ihren verschiedenen Gartenbesitzern gehegt und gepflegt wurde.

Ein Peiner Mädchen bekam 1871 zu ihrer Konfirmation eine Rose geschenkt mit dem Namen ´die Schöne von Versailles´ zur Erinnerung an die Gründung des Deutschen Reiches im selben Jahr. Am 18. Januar 1871 wurde in Versailles der preussische König zum Deutschen Kaiser Wilhelm I. ernannt, die Geburtsstunde des Deutschen Reiches infolge des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71.

Heute ist diese alte Bourbonrose eine seltene Rose geworden und bisher nicht im Europa-Rosarium Sangerhausen. Der französische Züchter Charles Souchet aus Versailles züchtete 1842 mehrere Bourbonrosen, darunter die Sorte ´Georges Cuvier´, die auch ´Beauté de Versailles´ genannt wurde. Der französische Züchter Charles Souchet aus Versailles züchtete 1842 mehrere Bourbonrosen, darunter die Sorte 'Georges Cuvier', die auch 'Beauté de Versailles' genannt wurde. Sie ist nach Foto und Beschreibung des jetzigen Besitzers und in der Literatur wirklich eine Schönheit, nur Dauerregen mag sie nicht, weil dann die zarten Blütenblätter verkleben. Die gefüllte Blüte ist kirschrosa, etwas hellpurpur überhaucht und besonders schön im Herbst.

Eilike Vemmer



Aus der Kleingärtner-Zeitung „Gartenfreund“ für den Landesverband Niedersachsen, Ausgabe September 2007:

Rosenfreunde in Ihrer Nähe beraten Sie

Freundeskreis Hannover gibt Tipps und Anregungen im Internet

Sie verbindet eine Leidenschaft: Rosen. Der Freundeskreis Hannover in der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde (GRF) ist einer von derzeit 43 Freundeskreisen. Er besteht seit 30 Jahren… Auf ihrer Internetseite bieten sie Rosenliebhabern und Hobbygärtnern wichtige Informationen rund um die Rosen. So räumen sie auf mit alten Irrtümern: Rosen müssen nicht gespritzt werden! Rosen müssen grundsätzlich auch nicht gespritzt werden. Wichtig ist es, Rosen an einen optimalen, sonnigen und luftigen Standort zu pflanzen, in tiefgründigen, nährstoffreichen Boden, sie ausgewogen zu düngen und richtig zu schneiden.

Heutige Züchtungen sind gesund. Auf ein Spritzen mit Chemie kann verzichtet werden. Das ADR-Zeichen (Anerkannte Deutsche Rose) hilft beim richtigen Einkauf.

Auf den weiteren Seiten im Internet gibt es Tipps zum Rosenpflanzen im Rosen-ABC, Informationen zur Botanik der Rosen, Neues von Rosenzüchtern, zu den ADR-Rosen und vieles mehr.

Experten stehen für Rosenberatungen zur Verfügung, Rosenreisen- und -bücher werden angeboten.

Für alle Rosenfreunde und die, die Freude an Rosen haben, ist die Internetseite besonders empfehlenswert.




Wissenschaftliche Forschungsvorhaben der Stiftung des Vereins Deutscher Rosenfreunde Europa-Rosarium Sangerhausen

Laufende Projekte, Stand Sommer 2007

Georg-August-Universität Göttingen Institut für Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz Prof. Dr. Petr Karlovski, Prof. Dr. Gerh. A. Wolf ´Bodenmüdigkeit bei Rosen´ Grundlagenforschung

Gottfried-Wilhelm-Leibnitz-Universität Hannover Naturwissenschaftliche Fakultät Abtlg. Baumschule, Prof. Dr. Wolfgang Spethmann ´Induktion von Nachbauproblemen bei Rosenarten´ Anwendungsforschung

Europa-Rosarium Sangerhausen Dr. Thomas Gladis Modellvorhaben, gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ´Beispielhafte Erfassung und Charakterisierung der genetischen Ressourcen von Zierpflanzen anhand der Rose Errichtung eines Genbanknetzes für die Rose´

Max-Planck-Institut für chemische Ökologie Jena Dr. Jörg Degenhardt ´Die chemische Vielfalt des Rosenduftes´ Erfassung von Rosenduftkomponenten im Europa-Rosarium und Untersuchung der Vererbung des Rosenduftes.

Friedrich-Schiller-Universität Jena Institut für Ernährungswissenschaft PD Dr. Volker Böhm Pilotprojekt ´Hagebutten – die Tomaten Europas?´ Analyse von Carotinoidmustern aus Hagebutten und deren Verwendung als Chemotaxonomische Marker in der Ernährungswissenschaft

Josef Raff Vorsitzender des Stiftungsvorstandes



Mai 2007 - Pressemitteilung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Keine Pflanzenschutz- und Unkrautmittel auf Gehwegen ausbringen

Was viele nicht wissen: Verbot gilt auch für frei verkäufliche Mittel,
Geldbußen bis 50 000 Euro drohen.


Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, z.B. Unkrautvernichtern, ist auf Bürgersteigen, Gehwegen, Hofflächen, Zufahrten u. ä. strikt verboten. Darauf weist das Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hin. Gemäß Pflanzenschutzgesetz dürfen Pflanzenschutzmittel nur auf Freilandflächen eingesetzt werden, die land- und forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden.

Was viele nicht wissen: dieses Verbot gilt für alle Chemikalien, die zur Unkrautvernichtung eingesetzt werden können. Auch die im Handel frei käuflichen Mittel fallen darunter, selbst wenn diese auf der Verpackung als umweltfreundlich oder biologisch abbaubar bezeichnet werden.

Grund des Verbotes: durch Abschwemmung von gepflasterten oder versiegelten Flächen können Pflanzenschutzmittel leicht in Oberflächengewässer oder in das Grundwasser gelangen und somit die Umwelt teils erheblich belasten.

In besonderen Fällen kann das Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen als zuständige Behörde Ausnahmen zulassen. Mehrere Anfragen in den vergangenen Wochen haben gezeigt, dass dieses Anwendungsverbot offensichtlich nicht bekannt ist. Immer wieder sind Personen zu beobachten, die die Wegeflächen auf ihrem Grundstück oder die Fugen der gepflasterten Zufahrt mit Pflanzenschutzmitteln behandeln.

Das Pflanzenschutzamt weist darauf hin, dass gemäß Pflanzenschutzgesetz Verstöße gegen dieses Verbot mit Geldbußen bis zu 50.000,-- Euro geahndet werden können. Fragen zu diesem Thema beantwortet das Pflanzenschutzamt gern unter der Rufnummer 0511/4005-2428.



Peter Harkness und die Rosenzukunft

Der englische Rosenkenner Peter Harkness schreibt in seinem Buch
„Rosen – die schönsten Illustrationen der Royal Horticultural Society, London“:
„Seit der ersten Einführung einer China-Rose Ende des 18. Jahrhunderts ist der Enthusiasmus der Rosenzüchter ungebrochen – und die Entwicklung geht weiter und bringt eine unglaubliche Vielfalt an Rosen hervor. Über 13.000 Sorten sind heute erhältlich. Was bringt die Zukunft? Schreitet die Entwicklung so fort wie in den letzten 200 Jahren, kann es sein, dass das 21. Jahrhundert Rosen ohne Stacheln, mit immergrünem oder duftendem Laub, mit blauen Blüten oder mit neuer Zeichnung und spiraligen Formen hervorbringt, die auch noch gegen Krankheiten und Schädlinge resistent sind. Züchter verfolgen all diese Ziele, um perfekte Rosen zu ziehen. Obgleich die Rose die vielfältigste Gartenpflanze ist, werden folglich weiterhin neue Formen erscheinen – in der beständigen Suche nach der vollendeten Rose.“



Anwendungsverbot für drei Fungizide in Kleinpackungen

Aus Gründen des Gewässerschutzes (Oberflächengewässer und Grundwasser) wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit für alle Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Tolylfluanid das Ruhen der Zulassung angeordnet.
Danach dürfen folgende Pflanzenschutzmittel ab sofort nicht mehr im Garten eingesetzt werden:

  • Bayer Garten Universal Pilzfrei Euparen
  • Bayer Garten Rosenspritzmittel Baymat
  • Bayer Garten Universal Pilzfrei (Produktname seit Saison 2006/2007)
Die drei identischen Produkte waren zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten an Rosen, Johannisbeeren sowie Brom- und Himbeeren zugelassen. Restmengen können bei den regelmäßig stattfindenden Schadstoffsammlungen abgegeben werden.

Zitiert aus: Gartenfreund, Verbandszeitschrift für das Kleingartenwesen, Ausgabe 4/2007
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